Archiv Februar, 2016

Weiterfahrt verschoben…

27. Februar 2016 bisher seit Bali 817 Meilen geschafft..

…weil zum einen der Wind doch stärker vorhergesagt war und wir nur gegenan hätten bolzen müssen und Diesel verblasen würden….

und zum anderen stören Parasiten die Weiterfahrt….Wie meine Beine sich nun entwickelt haben, bzw die wunden Stellen aussehen, erspare ich dem geneigten Leser hier, um keine Übelkeit hervorzurufen. Ich ekel mich schon vor mir selbst und das sollte reichen…So ein schöner Platz eigentlich hier, man könnte lecker an Land essen gehen, man kann schnorcheln, man kann kleine Inselchen besuchen oder zum Leuchtturm fahren…nur Frau kann nicht :-( und leidet. Heute nun mit vereinten Kräften, Thomas und Knuff als Operateure, Lisa als Schwester, Tupfer bitte und ich als armer Patient …

Wenn die tote Haut sich ablöst und mit Desinfektion abgerieben wird…ach tut das gut …

Mit vereinten Kräften wird hochkonzentriert an meinen Pfötchen gewerkelt….

Lach mal, sagt Lisa, nur so fürs Foto der Homepage….jaja, wer den Spott hat…Unterdessen hat Christine von der Gipsy4 den Kontakt zu Didier von der Hana Iti hergestellt und die Fotos weitergeleitet. Dieser widerum hat einen befreundeten Dermatologen hinzugezogen, Fazit, Parasiten sind es, nur welche? Also auf jeden Fall Antibiotikum einnehmen ( mach ich schon seit gestern früh ) antisepische Creme darüber und nun 3 der schlimmsten Stellen mit Butter bedecken, 24 Stunden mit Klarsichtfolie abdecken und der Parasit sollte sich dann blicken lassen. Ob meine Laune leidet ? Jaaaa, tut sie und der arme Knuff muss es aushalten,sorry ! Aber warum immer ich mit so einem Sch….? Seit Tagen ist es unmöglich das Schiff zu verlassen…heute aber bringen sie mir was zu essen mit von Land und morgen müssen wir weiter…sagt der Wetterbericht ! Also hier meinen herzlichen Dank an meine Helferlein , an Christine,an Didier, der sagt, da bringt er mich schon durch und natürlich an Thomas , Knuff und Lisa,denen es nicht zu eklig war, mich zu behandeln . Ich hoffe nun wirklich, dass es bald besser wird….

Glück und Pech…

25. Februar 2016 aktuelle Temperatur 27 Grad, heute Dauerregen und elender Schwell vor

Belitung

…liegen wie immer dicht beieinander.

Wir haben so sehr die Daumen gedrückt, dass der Zyklon Winston es sich anders überlegt und nicht Kurs auf Fiji nimmt, doch nun ist es doch passiert und wir sehen die furchtbaren Bilder im Internet. Wir lesen, dass Winston der stärkste Wirbelsturm war, der je auf der Südhalbkugel registriert wurde und der erste Sturm der höchsten Kategorie 5, der jemals auf Fiji traf. Bisher sollen es schon 42 Tote sein und sicher ist das noch nicht das Ende…

Genau vor einem Jahr hatten wir so eine lustige und ruhige Zeit in Savusavu und nun liegen viele der auch uns bekannten Schiffe an Land und sind zum Teil wahrscheinlich nicht mehr zu retten. Wir denken an euch alle auf Fiji und sind dankbar, zur rechten Zeit den Pazifik verlassen zu haben! Wer interessiert ist, kann auf der Homepage der Sy-Yabyum über die Geschehnisse in Savusavu lesen…www.sailyabyum.blogspot.com.au

Wir sind mit Ervan vom Beach Warung zur Immigration gefahren und haben uns dort mit Mr. Joni getroffen. Pünktlich um 9 Uhr kam er ins Office, nahm unsere Pässe und machte sich kundig.

Wir beobachten hier ein wenig die Szenerie ; da kommt ein älterer Mann rein, gibt allen die Hand , sagt freundlich guten Morgen ( selamat pagi ) und setzt sich…

Die Freundlichkeit hier ist klasse! Mr. Joni kommt nach einiger Zeit wieder und erklärt uns, dass wir nicht verlängern müssen. Unser Visa gilt ab Einreise Bali 60 Tage und nicht, wie wir angenommen haben, dass unser eingeklebtes Visa , was in Berlin erstellt wurde,am 9. März abläuft. Dann haben wir ja jetzt noch 10 Tage mehr um bis Nongsa Point zu kommen , prima und das können wir dann in Ruhe mit der Nespuck machen, die in der Nacht dann endlich auch hier angekommen sind.

Am Tag vorher, als das Wetter noch toll war, sind wir auf die Miniinsel vor uns gefahren und haben einen kleinen Spaziergang gemacht. Viel gibt es nicht zu sehen, dafür aber trotzdem spektakulär, wie diese dicken Granitblöcke sich hier stapeln, als ob Obelix aufgeräumt hätte :-)

Vor 3 Tagen lasse ich mich früher an Land bringen und will meine neu geschnitzten Wanderstöcke ausprobieren. Damit läuft es sich ja prima, denke ich so bei mir, ich bin happy und mache dann auch gleich einen ausgedehnten Spaziergang am Sandstrand.  Auf dem Rückweg dämmert es schon und Knuffi kommt mir auch schon entgegen und wir gehen gemeinsam ein leckkeres Fischchen essen.

