Archiv September, 2015

Medana Bay Marina

30. September 2015

Position 08,21,828S und 116,07,755 Ost

Zwei Tage haben wir uns hier gegoennt am Steg, haben 12 kg Waesche waschen lassen und die kam gestern Abend puenktlich durftend und gebuegelt zurueck und fuer den sensationellen Preis von etwa 6 Euro. Dieselkanister sind auch befuellt worden zu einem guten Preis, 10500 Rupiah, das Schiff haben wir heute in der Frueh geschrubbt und gewienert und jetzt koennen wir weiter zu den Gili Inseln,die nur 4 Meilen von hier entfernt sind.

 Gestern hatten wir den ganzen Tag ein Auto mit Fahrer fuer uns vier und sind erst in den Norden der Insel gefahren, um dort die Wasserfaelle zu sehen.

Den zweiten dahinter liegenden Wasserfall haben wir uns dann gespart, weil unser Tagesprogramm so vielseitig werden sollte, dass wir sonst gar nicht alles geschafft haetten.

Ausserdem sehen sie ja doch alle irgendwie aehnlich aus :-).

Weiter ging es zurueck zum Affenwald. Fast 1000 Hoehenmeter galt es zu fahren, fuer uns Seebaeren gab es schon richtig Druck auf die Ohren :-)

 

Ueberall flitzen die Affen rum und leider liegt sehr viel Muell rum,der die Affen auch anlockt.

Weiter ging es zu einem Tempel, der laut Tourifuehrer an Platz 2 von Lombok steht, aber gegen die Bali Tempel niemals ankommt.

Wir besichtigen ihn trotzdem und muessen uns vorher Sarongs anziehen und die Schultern bedecken.

In der Mittagshitze ganz schoen anstrengend und langsam erwacht Hunger und das uebliche, jeder muss mal irgendwo hin ;-)

 Unser netter Fahrer Nasib oder so aehnlich, bringt uns zu einem Laden und im Hinterhof gibt es Toiletten.

Tuere auf, umblicken, ups, keine Schuessel, nur ein Loch im Boden und ein Wassereimer daneben…

Oehm..achso, dahinten gibt es noch eine…Tuer auf, Licht kaputt, totale Dunkelheit und so wuesste man ja gar nicht wo das nette Bodenloch ist.

Na gut, hier wird besonders deutlich, andere Laender, andere Sitten.

Spaeter fahren wir zu einer Mall mit Supermarkt, da gibt es doch sicher was anderes….

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorbei an riesigen Feldern und Reisplantagen, wo fleissig gearbeitet wird. Es sieht genauso aus, wie man sich das vorstellt, die Huete, wie sie zuammen hocken, die Vogelscheuchen ueberall…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Minitaxis….wir finden einen großen Supermarkt und kaufen endlich mal wieder Fruechte und Gemuese und Fleisch und noch ein paar Leckereien ein. Unser Fahrer wundert sich ueber unsere Hamsterkaeufe und wir erklaeren ihm,wie selten wir einen Supermarkt haben und wie lange wir ja oft ohne Landkontakt unterwegs sind. Ach so, na da hat er heute auch was gelernt!! Im Schnelldurchgang sichten wir grob die Preise von Kleidung in einem Laden, ja das lohnt sich hier shoppen zu gehen!!

Zum Schluss sehen wir noch die groesste Moschee von Lombok und kurz danach geraten wir in eine Verkehrskontrolle und fast jedes Auto und jeder Roller wird kontrolliert.

Unser Fahrer muss 100000 Rupiah Strafe zahlen, wofuer nur ? Er ist auf jeden Fall sauer und schimpft und erklaert, dass sei fast ueblich hier.

 

 

 

Polizeikontrolle

 Mehr Bilder gibt es zu einem spaeteren Zeitpunkt.

Hier bedeutet ein Totalschaden am Auto uebrigens was anderes!

Evi kreierte diese Feststellung, hier genuegt es, wenn die Hupe kaputt ist, dann ist das ganz klar ein Fall von Totalschaden :-)

Hier wird gehupt , das ist unglaublich !

