21. September 2017

Teil 3 unseres Urlaubes

Als wir dieses Foto aufgenommen haben, waren die Aufregungen des Vortages schon vergessen…

Wir starteten also am 4.9. morgens zeitig von Wuppertal , um das Auto am Flughafen Düsseldorf termingerecht abzugeben. Doch vorher muss Mann ja noch die Koffer im Auto verstauen…schwerer sind sie eigentlich nicht geworden, aber auch nicht handlicher und so passierte es…beim Hineinwuchten bleibt Knuff mit dem kleinen Finger an einer der Rollen hängen, das zarte Fingerchen springt mal eben aus dem Gelenk und zum Glück auch wieder rein. Habt ihr nicht auch den Schrei weit übers Tal gehört??

Schmerzverzerrt und ich natürlich mitleidend, begeben wir uns nun gen Düsseldorf und die Entgegennahme von Avis verläuft zügig und professionell. Nun nur noch ein paar Stündchen rumlungern :-( und nach einem ruhigen Flug landen wir pünktlich um 16 Uhr in Mailand. Alle Koffer sind da und wir laufen wieder kreuz und quer durch das Flughafengebäude, um den hiesigen Autoverleiher zu finden. Die Beschilderung in Malpensa hätte man auch gleich weglassen können….

Irgendwann haben wir auch diese Hürde geschafft und nun liegen noch etwa 180 km bis Gargnano vor uns. Die grobe Richtung wurde uns noch hinterher gerufen, gen Venezia….jaja, wir haben ja google map, kein Problem! Vor dem Gebäude stoppen wir kurz, schalten das Handy ein und….leider kein Service, diese Aldisim funtioniert leider nicht hier, nur Telefon scheint zu gehen, aber das nützt uns ja herzlich wenig.So ein Ärger, da haben wir wohl das Kleingedruckte nicht richtig gelesen !

Na dann fahren wir einfach mal los…schon an der ersten Gabelung wird uns klar, das wird schwierig, denn man muss sich sofort entscheiden, nicht wie in Deutschland, wo man noch einige hundert Meter zur Entscheidung hat. Schon sind wir in irgendeiner Siedlung und nicht gen Venezia unterwegs . Da hinten stehen doch 2 Männer am Wegesrand , los dreh mal eben, ich frage die nach dem Weg. Beim Wenden bleibt Knuff mit dem kleinen Finger im Lenkrad hängen, ja genau mit DEM kleinen Finger und nun weiß ich definitiv, wie sich der Urschrei anhört ;-).

Gut dass ich einen Grund zum Aussteigen habe, ui was muss das weh tun…ich rede ein Weilchen mit den Männern auf englisch und dann sagt der eine was zum anderen auf deutsch, na prima, dann bleiben wir doch bei unserer Muttersprache :-). Ich fotografiere nun die Wegbeschreibung auf dessen Handy ab, besser als nix und los gehts. Er ruft noch hinterher, übrigens, mit Tanken wird es hier schwer …? Versteh ich jetzt nicht, aber egal….der Tank ist ja voll!

Eine gute halbe Stunde sind wir nun schon auf der autostrada unterwegs und nun steht da oben auf dem Schild CH / Chiasso …nee nee, das KANN nicht sein, das geht ja zum Lago Maggiore und da wollen wir ja heute nicht hin. Mist, vergurkt, wir suchen eine Abfahrt, fahren alles zurück und sehen das vertraute Schild, Airport Malpensa :-( , von dem wir vor gut einer Stunde gestartet sind .Hatte ich schon erwähnt, dass wir mittlerweile Hunger und Durst haben ?? Denn in dem kleinen Hopser gab es keinen Bordservice. Jetzt suchen wir erstmal den rechten Weg und fahren halt dann an eine Tanke….die Sonne geht langsam unter, aber wenigstens stimmt jetzt die Richtung. Zwischendurch telefonieren wir mit Ingrid, die uns eine Wegbeschreibung per sms schickt.

Wir fahren reichlich Tankstellen an, aber jede hat geschlossen …was ist nur los??? Irgendwann in der Dunkelheit, nach gefühlten 5 Stunden , erreichen wir Gargnano und finden die Unterkunft einfach nicht. Auch ein Pizzabäcker versucht zu helfen, aber die Straße gibt es nicht auf google map..stimmt ja, jetzt fällt es mir ein, sowas hatte die Vermieterin geschrieben :-(. Der verlockende Pizzaduft wabert und im Kühlschrank dort entdecke ich Wasserflaschen, ach wie lecker kann Wasser sein :-). Das erste Getränk nach Wuppertal….leider kommen wir keinen Meter weiter und müssen nun Ingrid und Hanno anrufen und sie bitten, uns zur Unterkunft zu geleiten. Wo wir jetzt gerade sind ?? …Öhm…wo ist denn hier ein Straßenname …na wenigstens hat die Pizzeria ja nen Namen.