Etwa 24 Stunden später fangen die Beine und der Rücken zum Teil heftig an zu jucken und es zeigen sich erste verdächtige Quaddeln. An dem Abend geht es ja noch alles, aber nochmal 24 Stunden später sind zum platzen berstende Blasen entstanden und der Juckreiz ist unerträglich und an Nachtschlaf ist nicht zu denken. Da sind die Windpocken, die ich als Erwachsene mal hatte, ein Fliegenschiss gegen, unfassbar! Offensichtlich und es wird mir nun auch noch bestätigt, bin ich einem Überfall von Strandflöhen erlegen….mittlerweile sind nun die Blasen geplatzt, es trieft und einiges scheint sich entzünden zu wollen, ich könnte mich fast vor mir sebst ekeln :-(. Da wir gestern ein Auto gemietet hatten ( 300000 Rupiah pro Tag ), haben wir einen Stopp in einer kleinen Klinik eingelegt. Untersuchung plus Medikamente, antibiotische Creme und Antibiotika zum Einnehmen, falls Entzündungen kommen, alles zusammen ergibt eine Rechnung von 6 Euro….wow!!

Nun hat es angefangen zu regnen und wir huschen unter den Dächern von Geschäft zu Geschäft, finden unsinniges und brauchbares ( Leinwände :-) ) und beenden den Stadtgang mit einem Essen in einem Lokal, was uns von dem hier lebenden Engländer Abdul empfohlen wurde. Es gibt Peking Ente, ne 1/4 Ente für 3 Euro, ne 1/2 Ente für 6 Euro …wir essen alle eine viertel Ente und die ist wirklich lecker und es ist auch genug dran. Was war doch die Crisby Duck in Ubud ein Reinfall :-( und dann war die noch so teuer…

Auf dem Rückweg besichtigen wir noch kurz eine Werft,die die hiesigen Traditionsschiffe herstellt. Da es regnet, begnügen wir uns mit Fotos aus den Fenstern geschossen und fahren zurück zu den Schiffen. Hier warten noch die Dieselkanister gefüllt auf den Transport zurück und wir vier müssen mit unseren Einkäufen auch irgendwie noch da rein, passt alles nicht, Thomas muss 2mal fahren und wir werden alle pitschnass, sowohl von oben als auch von der Gischt. Die 3 verabreden sich noch mal , um zum Essen an Land zu fahren, für mich ausgeschlossen, alle Blasen sind offen und sabbern und brauchen dringend Behandlung und dann keinen Sand mehr ! Wieder Hausarrest :-(….dann gucke ich mir halt einen gaaaaaanz schönen und kitschigen Film an und mache es mir gemütlich.

Heute ist schon wieder Hausarrest angesagt, es schüttet aus Eimern, jetzt ist die Monsunzeit doch noch da leider. Ausserdem kommt eine elende Welle in die Bucht rein und macht es an Bord schön kotzig….Samstag soll es besser werden angeblich, dann wollen wir auch los. Noch etwa 330 Meilen bis zum Ausklarierungsort von Indonesien und noch 2 Nachtfahrten und dann hats damit fertig :-)

Ratte ist gefangen!!!

22.Februar 2016

Die beste Nachricht des Tages zuerst, die Ratte ist uns auf den ” Leim ” gegangen :-) !

Wir waren mit Ervan in der Stadt im Suprmarkt und haben dort Klebefallen gekauft und tatsächlich ist unser ungebetener Gast in der Nacht wieder auf Futtersuche gegangen, ist wohl seitlich auf den Pappdeckel gelatscht, festgepappt und damit umgekippt. Den Rest der Nacht ist der Kleber wohl unaufhörlich auf sie draufgelaufen und am Morgen bot sich uns ein jämmerliches Bild von der Ratte.

Eigentlich hat sie uns schon leidgetan, aber eine Ratte an Bord geht absolut nicht, das hätten ihr Mama und Papa sagen müssen ;-)

Also  Fazit, die Klebefallen scheinen das Wirksamste zu sein !

Noch etwas interessantes ist unbemerkt passiert ; der Akku von dem unbenutzen IPhone ist hochgegangen und hat das Gehäuse gesprengt. Das war nun das absolut endgültige AUS dieses IPhones .

Nun haben wir das Problem gelöst und entspannen uns bei einem ersten Spaziergang auf Belitung, puderweißer Sandstrand und klares, warmes Wasser hier.

Gisela berichtete, genießt das Wasser hier, es wird lange nicht mehr so sauberes Wasser geben, denn leider ist zu beobachten, das viel vom Müll einfach im Meer landet…

Leider ist das Wetter sehr unbeständig und Wind stets von West, genau aus der Richtung, in die wir weiter wollen!

Eben haben wir endlich die erlösende Nachricht von Lisa und Thomas bekommen…wir hatten sie schon längst hier erwartet, kein Funkkontakt, keine Mail..nichts..da macht man sich schließlich Sorgen.

Sie sind auf dem Weg her, haben irgendwelche Schwierigkeiten gehabt und so wird das zu einem elend langen Trip.

Hätten wir jetzt auch weiter nichts gehört, wären wir eigentlich morgen weitergefahren, denn unser Visa läuft nun auch langsam aus und das Wetter würde passen. Nun befragen wir aber doch besser Harun, ob eine Verlängerung hier möglich ist und möglichst schnell von statten gehen könnte. Dann könnten wir mit der Nespuck weiter bummeln :-) und vor allem in Ruhe hier auf sie warten.

Da hinten am Horizont sollten sie langsam mal auftauchen. Ansonsten sind wir hier alleine , es ist einfach keine Saison. Dafür aber haben wir gestern Abend an Land richtig lecker gegessen, einen großen ,ganzen Fisch gegrillt, halb spicy, halb normal, dazu Spinat ähnliches Gemüse, 2 Bier, Reis und alles für 12 Euro zusammen…dann wurde noch ein Nachtisch serviert ( fast ungenießbar :-) ) süße Linsenplempe ….so ,jetzt warten wir mal auf die Antwort der hiesigen Immigration….