Diese Medana Marina ist sehr zuvorkommend, alles hilfsbereit, man kann guenstig essen im sailcafe, es gibt happy hour, alles prima, wenn nicht so ein elender Schwell in die Bucht reinkaeme. Die Monoschiffe die vor Anker oder an der Mooring liegen, koennen kaum schlafen. So erledigt man hier eben schnell das Noetigste und nichts wie weg,in diesem Sinne machen wir das jetzt auch !!

Gili Lawang

28. September 2015

Position 08,17,726 S und 116,41,411 Ost

 Es war ein langer Tag gestern von Medang her zu diesem Inselchen vor Lombok.

45 Seemeilen und 11 Stunden spaeter erst lagen wir mit der Frieda an diesem Traumplatz. Die Einfahrt allerdings ist mehr als tricky und wenn wir keinen Track gehabt haetten, ich glaube nicht, dass wir das noch am Abend gewagt haetten.

Zumal es noch Ebbe war und man muss trotzdem vorne Augapfelnavigation betreiben. Weiß man es denn, ob derjenige, der den Track gezeichnet hat, bei Ebbe oder bei Flut eingelaufen ist ? 

Hier passen vielleicht 3 Schiffe rein und tatsaechlich kam bei Dunkelheit noch ein schwedischer Einhandsegler rein.

 Die Sonne geht langsam unter und kein Lueftchen regt sich und so sieht das Wasser wie ein großer Spiegel aus. So schoen hatten wir es lange nicht mehr, meist waren die vorherigen Plaetze eine gute Uebung fuer einen Rodeoritt.

Bei dem Geschaukel ins Dingi steigen und an einem Boot wieder anzulanden, erfordert schon Kuenste.

Wir hoeren passende Musik, kochen uns ein Thai Curry, mit allem was der magere Kuehlschrank noch hergibt und genießen dann den folgenden Vollmond. Der ist heute besonders dick und fett, weil….Wieder beobachten wir Scharen von Flughunden inm Mondschein ,die zur Hauptinsel Lombok rueberfliegen und wahrscheinlich am naechsten Morgen den Rueckflug antreten.

Heute geht es um Lombkok herum zur Medana Marina, wieder etwa 40 Meilen, vielleicht unter Segel, vielleicht auch nur unter Motor.

Mal blaest der Wind und es geht flott voran und dann ploetzlich..pfffft..Luft raus und Flaute. Und Fische gibt es hier wohl auch nicht mehr, wir schleppen schon seit Tagen die Angel hinter uns her und nach wie vor, ausser Seegras oder ner alten Plastiktuete, nischt!!

Wie wir aus anderen Logbuechern gelesen haben, soll es in der Marina ein Lokal geben ( sabber ) und man bekommt dort die Waesche gewaschen und bekaeme sie duftend und gebuegelt ( wow ) zurueck, Diesel benoetigen wir auch und unsere Felice moechte unbedingt eine Dusche. Also sind wir dann in der Zivilisation angekommen und direkt nebenan liegen die beruehmten Gili Inseln. Die sehen wir uns dann auch mal kurz an, bevor wir nach Bali fahren. Wir liegen sowas von gut im Zeitplan, da koennen wir uns noch eine Extrazeit goennen und werden vielleicht morgen einen Tagesausflug ueber Lombok machen.

Heute hier,morgen dort…

25. September 2015    Position Kananga 08,08,448 S u 117,45,942 Ost

…so lautet die Devise momentan bei uns :-)

und so sind wir heute morgen schon wieder um 6 Uhr Anker auf gegangen, um die 45 Meilen nach Kananga zu schaffen. Nicht wirklich lohnenswert, aber man muss sich ja ein relativ geschuetztes Plaetzchen aussuchen, um die Nacht vor Anker einigermassen ruhig schlafen zu koennen. Man kann aber dem Wetter hier vertrauen, denn zur Nacht geht der Wind und der Schwell runter und wir koennen gut schlafen.

 Gestern konnten wir von Bord aus die Affenhorde am Strand rumtoben sehen.

Um anlanden zu koennen, auch hier zu schwierig, weil ein Riff davor ist.

Schade !

Zum Sundowner und zum Pizza essen laden wir Evi und Frank zu uns ein und besprechen den weiteren Weg und wann wir wo sein wollen.

Morgen steuern wir Moyo Island an, dort soll ein sehr gutes ,aber auch ein seht teures Resort sein. Gehen wir halt nur schauen und trinken das Bierchen spaeter an Bord :-)

 Der Vulkan Tambora kurz bevor die Sonne dahinter verschwindet.