Mittlerweile ist es schon 21 Uhr , sehr schön warm und endlich , da kommen sie angefahren. Wir fahren hinterher und tatsächlich, diese enge steile Gasse inmitten von Gargnano hätten wir niemals allein gefunden. Nun müssen wir diesem Schlüsselkasten vor dem Haus nur noch den richtigen Code verpassen und schon kämen wir ins Haus… auch das zieht sich schwierig, vielleicht sind wir jetzt auch einfach nur hungrig, müde und durstig und ungeduldig und nicht zu vergessen, Knuffi ist verletzt! Wir schmeissen die Koffer ins Haus und gehen sofort zusammen an den See, sehen die Lichter glitzern von gegenüber, der Vollmond schickt seinen hellen Schein auf den See und wir plaudern noch lange und …übrigens , was wir im Laufe des Abends noch erfahren….Montags nachmittags haben alle Tankstellen geschlossen…heute IST Montag! Wie kann ein einziger Tag so erlebnisreich sein ??? Jetzt haben wir es ja geschafft und so verabreden wir uns schon für den nächsten Tag zum Golfen in Zuino.

Das Golfen hier gleicht einer Bergwanderung unter erschwerten Bedingungen , puh, dann schleppen wir unsere Bags, statt dass ein Caddy die zieht und schiebt…ein mittlerer Kraftakt und Knuff jault nach ein paar Löchern schon vor Schmerzen an dem Finger.

Zum Abschluss der heutigen Golfrunde ist die linke Oberhand dick geschwollen, na prima, da scheint dann doch wohl mehr kaputt gegangen zu sein.

Es ist richtig schön warm, herrlich und so verabreden wir uns für abends im Dorf in einem Restaurant, das in eine Gasse gefügt ist und das Gemäuer wird die Tageshitze noch abgeben zur Nacht!

Unsere Unterkunft ist prima , ein Parkplatz vor der Türe und mit Blick auf den See.

Hier waren wir sehr lecker essen, wenn auch etwas zu teuer. Hier zu leben ist schon eine andere Hausnummer, in keiner Weise  mit den Lebenshaltungskosten in Thailand zu vergleichen. Aber schön isses schon :-)

Zum Beispiel so etwas, ein gespritztes Getränk am Nachmittag am See und die kleinen Essenssachen werden dazu serviert , einfach nett und lecker.

…oder eine kleine Törtchenauswahl  gefällig ??

Wir hätten dann auch das geeignete Wohnobjekt gefunden, das Haus am See :-) , mit direktem Zugang zum See

Am nächsten Tag erkunden wir gemeinsam ein wenig die nähere Umgebung und besuchen auch einen typischen italienischen Markt. Genau so , wie ich es von früher her kenne, man bekommt fast alles und unsere wertvollsten Andenken werden der Parmesan, die Salami und die getrockneten Steinpilze sein. Was duftet das alles und wir probieren natürlich die verschiedenen Sorten .

Den Männern ist es langweilig und wir Frauen gehen alleine weiter und plötzlich..ich glaub ich seh nicht richtig, diese Frau sieht sowas von genau wie Anita von der Pazifik -High aus, jetzt kommt sie auf mich zu und grüßt nicht. Dann MUSS es eine Doppelgängerin sein, unglaublich. Ich schleiche mich an und fotografiere sie heimlich…

Anita ist jünger , aber die Ähnlichkeit ist einfach irre…

Den letzten der 3 vollen Tage verbringen wir noch einmal auf dem Golfplatz und leider zieht am Nachmittag ein kräftiges Gewitter auf und es beginnt zu schütten und zu krachen. Damit hat sich dann wohl auch das heiße Sommerwetter am Gardasee verabschiedet, denn wie wir jetzt hören, sind die Temperaturen deutlich nach unten gegangen. Haben wir Glück gehabt!! Auch hier war es toll und so war unser Urlaub rundherum gelungen!! Hier auch ein lieber Dank an Ingrid und Hanno, die uns ” gerettet ” haben :-)

Genug geschrieben, ihr Armen müsst das ja alles lesen…nee…müsst ihr ja gar nicht :-), nur wenn ihr wollt !!!