Belitung

20. Februar 2016

Ankerposition  02.33.2953 S    107.40.3328 E

Szenen von unterwegs …ruhiges Meer…kein Fisch an der Angel…wir geben es langsam auf…immer nur Seegras

Diese Überfahrt war wirklich angenehm, nur nachts ( tags natürlich auch ) muss man ständig aufpassen, es sind so viele Fischerboote draussen, kleine, grosse ,alles was schwimmt ist auf dem Meer. Die unterschiedlichsten Beleuchtungen werden genutzt, irgendwie alles ohne Plan und Hauptsache bunt. Immerhin wollen hier ja auf dem weltgrößten Inselstaat 240 Millionen Menschen ernährt werden, die sich auf 17,508 Inseln verteilen.

Tags wird auch einfach auf der Jave See geankert, denn die Wassertiefen sind für uns ungewöhnlich niedrig. Manchmal auch nur 5 m, dann 8m, dann mal 3m,dann wieder 12m . Wenn dann Wind aufkommt, ist klar , dass man eine fiese kurze Welle hat, die nette Bocksprünge erlaubt :-)

Die Sonne ist aufgegangen, noch versteckt hinter einem beliebten Tierchen :-)…das ist immer wieder schön , , ,wenn die Nacht vorbei ist, der Kaffee durftet und ein neuer Tag auf See kann beginnen. Bei solchen moderaten Bedingungen versteht sich :-)

Könnte auch ein Eisberg sein, oder ?

Seit gestern 16 Uhr sind wir nun vor Belitung nach 273 Meilen, die meisten davon mit Motorunterstützung. Wir haben nochmal umgeankert und liegen nun vor tollen Felsformationen, mit Sandstränden dazwischen,endlich mal wieder tollste Natur und türkises Wasser um uns. Wassertemperaturen gut 30 Grad, aber bei den Tagestemperaturen von 35 Grad durchaus eine Abkühlung :-). Hier bleiben wir einige Tage, denn es gibt starken Westwind, die Richtung wo wir hinwollen, also warten wir einfach . Heute wird auch die Nespuck hier eintrudeln, die einen Tag später gestartet sind. Mittlerweile sind wir Getränkemäßig abgebrannt, kein Bier, kein Wein mehr, nur noch eine Buddel Rum ,die wir ins Sachen Ratte finden, noch gefunden haben. Wir hoffen hier wenigstens wieder Bier zu bekommen, Harun haben wir schon kontaktiert und wir zählen auf ihn :-), danke an Gisela von der Venus für den Kontakt!

Wer auf die Koordinaten achtet, wird bemerken, dass wir bald wieder den Äquator überqueren, diesmal in die andere Richtung und dann befinden wir uns wieder auf ” eurer ” Nordhalbkugel ! Wir schippern also zur Zeit in Äquatornähe rum, kein Wunder also, dass es nicht so viel Wind gibt. Obwohl jetzt Monsunzeit ist und es durchais mal pfeifen kann und schütten….hatte ich eigentlich mal berichtet, dass wir nachts auf der Felice oft Gemurmel hören ? Die letzte Nacht wieder so deutlich, als ob irgendwo in der Ferne eine große Versammlung murmelt…last word…die Ratte lebt noch fröhlich an Bord, leider! Alle Fangversuche sind bisher fehlgeschlagen, jeden Morgen durchsuchen wir alles und finden neue Fressspuren. Letzte Nacht war sie im Mülleimer und obwohl er mit einem Brett verschlossen war, hat sie die Tüte durchgezogen. Eine Klebefalle , lecker drapiert mit Apfel und Nutella hat sie auch ignoriert…was nun ???

Ratte an Bord

17.Februar 2016

Unterwegs von Borneo nach Belitung, ungefaehr 290 Meilen liegen vor uns,das heisst 2 Nachtfahrten! Gestern frueh oeffne ich im Cockpit die Backkiste und mir springt eine Ratte entgegen

und entwischt im Inneren der Kiste und ward seitdem nicht mehr gesehen.Bei naeheren Betrachten hat sie eine Tuete Erde in ihre Bestandteile zerlegt und eine entsprechende Sauerei veranstaltet.Also Stueck fuer Stueck ausraeumen, eigentlich stand ja was anderes auf dem Plan, aber man muss ja Prioritaeten setzen ( grrrr). Alles ist voller Erde und der Wind verteilt den Mist gleichmaessig ueberall hin.Wollten wir die sowieso aufraeumen ? Kann mich gar nicht erinnern!