Heute sind wir den ganzen Tag im Schatten dieses riesigen Vulkans gesegelt.

Man denkt schon daran, was fuer Kraefte darin schlummern…nach Stunden beobachten wir starken Qualm, oh oh , der wird doch wohl nicht ein bisschen Dampf ablassen wollen ??

Da sehen wir , dass Braende auf der Insel sind, auch nicht toll, aber fuer uns nicht gefährlich !

Das Wetter hier ist einfach nur klasse, hatten wir das schon gesagt ?

Leichter Wind, kaum Welle tags, nachts schlaeft alles ein, es kuehlt sogar ab, dass man sich zudecken kann. Alles in allem, der anstrengende Weg hat sich bis jetzt  gelohnt, man wird belohnt fuer die Muehen und im Oktober werden wir ja noch besonders belohnt :-)

Were, an der Insel Sumbawa

24. September 2015

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

An dieser Stelle sollte eigentlich jetzt ein Video sein von den Waranen auf Rinca, aber dafuer reicht das Netz dann doch nicht aus, schade ! Wir sind nun schon wieder 70 Meilen weiter gefahren, haben diese Nacht vor Were geankert ( sehr schwellig ) , dort wo ein Schiffsbaubetrieb ist. Gegenueber der Vulkan Gunung Api, der stetig arbeitet und pupst :-)

Hier sind sehr viele Kinder in der Bucht die staendig mit ihren Kanus zu den Schiffen kommen und wenn man nicht aufpasst, sind sie schon an Bord.

Sie muessen lernen nicht nur zu fordern , sondern das alles ein Geben und Nehmen ist. Wenn sie Bananen oder ähnliches mitbringen, koennen sie von uns auch was bekommen.

Aber so nach dem Motto, haste Cola, haste Money, haste Zigaretten, nein danke, dann werde ich auch lauter und verschimpfe sie mit den gelernten indonesischen Woertern ” dilarang masurk” !!! ( nicht betreten ! )

 Wir schaffen es leider nicht an Land zu gehen, um den Schiffsbau zu betrachten.

Es ist solch ein auflandiger  Schwell in der Bucht, dass wir Probleme bekommen wuerden beim Anlanden. Dann lassen wir uns lieber zu Kirschkuchen auf der Frieda einladen und es gibt ja schliesslich ueber 4 Monate Trennung viel zu berichten!!

 

Die Nacht zuvor waren wir in Gili Banta, doch auch dort drehte am Nachmittag der Wind auf Sued und flott kamen die Wellen hinterher und Rodeo reiten der Schiffe begann :-(

So, weiter geht´s, 7 Uhr, der Anker muss raus, denn 35 Meilen etwa muessen heute geschafft werden.

Hier sind Stroemungen und gestern ganz extrem, sodass wir ueber weite Teile nur noch unter 3 Knoten segeln konnten. Trotz aller gesetzter Segel und Motorunterstuetzung. Da werden 30 Meilen schnell mal zu einem sich elendig ziehenden Trip.

Heute werden wir wohl an dem Vulkan Tambora vorbeisegeln, der genau vor 200 Jahren ausgebrochen ist und fuer das Jahr ohne Sommer gesorgt hat und weltweit fuer verheerende Folgen verantwortlich war!! Damals war er 43oo m hoch und ist nach dem Ausbruch unter 3000 m gerutscht, unglaublich was in der Natur so geschieht!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stroemungen !

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

An den Kuesten der Inseln vorbeizufahren oder zu segeln, ist ein wahrer Augenschmaus!!

Im Land der Drachen

21. September 2015

Provinz Nusa Tenggara Timor

Ranger Station Rinca o8,36,347 S u 119,31,501 O

 Position 08,39,21 S und 119,42,80 Ost

Jetziger Ankerplatz, etwa 17 Meilen weiter im Norden von Komodo vor Traumkulisse und auf 5 m tuerkisem Wasser Diese und die gestrige Position ist auf unserer Navionics Karte voll auf dem land,ist aber hier normal,denn die Karten stimmen oft nicht gut. So ist es unbedingt erforderlich, hier mit den google earth Karten, die man sich in das OpenCPN Programm laden kann, zu navigieren!!