Wir kriechen in alle Ecken und suchen und finden ausser den klassischen Koettelchen nichts.Da muessen Rattenfallen her, anders sehen wir gar keine Chance. Also duest Knuff mit dem Dingi los, quer ueber den stroemenden River ans Land. Dort hatten wir sowas aehnliches wie einen Baumarkt gesehen, vielleicht haben die ja sowas.Vorher suchen wir uns die richtigen Vokabeln in Indonesisch aus dem Internet,di mana saya bisa mendapatkan perangkap tikus, heisst, wo kann ich eine Rattenfalle bekommen ? Ich bleibe an Bord und kaempfe gegen den Dreck an und schaue ab und an gen Ufer und da sehe ich, dass unser Dingi mitten auf dem River treibt. Das Fernglas bestaetigt meinen Verdacht, der Motor ist out of order und Wolferl sitzt vorne auf der Dingiwulst und paddelt und paddelt und kommt nur Zentimeter um Zentimeter voran.Wenn jetzt ein dicker Frachter kommt, von denen es hier naemlich reichlich gibt, dann wirds aber brenzlich.Nach einigen bangen Minuten kommt Hilfe in Form eines Speedbootes an und schleppt ihn zur Felice.Hatte ich schon erzaehlt, dass wir schweisstreibende 35 Grad haben und sehr hohe Luftfeuchtigkeit.Da ist koerperliche Arbeit ein reines Vergnuegen !Heute scheint also nicht unser Tag zu sein !Der Motor laesst sich nicht reparieren und so ordern wir einen Mechaniker.Immerhin scheint der Pfirsichkuchen was geworden zu sein, den goennen wir uns spaeter mit Lisa und Thomas, die auch ihren Frusttag haben! Das Dingi kommt am Nachmittag repariert wieder und fuer etwa 25 Euro war das eine billige Reparatur zum Glueck.Wir verabschieden uns bis in ein paar Tagen von der Nespuck, wir wollen ja am fruehen Morgen los, das Wetter scheint fuer uns zu passen, fuer die 280 Meilen nach Belitung.Die Beiden haben noch absolut laestige Behoerdengaenge vor sich und erst dann koennen sie los.Wir stellen nun 6 Lebendfallen auf, gefuellt mit dem letzten Edamerkaese ( schnief ), aber wat mut dat mut!Besser Edamer stiften als angefressene Leitungen haben.Ach nee, musste das jetzt auch noch sein ??Am Abend kommt Andy noch kurz vorbei, sagt tschuess,nicht ohne nach Alkohol zu betteln, den es ja hier nirgends zu kaufen gibt.Wir haben auch nur noch 4 Dosen Bier , keinen Wein mehr, aber Rum haben wir noch genug,also schenken wir ihm eine grosse angebrochene Buddel Rum,hoffentlich bekommt ihm das, unsere Fische naemlich, die wir nicht fangen, kippen davon gerne aus den Flossen ! Hier in Kumai, 15 Minuten Fahrtzeit mit einem Auto, gibt es einen grossen Hypermarkt, dort konnten wir unsere Vorraete ein wenig aufstocken, nur wie gesagt, Alkohol gibt es hier leider nicht zu kaufen. Heute Nacht haben wir das erhoffte Klatsch und Peng nicht gehoert, also war die Ratte wohl schlauer.Wir starten heute am 17.2. noch vor 6 Uhr, buddeln den Anker aus dem Matsch, der sich tief eingegraben hat und fahren mit der Stroemung mit ueber 8 Knoten den Fluss hinunter.Tja , dann wollen wir mal alle Vorratskisten ausraeumen im Inneren des Schiffes.Was fuer eine elende Sauerei!Gerade eingekauft und schon angefressen,ob es die Mehltueten sind oder Chips,Kaffee oder Nudeln,Ketchup in Tueten oder Nudelsuppen und die letzte Tuete Gummibaerchen, da sind wir jetzt aber richtig sauer, ist angebissen und Gummibaerchen pflastern ihren Fressweg!Im Cockpit stehen, bzw jetzt standen, Toepfe mit Basilikum und Rosmarin, umgegraben und abgefressen,ein Flipflop ist angefressen,nichts war vor ihr sicher.Noch liegen ueberall in den Schaps Giftpillen gegen Kakerlaken auf den Boeden, hoffentlich hat sie die auch gefressen und ihr geht es jetzt saumaessig!3 Stunden Morgengymnastik liegen nun hinter mir und von der Ratte keine Spur, dafuer eine Schneise von angenagten Lebensmitteln.Sogar die Safttueten sind angenagt und tropfen nun klebrig vor sich hin.Wir haben nun umgeraeumt und in jeweils eine Vorratskiste eine Falle mit Leckerchen und Chips gestellt und die noch brauchbaren Lebensmittel so verstaut, dass Ratti nicht drankommt.Ratten koennen prima schwimmen, das haben wir schon beobachtet und so wird sie ueber die Kufen und dann vielleicht durch die Lueftungsoffnungen des Motors ins Innere gekommen sein,da ist man einfach machtlos leider ! Wir hoffen sehr, das Problem bald geloest zu bekommen ! Nun haben wir mittlerweile auch alles an Bord gehabt, wovon man so immer in den Blogs liest, von Ruesselkaefern,ueber Ameisen und Kakerlaken und nun die Ratte,nun koennen wir ueber alles mitreden ( haetten wir aber auch drauf verzichten koennen ).Wer hier nach Kumai in den River will, kann Andy anrufen, er hilft und vermittelt, von Diesel und Wasser und Muell Entsorgung bis zur Klotoktour,Telefon 085248521458

Mit einem Klotok zu den Orang Utangs auf Borneo

14. Februar 2016

Wir sind zurück an Bord der Felice nach einem sicherlich unvergessslichen Erlebnis, wenn nicht gar einem Highlight dieser Reise ! 3 Tage im Urwald , in einer verwunschenen Natur mit freilebenden Orang Utangs, die wir an ihren Fütterungsstellen sehen dürfen.

Kaum als wir hier in Kumai angekommen sind, wurden wir von einem Speedboot angefahren und als Gäste für diesen Ausflug geworben.

Er stellte sich vor als Andy, machte einen guten Eindruck auf uns, stellte sofort seine Dienste vor, Wäsche waschen, Müll entsorgen, Diesel besorgen und machte einen sehr guten Preis für 4 Personen und 3 Tage und 2 Nächte. Umgerechnet knapp 65 Euro pro Nase incl. Vollverpflegung, Eintritte für die Parks und Ranger, 4 Mann Crew an Bord,Kapitän,Köchin,Guide und Maat. Wir überlegen nicht lange und entscheiden uns für ihn, teilen Lisa und Thomas unsere Entscheidung mit und sind dann am Freitag früh in dieses Abenteuer gestartet.

Hier auf der oberen Etage werden wir wohnen, essen, quatschen,staunen und schlafen.

Alles ist sehr einfach und man darf nicht pingelig sein. Westernstyle ist es salopp gesagt :-), das Wasser für die Toilette muss man aus einem Eimer schöpfen, der mit Flusswasser gespeist wird und duschen geht aber auch, wenn der Generator angeworfen wird.

Hier und da krabbelt eine Kakerlake und ein lustiger Käfer, aber wir sind ja halt im Urwald :-)

Wir tuckern 2 Stunden den Fluss hinein und begeben uns zur ersten Fütterungsstation.

Wir sind so dicht dabei und es werden immer mehr Orang Utangs,die zur Stelle kommen.

Es kracht richtig teilweise im Wald, Äste brechen und knacken und wieder taucht so ein Urgetüm auf und bewegt sich scheinbar nur im Schneckentempo.

Bei den Temperaturen, 35 Grad haben wir sicher und eine extreme Luftfeuchtigkeit, da würden wir uns sicher auch nur langsam bewegen und dann noch mit diesem Pelzmantel an :-)

Es ist zwar keine Saison im Moment, es ist ja Regenzeit, dennoch sind einige Touristen aus allen Ländern da.

Wir schauen mindestens eine Stunde zu und staunen, was die an Mengen Bananen in sich reinschaufeln können.

Hier wird übrigens quer gegessen :-)

Offensichtlich scheint es eine strenge Ordnung zu geben, denn nicht jeder darf futtern wann er will!

Der oder die Dickste mit Kind zuerst, dann jüngere mit Kind und zum Schluss die Junggesellen oder die Jugendlichen :-)

Es gibt auch was zu trinken , wir mutmaßen das es Kokosmilch ist.

Nach und nach begeben sie sich wieder runter von der Plattform und trotten davon. Einige wittern ihren Auftritt und blockieren den Weg und stellen sich in Pose und lassen sich aus geringster Nähe fotografieren.

Ich gehöre ja zu den Mutigsten überhaupt ( hust ) und so behalte ich ihn mal lieber ganz genau im Auge , während ich lautlos und am Besten unsichtbar :-) an ihm vorbeischleiche :-)

Wow, was für ein Erlebnis, dann weiß man wieder, warum man diese Reise macht und ich mich zumindest so manchesmal unterwegs frage, was ich eigentlich hier draussen bei so einem Mistwetter verloren habe. Jetzt weiß ich´s wieder,dafür zum Beispiel, niemals sonst hätten wir das erlebt !

Wir wander zurück zu unserem Klotok, voller Eindrücke und dort wartet die Köchin mit einem Lunch auf uns.

Lunch ? Nein, das ist zu wenig ausdrucksstark, ein köstliches, liebevoll zubereitetes Mittagessen bekommen wir serviert.

Wenn man ihre Küche sieht, glaubt man nicht, was daraus entstehen kann!

Während wir uns stärken und anschliessend ein wenig Zeit für die Siesta haben, tuckert unser Klotok immer weiter hinein in den Urwald. Der Fluss wird immer enger und auch die Vegetation verändert sich.

Auch hier wird noch gewohnt, auf Stelzenhütten,wir staunen, hier ist doch nichts ausser Urwald….

Hier auf engstem Raum und ohne all die modernen Hilfsmittel entstehen all die Köstlichkeiten die sie uns serviert,bewundernswert!!

Der erste aufregende Tag im Urwald geht zu Ende. Wir haben wieder lecker gegessen und quatschen noch ein wenig und dann kommt auch schon der Kapitän und Maat und das Nachtlager wird aufgebaut!

Einfach 4 Matratzen nebeneinander, Mosquitonetze darüber und sogar Spanntücher und Kopfkissen frisch bezogen werden gereicht.

…..noch mal schnell auf´s Klööchen :-) und ab in die Kojen. Da liegen wir noch vor 9 Uhr im Bett, lauschen den Geräuschen des Urwaldes, haben den Sternenhimmel über uns , albern noch ein paar Minuten mit Lisa und Thomas über den Tag und schlummern dann selig…zirp, tschok tschok, uah, uah macht es…ist das alles aufregend, aber hier oben sind wir ja sicher und auch Schnappi das Krokodil kann uns hier oben nichts….;-)

Am nächsten Morgen, nach abenteuerlicher Dusche und gutem Frühstück tuckern wir weiter zur nächsten Station.

Wieder gehen wir etwa 20 Minuten durch den feuchtheißen Urwald, natürlich bis an die Zähne eingesprüht mit Mosquitoschutz und sehen wieder eindrückliche Szenen!!

Viele Babys sind hier dabei und wir lernen, dass die Mütter ihre Kinder 5 Jahre mit sich rumschleppen und wenn sie halt in der Zwischenzeit wieder ein Kindchen bekommen haben, wird das auch geschleppt.

Mit einer stoischen Gelassenheit ertragen die Mütter dieAlbernheiten ihrer Sprößlinge , bewundernswert !

Die Kleinen zu beobachten macht eine große Freude,obwohl mit dem Queressen der Bananen will es noch nicht so recht was werden !

Wir haben so viele Fotos gemacht, dass diese den Rahmen des Blogs sprengen würden.

Später werde ich noch Galerien einstellen für Interessierte.

Hier in Kumai haben wir noch viele andere Dinge erleben dürfen, so zB die spontane Einladung zu einer hiesigen Hochzeit.

Wir durften inmitten der Hochzeitsgesellschaft speisen und dann dem Brautpaar danken und gratulieren.

Dann sind hier diese Betonbauten, die aussehen wie Bunker, aus denen ein irre lautes und über die ganze Stadt schallendes Gezwitscher zu hören ist.