 Als wir gestern ankamen in dieser Bucht, waren noch viele Touriboote da, die alle auch die Warane sehen wollen. Hier ist eine Rangerstation und mit einem Ranger kann man eine gefuehrte Kurz oder Langtour machen,je nach Fitness.

Wir also am Nachmittag an Land,denn so wie wir vorab gehoert hatten, kauft man am Nachmittag die Tickets und kann dann ganz frueh am Morgen direkt starten.

Die Ranger waren am Steg versammelt, muede vom Tagesgeschehen und schicken uns zum Office, ein paar hundert Meter rein in den Park. Alleine ? Und wenn dann Warane da auf uns warten oder rumlungern ? Mein Schatz natuerlich mutig und mich vorantreibend, mach kein Theater, so ein Bloedsinn alles und was sonst so alles auf mich niederprasselt. Ich bin eben ein Schisser geworden, ja, geb ich ja auch zu und ausserdem sind diese Viecher doch wirklich sehr gefaehrlich!

Ich trotte also mit in Richtung Office, wir gehen durch das grosse Haupttor und sind dort ganz alleine in der Pampa und das Office ist noch ein gutes Stueck entfernt.

Tatsaechlich und in echt kommt ein Waran angetrottet, ein Kerlchen von beachtlicher und angsteinfloessender Groesse.

 Wortwechsel, ich,nix da, komm jetzt, zurueck zum Dock, Knuff, stell dich nicht so an,der hat heute bestimmt schon einen Touri gefressen, wir muessen doch die Tickets kaufen,ich, kannste auch alleine machen, hier hast du Kamera und viel Glueck und ich lege meine Bestzeit im 500 m Lauf hin, zurueck zu den mueden Rangern.

 Dort warte ich und erzaehle denen, dass da ein kapitaler Waran allein unterwegs auf dem Weg war, ja und wo ist dein husband jetzt , so die Frage.

Oehm, ja , er spielt gerade Held und kommt hoffentlich bald zurueck.

Also irgendwie ist das Leben ganz schon aufregend in der letzten Zeit. Alles ist gut gegangen, logo und wir haben einen Guide fuer den naechsten Morgen um 7 Uhr. Mittlerweile sind wir alleine in der Bucht, zumindest eine Stunde,denn da kommen noch 3 Yachten an und die haben alle die verraeterische Fahne der sail Indonesia. So haben wir die also nun auch erreicht.

 Noch ein paar Worte zu Komodo und den Waranen. Seit 1991 gehoeren die Parks auf Rinja und Komodo zum Weltkulturerbe und sie sind die Heimat der groessten und gefaehrlichsten Warane der Welt.Sie erreichen eine Groesse von ueber 3 m und paaren sich erst im Alter von 7 ( Weibchen ) und 8 Jahren ( Maennchen ) und legen etwa 30 Eier, wovon vielleicht nur 3 Babys ueberleben. Denn die Warane sind Kannibalen und fressen gerne ihre Kinderchen so als kleinen Snack zwischendurch auf.Deshalb leben die Babys in den ersten 3 Jahren vorwiegend auf Baeumen und ernaehren sich von Voegeln, Insekten etc

Die Komodowarane haben im Unterkiefer Giftdruesen und es reicht ein Biss in das Bein eines grossen Tieres zum Beispiel, dem Wasserbueffel, aus. Danach verfolgen sie das gebissene Tier in aller Ruhe und warten etwa 3 Tage, bis es elendig verendet.Ganz schoen raffiniert, da denkt sich so ein Bueffel,ha du bloede Echse, nicht gekriegt und merkt gar nicht, dass das Todesurteil schon gesprochen wurde.

 Nun aber beginnt unsere aufregende Tour durch den Park,Kosten fuer uns beide incl Ankergebuehr rund 40 Euro.

 Schom um halb sieben in der Fruehe sind wir an Land und unser Guide wartet schon auf uns und los geht die Tour…

 Sobald es gutes Internet gibt, gibt es viele Fotos von dem Tag!

 

 

Den heutigen Abend werden wir besonders geniessen und freuen uns riesig, denn wir haben Evi und Frank eingeholt und werden die naechsten Etappen bis Bali gemeinsam machen, wie schoen!!