Hier brüten und nisten Schwalben, deren Nester incl einem Ei für etwa 150 Dollar pro nach China exportiert werden. Der Verzehr soll der Potenz förderlich sein und der Gesundheit dienen…na dann…

Aber aus diesen Geschichten machen wir einen gesonderten Eintrag. Für heute muss dies reichen ;-) und wie ihr raushört, ein Besuch hier lohnt sich unbedingt!!

 

Hier ein Video…….den Titel Borneo anklicken und dann sollte es klappen :-)    borneo

Auf dem Weg zum Kumai River/ Borneo

8. Februar 2016

 Dort wo die Orang Utangs leben und die wir unbedingt sehen moechten! Insgesamt liegen 165 Meilen vor uns Gestern sind wir von Bawean ( gesprochen wir Bauern nur ohne r )Sued die 20 Meilen um die Insel rum gesegelt zur Nordspitze, da wir von dort den besseren Winkel zu diesem Toern haben und ausserdem die 20 Meilen gespart haben, die uns am Ende wieder fehlen koennten. Nach der Tankaktion sind wir vier doch noch an Land und das erwies sich als echtes nettes Erlebnis.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eigentlich wollten wir nur eine ATM Maschine finden, also einen Geldautomat und dann wieder zurueckschlendern.

 

 

 

 

 

 Doch schon nach wenigen Schritten spuerten wir,dass hier wohl nie Touristen hinkommen, zumindest nicht solche Langnasen wie wir.

Sie grinsen uns alle an und wollen an jeder Ecke Fotos mit uns erstellen.Kleine Kinder werden uns in den Arm gedrueckt, Fotos geschossen und gekichert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Manche trauen sich was und beruehren uns und rennen schnell weg und erzaehlen schnell zu Hause von dem Wahnsinnserlebnis ,eine Langnase angefasst zu haben.

 

 

 

 

 

 

 

Auf unserem immer laenger werdenden Weg durchs Dorf begegnen wir einer Dame in rot, verhuellt bis auf das freie Gesicht und sie zieht uns in ihren Bann.

 Ob wir wohl mit zu ihren Schuelern kommen, ob wir Hunger haetten, ob wir muede seien, gibt uns Wasser zu trinken und laesst ihr Moped stehen und geht nun mit uns gemeinsam weiter.

 

 

 

 

 

 

 

Hocherhobenen Hauptes , telefonierend und wir hoeren Wortfetzen wie Tourist und Germany.

Jetzt fragen wir doch mal, was denn nun an uns so komisch sei, dass hier alle lachen und sie tippt allen Ernstes auf ihre Nase und zum Vergleich auf unsere Nasen.Hm, so komisch sind die doch gar nicht, oder vielleicht doch?

 

 

Da gibt es aber ganz andere Kaliber, wenn ich da so an ein paar deutsche Beruehmtheiten denke.Nun denn, wir werden zum Dorfplatz gebracht und werden zu meatbaellchen eingeladen, die aber Fischbaellchen sind. Graue, glasige und glitschige Kugeln schwimmen in einer undefinierbaren Bruehe und werden uns serviert. Tapfer wie wir sind, essen wir, aber nach 3 Baellchen, ueberragt der Wuergereiz bei mir und ich gebe auf.Die anderen 3 sind tapferer und futtern auf. Danach auf dem Dorfplatz, anderer Stand, es wird eine Decke auf den Boden gelegt, Tischchen drauf und wir duerfen uns hinsetzen und bekommen schon wieder was zu essen.

 

 

 

 

 

 Diesmal eine Art Crepes mit Ei beschmiert und auf einem heissen Stein gebraten, kann man aber essen. Dazu einen Kaffee mit Ginger…Alkohol gibt es hier nirgends, da diese Insel zu 100 Prozent Moslemisch ist. Warum nur hat der Tankwart als Danke nach einem Bintang gefragt und auch die naechtlichen Fischer , die uns ihre Fische angeboten haben, wollten Bier.Wir sitzen auf jeden Fall dort wie in einer Manege, wo man bestaunt wird, mal angefasst wird und staendig fotografiert wird.

 

 

 

Am Liebsten so, dass der oder die noch mit drauf ist.Soso, so fuehlt man sich also als Ausserirdischer, ist ja spannend! Langsam geht es der Dunkelheit entgegen und wir sollten mal allmaehlich zurueck zu den Schiffen.

Wir haben uns weit entfernt mittlerweile und das wird noch ein laengerer Marsch. Unsere nette Begleitung bietet spaeter Lisa und mir an auf ihrem Moped mitzufahren zum Ausgangspunkt. Wir nehmen dankend an ( 4 Leute auf einem Moped sind eh normal )und wir fahren duchs Dorf wie Kanevalsjecken und winken dem Volk zu.Waehrendessen die Maenner zu Fuss laufen und staendig von Maedchen angegafft werden und angetatscht werden.Am Dingi angekommen, sehen wir Horden von Jugendlichen , die unser Dingi als Trampolin nutzen oder als Badewanne oder als Sprungbrett, naja, das Cover wollte immer schon mal gesaeubert werden.

 

 

Kurz vor der Dunkelheit sind wir zurueck und jetzt zischt das Bierchen richtig.Die Nacht wird kurz, denn ab 5 Uhr kraeht der Muezin und einige andere noch, laut und deutlich ueber die Bucht und hoert gar nicht mehr auf.Viele Fotos haben wir dort auch geschossen, die muessen aber auf ihre Einstellung warten, vor morgen Nacht werden wir nicht ankommen.Das Wetter ist freundlich zur Zeit mit moderatem Wind( 15 Knoten ) aus NNW,nicht ideal, aber wir wollen ja nicht staendig uebers Wetter meckern!

Seit Mitternacht sind wir nun vor dem Kumai River und lecken unsere Wunden, wie man so schön sagt…

Aus den 165 Meilen sind dann doch 190 Meilen geworden und die waren wirklich anstrengend.

Ein Squall jagdt den nächsten und von moderatem Wind konnte auch nicht mehr die Rede sein. Wir sind wohl jetzt mitten in der Monsunzeit und nun können wir auch hier mitreden , obwohl man manche Sachen doch gar nicht selbst erleben muss, reicht doch, wenn man´s liest, oder ?? Am gestrigen Mittag kam dann noch ein lauter Alarmton des Motors, also Maschine aus und nachgucken. Ein Keilriemen ist gerissen und gut dass auch davon ( ausser Ölfiltern :-) ) genug an Bord sind, sonst wären wir jetzt aufgeschmissen   :-( Nach einer Stunde Reparatur ist wieder alles klar und wir können weiter, kurz vor dem nächsten Unwetter grad geschafft. Und seitdem schüttet und stürmt es, unglaublich und auch von der Insel Borneo bekommen wir nicht den erhofften Schutz. An der Südspitze der Insel wird es flach, nur noch 5 Meter unter den Kielen und eine fiese IJsselmeerwelle baut sich auf, wir ziehen uns erstmalig Regenzeug an, Pulli drunter und frieren trotzdem und haben Badewannenpfötchen. Noch denken wir , hier, wo es so flach ist, werden doch wohl keine Frachter fahren, falsch gedacht, da wo es besonders eng ist zum River , es schüttet und stürmt wie blöd, Sicht gleich null, sehen wir auf AIS einen Frachter aus dem River kommen, Kurs auf Felice. Ach ist das nicht schön ?? Unseren Track, den wir gefahren sind, brauchen wir nicht weiterzureichen, Zickzack her und zickzack hin :-). Dann gibt es hier, das Foto ist im vorherigen Bericht zu sehen, Schlepper, die mit der Trosse verbunden zur Barge sind und in der Dunkelheit nicht auszumachen sind und kein AIS zeigen. Sollte man zwischendurch fahren, dann war´s das, aus und vorbei . Auch solch ein Gefährt begegnet uns und leuchtet uns an mit den Scheinwerfen und zeigt, wo die Trosse ist….ach die anderen Geschichten erspare ich euch, wir legen nun das Schiffchen mal von innen trocken, da die Türen auf waren, muss ja, wie sonst kann ich Tracks verfolgen, nach oben brüllen etc…wie war das noch ? Eine Seefahrt die ist lustig, eine Seefahrt die ist ….???? Mehr Fotos noch von Bawean in der Galerie und nun gibt es Frühstück für die Hungrigen…wir haben unseren Weihnachtsspeck schon wieder weg

Szenen einer Überfahrt

6. Februar 2016

Bawean Süd  05.51.5604 S

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das mieseste Etmal von 85 Seemeilen, nur den nichtvorhergesagten Wind von stetig 20 Knoten und gerne :-) auch höher von vorn und Strömung gegen und ein Feststampfen in den Wellen. Ungemütliche Bedingungen und so haben wir die Nacht mal nicht zum Schlafen verwendet…Unsere geplante Ankunft hat sich immer mehr in die nächste Nacht verschoben und so haben wir auch den Ankerplatz verschoben und sind in den Süden von Bawean vor den Ort Sangkapura eingelaufen. Zum Glück haben wir einen Cruising Guide von hier und konnten die Wegpunkte in den Plotter übernehmen. Kurze Besprechung mit der Nespuck, die in Funkrufweite bei uns war, ja so machen wir´s, dann kriegen wir vielleicht noch eine Mütze voll Schlaf!

Solch ein Unwetter hatten wir in den 6 Jahren auf See  noch nicht, unglaubliche Wassermassen die da vom Himmel geströmt sind.

 

 

 

 

 

 

 

Um 23 Uhr sind wir in die Bucht eingefahren, stockfinstere Nacht , ein wenig unbehaglich ist einem schon ,in unbekanntes Revier bei Nacht zu fahren. Es ging aber alles gut , schnell noch ein Bierchen zischen und dann ab in einen komatösen Schlaf…dabei waren es doch nur 150 Meilen ab Pulau Raas…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ja allerdings, nach der Motorfahrt ! 200 l bitte, jep wird gemacht, der ” Tankwart ” springt ins Wasser, schwimmt zu uns , vertäut die Kanister ” seemännisch ” und mittels eines Seils erreichen sie das Lokalboot. Hier sieht das tanken etwas anders aus als zu Hause und dauert auch deutlich länger…ein halber Tag geht durch diese Aktion locker ins Land…jaha…wir haben ja Urlaub! Eine Fuhre ist schon hier und eingefüllt und dank des auch hier vorhandenen Schwells sind wir auch mal wieder Dieselpanscher und haben unser bestes Parfum aufgelegt ( würg ).  Diesel auf dem Schiffsboden macht auch alles so schön flutschig…hatte ich erwähnt , dass wir unterwegs bei den hübschen Bedingungen nachtanken mussten ?

 Die Sonne scheint jetzt endlich wieder und nachher fahren wir mal kurz an Land, vielleicht gibt was frisches zu kaufen .

Die nächste Etappe, worin wohl wieder 2 Nachtfahrten stecken, wird uns dann zu den Orang Utangs führen und dort wahrscheinlich zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Geplant sind dort 3 Tage und 2 Nächte auf einem Boot, das uns durch den Dschungel fährt, auf dem wir schlafen werden und auch verköstigt werden. Unsere Seglerfreunde, die uns voraus sind, mussten diese Tour leider ausfallen lassen, da letztes Jahr dort riesige Waldbrände waren mit hoher Rauchbelastung. Wir sind gespannt , was uns erwartet !!