Bajo Hafenort

20. September 2015

Unser Taxiboot ist nicht gekommen, dann scheinen sie das Geld dann doch hier nicht so noetig zu haben. Hier gibt es ja Tourismus zu den Komodoinseln und vielleicht war eine lukrativere Fahrt angesagt. So haben wir uns dann mit der Felice vor den Ort Bajo verlegt, etwas noerdlicher vom Eco Resort und liegen nun inmitten der abenteuerlichsten Boote :-)

 Mit dem Dingi anlanden ist auch hier wieder ein Abenteuer und geht nur am Fischmarkt.

Ansonsten faellt naemlich  alles trocken und man macht bei der Rueckkehr ein ganz dummes Gesicht ;-)

 

 

 

 

 

Wir also los in die Stadt, schon ein wenig vorinformiert durch Evi und wenn wir nicht schon so viel gesehen haetten auf der Welt, spaetestens jetzt haetten wir unseren Kulturschock erhalten !

 

 Hier hinauf geht es also in die Stadt und zum Markt und…Aha !!

 

 

 

 

 

 

 

Bloss nicht in die Hafenfischguelle fallen ist die Devise!!

 Da haben sie aber einen feinen Fisch gefangen,wow!!

Wir finden in der Stadt ein italienisches Restaurant in der ersten Etage und dort setzen wir uns zur Mittagszeit hin und wollen eine Kleinigkeit essen.

Es gibt Prosecco , ist schon fuer mich bestellt und Carpaccio mit gehobeltem Parmesan auf Ruccolabett. Fuer Knuff warmen Octopus auf Kartoffelbett und ein Bierchen, ja das ist doch mal feines und die Preise sind auch klasse niedrig, dafuer die Qualitaet heute spitze !!

 

 

 

 Mehr Bilder gibt es in der Galerie und wir fahren jetzt zu den Komodo Inseln ins Land der wilden Drachen :-).

Nur nicht beissen lassen, denn das kann toedlich enden…aber davon berichte ich dann, wenn wir das Erlebnis Drachenwelt erfolgreich hinter uns haben :-)

 

 

 

 

Labuhan Bajo

19. September 2015

Ankerplatz vor dem Eco Resort 08,31,0920 S u 119,52,0442 Ost

Die Indonesier segeln auch und vor der imposanten Kulisse sieht das toll aus!

Wir haben uns kurz entschieden gestern, die laengere Etappe doch zu machen und so Komodo naeher zu kommen.

Ausserdem brauchen wir mal wieder dringend einen Supermarkt und Diesel waere auch nicht schlecht. Man muss schon viel Motoren hier !

 

 

So wird hier getankt !

 

 Die boatboys kamen an, noch ehe der Anker unten war und mit Visitenkarten anderer Segler in der Hand, um zu dokumentieren, dass sie nur helfen wollen und ok sind.

Unter anderem sehen wir eine Visitenkarte der Segelyacht Aspasia, lustig, mit ihnen waren wir in Curacao mal eine Zeit zusammen.

Wir handeln den Preis von 15000 Rupiah auf 12000 Rupiah runter, 11000 ist der normale Seglerpreis und hier werden wir ja direkt an Bord beliefert, ok, jeder soll sein Geschaeft machen!

 Mit diesem Taxiboot werden wir nachher in die Stadt knattern und unsere Sachen einkaufen, damit wir bis Bali nicht verhungern und verdursten.

Wenn wir zeitig genug zurueck sind, werden wir noch Anker auf gehen und ins Land der Drachen fahren. Dann koennten wir noch heute einen Termin mit den Rangern klar machen , um morgen in aller Fruehe auf Waransuche zu gehen.

Wer interessiert ist, kann die Warane ueber Google mal suchen und darueber lesen, absolut spannend. Aber ich werde sicher auch ein wenig an dieser Stelle spaeter berichten.

 Am Nachmittag sind wir mit dem Dingi rueber an Land ins Eco Resort , um dort eine Kleinigkeit zu essen.

Preise um die 3 Euro, aber die Qualitaet war leider auch gering :-(

Wir koennten hier die Waesche abgeben, aber dann muessten wir noch laenger hier bleiben, also muss das noch warten.

Um an Land zu gehen, hier unbedingt die Gezeiten beachten, ansonsten haengt man an der Sandbank fest und sieht sein Schiffchen draussen schwojen und man kommt nicht zurueck :-)

 Was wohl passiert, wenn man einen Drachen kuesst ??

In Savusavu hab ich das mit nem Frosch probiert, aber der Erfolg blieb auch da aus :-).

So , nun werden wir gleich abgeholt um unsere Einkaeufe zu taetigen und auf den Komodo Inseln soll es wohl nur selten Internet geben. Schaun wir mal !

 

 

 

 Gestern hatten wir den ersten Regenschauer seit 10 Wochen mindestens, fuehlte sich fast fremd an.

Wie wird sich dann wohl Schnee fuer uns anfuehlen in diesem Jahr ???

Letzte Station auf Flores

18. September 2015

Gestern kam an Mittag Wind auf, der doch tatsaechlich bis 22 Knoten raufging und bloederweise fuer die Nacht kraeftig Schwell in die Bucht liess. Unser Ankerplatz letzte Nacht, Inca Village 08,16,6616 S und 120,24,3151 O. Bei Wind nicht zu empfehlen,da Schwell reinlaeuft, ausserdem fuer den Segler ja nicht unwichtig,kein Internet und nichts an Land,wo es sich lohnen wuerde, das Dingi runter zu lassen.

Also nur ein Stopp, der nach 44 Meilen gestern auch gerne genommen wurde. Heute nun wieder noch vor 6 Uhr Anker auf und weiter zum Ankerplatz Gili Bodo,ein Mini Inselchen vor Flores. Morgen dann weiter zum Eco Resort,wo wir an Land koennen, um einzukaufen und vielleicht erbarmt sich einer im Resort unerer Waesche. Ansonsten heute wieder fast windstill und heiss, die Fische beissen auch nicht an, vielleicht liegt es an dem Dreck,der hier leider rumtreibt.Immer wieder muessen wir die Angel einholen und Plastik entfernen.

Weiter an Flores entlang

16. September 2015

Aktueller Ankerplatz heute 08,24,8832 S und 121,02,2908 Ost und 43 Meilen weiter

So richtig ausschlafen ist hier uebrigens nicht drin, da gegen halb 5 in der Fruehe der Muezin aus den Lautsprechern ueber die Buchten ruft und seine Schaefchen weckt. Nicht selten kommen noch andere Stimmen dazu und es ist ein lustiges und Durcheinander, aber an Schlaf ist dann nicht mehr zu denken. Stehen wir halt auf und umso eher sind wir dann wieder auf dem naechsten Ankerplatz und haben noch ein paar Stunden des Tages fuer uns ohne unterwegs zu sein.

In den fruehen Morgenstunden koennen wir heute sogar segeln und es ist recht frisch heute mit 24 Grad nur.

Gegen Mittag schlaeft der Wind komplett ein und wir motoren, koennen aber dann auch gut Wasser machen und unsere Tanks wieder befuellen.

Die Angel haengt wie immer draussen und tatsaechlich, ratsch macht es, die uebliche Hektik an Bord und es scheint ein gewaltiger Brocken zu sein und ein Kaempfer!

Beim Einholen sehen wir schon die gewaltigen Zaehne und nun leider zum dritten Mal haben wir einen Barracuda gefangen,Mist bloeder !

Wir holen ihn an Bord unter aller Vorsicht, entfernen den Koeder und geben ihn ins Dinghi und wollen ihn dann im naechsten Dorf verschenken und einer Familie damit eine Freude machen.

Wir trauen uns einfach nicht den zu essen, noch immer haben wir die Geschichte der Mariposa im Kopf, die sich eine ueble und sehr langwierige Vergiftung dadurch zugezogen haben.

Die Insel Flores ist riesig lang, wie lang genau, muessen wir mal nachmessen, aber auf jeden Fall ist es ein Augenschmauss daran vorbei zu fahren!

Wir sehen viele Fischerboote und einige stationaere Fangstationen, die wahrscheinlich im Dunkeln nicht zu sehen waeren.

Gegen 15 Uhr sind wir hier in der Bucht angekommen, Dinghi runter und dem erstbesten Fischer haben wir den Barracauda geschenkt. Eine kleine Familie mit Kind war an Bord und die waren total gluecklich ueber das Geschenk. Ein Meter Fisch reicht sicher fuer 2 Tage !

Hier liegen wir nun vor Anker auf 13 m Wassertiefe und hier liegt auch ein Segelschiff aus Vancouver, ein Einhandsegler, der an einem Kontakt kein Interesse hat.