 

 

 

 

Pulau Raas

4. Februar 2016

Unser Ankerplatz im Osten dieser Insel. Gute Wahl für 2 Nächte, denn hier ist kein Schwell und wir können gut schlafen und uns von der ersten Nachtfahrt erholen.

Ja die Seebeine…wo sind sie denn hin ? Auf jeden Fall gab es nicht viel Schlaf, dafür mehr Gewitter und einige Squalls :-)

Dieser Ort scheint merkwürdig zu sein…da stehen Luxusvillen auf den alten Grundplatten und bröckeln schon wieder. Ausserdem steht eine riesige Moschee im Dorf und dort wird morgens von 5 bis 6 Uhr fröhlich schief gejodelt :-(

Auf die Frage, zu den Dorfbewohnern gestellt, woher denn hier das Geld für diese tollen Häuser kommt , wird nicht geantwortet…merkwürdig…

…aber lächeln tun sie alle und sind super freundlich ! Mittlerweile sind wir schon wieder 40 Meilen weiter gen Nord-Westen motort, Wind ist da, aber auf die Nase, Mist !! Unser AIS läuft nun auch und so können wir hier sicher durch die nächste Nacht düsen, was nicht heißt, dass einer von uns beiden trotzdem  Wache schieben muss . Gerade motorhüpfend wir an einer größeren Insel vorbei, die einen Funkmast hat und so können wir mal eben von unterwegs aus den Blog bedienen.

Heute ist ein besonderer Tag in Mettmann , denn meine Mutter feiert dort ihren 88. Geburtstag und feiert  sicher heute lustig als ehemalige Karnevalsjecke :-). Ich schicke dir diesen Gruß von Bord und wünsche dir einen tollen Tag im Kreise deiner Lieben !!

Dancegroup in Lovinia

1. Februar 2016

Nach unserem Tagesausflug vorgestern machen wir uns am Abend noch einmal auf den Weg an Land und folgen der Einladung zu balinesischen Tänzen, vorgeführt von einer Kindergruppe, die von unserem Fahrer geleitet wird.

Was wir von den Kindern geboten bekommen, ist klasse und man spürt , dass sie mit Spaß und Herz dabei sind, uns ihre Traditionen zu zeigen. Die Mädchen kullern mit den Augen und fixieren das Publikum, bewegen sich graziel und wie bei den Erwachsenen, fordern die Tänzerinnen das Publikum auf, ein bisschen mit zu tanzen :-)

Es gibt ein paar Kampfeinlagen sowie kleine Schauspielszenen, hier klettert ein Junge, behend wie ein Äffchen auf einen Baum , um sich vor dem Bösen zu retten :-)

Nach einer Stunde ist der Tanz vorbei und der Junior von Jimmy fängt an auf der Gitarre zu spielen und dazu zu singen. Das ist  ja unglaublich was der Knirps uns da vorspielt und singt, komplette Texte und Songs aus unserer Zeit, Hut ab ! Unsere Mägen knurren mittlerweile laut und Jimmy ist so nett und bringt uns wieder zurück ins Dorf. Man kann ihn auch auf facebook besuchen unter putusudita .

Der nächste Tag, das Wetter ist umgeschlagen , Wind und vor allem Wellen laufen in die Bucht, dabei wollen wir doch am Abend ein letztes Mal an Land und Mahi Mahi essen, der uns in einem Warung vorgeschlagen wurde und zu solch einem niederen Preis, dass wir vier nicht nein sagen konnten :-). Wir verbringen den Tag an Bord und bauen ein aktives AIS ein, das sendet und empfängt, Vorschrift in Thailand!! Anfangs scheint Einbau und Programmierung noch relativ flott zu gehen, dann aber stockt irgendwo die Programmierung und ein unsichtbares Fehlerteufelchen hat sich eingeschlichen und so fluchen wir um die Wette…rufen zwischendurch immer wieder die Nespuck an, seht ihr uns auf dem Plotter, was seht ihr etc…na das wird noch ein wenig Nacharbeit geben.

Obwohl ich mich mit allen möglichen Ausreden versuche um das heutige Anlanden zu drücken, werde ich überstimmt und muss mit. Also machen wir uns fast nackisch…falls wir mit der auflaufenden Welle kentern sollten. Coole Aussichten wenn man essen gehen möchte….so sitzen wir , Lisa, Thomas, Knuff und ich also äußerst leicht bekleidet im Dingi und hoffen auf die perfekte Welle, die uns an Land trägt :-)

In diesem Warung gabs den Fisch und ein Blick in die Küche zeigt den kompletten Fisch auf abenteuerliche Weise auf zwei Pfannen brutzeln. Es war übrigens köstlich und zu viert mit Getränken haben wir gerade mal 25 Euro bezahlt. Hat sich doch gelohnt an Land zu fahren und wir sind auch nicht gekentert :-)

Köstlich !!!! Heute Nachmittag verlassen wir Bali und machen uns auf den Weg nach Borneo, dort wo die Orang Utangs leben und dort wartet dann ein richtiges Abenteuer mti Urwald, wilden Affen, Übernachtungen auf Lokalbooten usw auf uns. Bis dahin haben wir noch 2 Stopps, müssen aber Nachtfahrten machen, weil das in Tagesetappen nicht gut zu schaffen ist und zu gefährlich wäre , an einer fremden Insel im Dunkeln sich ein Ankerplätzchen zu suchen. Wahrscheinlich haben wir in den nächsten Tagen dann wohl auch kein Internet, aber jetzt habt ihr ja erst mal was zu lesen :-). ….die Seebeine wachsen zögerlich …;-)