Wir waren an Land, haben die interessanten Huetten betrachtet, die alle auf Stelzen stehen.Hier sehen wir auch die ersten Touristen, die wohl mit Rollern hergekommen sind.

Ein Strandlokal ist hier und wir trinken dort ein Bier zusammen und bestellen uns was zum Essen. Einfach mal mutig sein :-)

Knuff hat gegrillten Fisch mit Bratreis bestellt und fuer mich gibt es Bami Goreng mit Chicken.

 

Das ist so koestlich und bis auf die letze Nudel wird alles verputzt. Wir zahlen incl dem Bier,0,7l Bintang, umgerechnet 6 Euro :-)

 

Da macht Essen gehen fuer uns echt Spass!!

 

 Dorfansicht !

Hier ist das Internet recht zuegig und vielleicht schaffe ich es nachher noch 2 Bildergalerien einzustellen.

Ich wollte ja noch die neu erworbenen Informationen  zum Sundowner meiner Englischlehrerin weitergeben.

Die Englaender sagen immer sunset dazu und der Ausdruck Sundowner kommt eher aus dem amerikanischen und dort eher aus der sog. Chikeria.

In Australien ist es ganz anders zu deuten, die Leute dort verstehen darunter so…a tramp arriving at a sheep Station in the evening to obtain Food aand shelter ! Vielen Dank Ulrike fuer die netten Infos!

Die Sonne ist nun untergegangen, der Muezin bruellt immer noch ueber die Bucht und wir halten mit guter Musik dagegen :-).

Morgen frueh um 6 Uhr sind wir schon wieder unterwegs, wieder ein Stueck unserem Ziel Bali entgegen. Aber so weit ist ja jetzt nicht mehr, vor allem nicht mehr stressig.

Wir erfreuen uns fast stuendlich an diesem friedlichen Ozean, der sich so anders darstellt als der Pazifik, wie ist das nur moeglich ?

Flores Islands und Statistik

15. September 2015

 Unser heutiger Standort nach 43 Meilen, 08,37,0069 S und 122,13,1658 Ost

 

Hier haben wir den Anker in 15 m Wassertiefe versenkt, liegen noch ein wenig im Schwell und alles ist friedlich ansonsten. Dies ist aber nur ein Nachtplatz und an Land gehen wuerde nicht lohnen. Unsere Strategie ist nun, mit dem ersten Licht aufstehen, eben den Kaffee kochen,Motoren an und los gehts. Fruehstuecken koennen wir auch unterwegs.Segler haben wir immer noch nicht getroffen, wir sind also einsam und alleine unterwegs. Die Fische wollen auch wieder mal nicht so recht an unsere Angel,echt doof und aergerlich! Da kaufen wir Koeder und sogar ne neue Angel in Suva und trotzdem sind die Erfolge saumaessig! Ich habe nun nachts sehr viel Fuss und Wadenkraempfe,bestimmt fehlt mir was,ein Schweinefilet oder ein saftiges Rindersteak oder sabber…nee im Ernst, ich glaube das tote Wasser von unserem Wassermacher ist auf die Dauer nicht der Hit und es fehlen Mineralien. Wir segeln oder motorsegeln zur Zeit an der riesigen Insel Flores vorbei und landschaftlich ist das unglaublich schoen. Ich war frueher oft auf Fuerteventura und irgendwie erinnert mich die Kulisse daran, karg und wuestenaehnlich! Kein Wunder,denn ein solcher Wetter haben wir hier,Sonne satt,Temperaturen im Schatten 32 Grad und Luftfeuchtigkeit bis auf 43 Prozent runter,absolut toll und klasse!! Ich wollte noch ein wenig zur Statistik erzaehlen ! Am 1.Juni 15 sind wir von Fiji gestartet und haben seitdem bis zum heutigen Tag 3940 Seemeilen hinter uns gebracht. Fuer diese Meilen haben wir 3 einhalb Monate gebraucht und haben 28 durchwachte Naechte dafuer geopfert. Insgesamt seit dem Start in 2010 Warns haben wir 22720 Meilen hinter uns. Wir haben nun alle Kontinente besucht und den jetzigen gilt es genauer zu besuchen und zu geniessen ! Hatten wir schon erzaehlt,dass dies unser Wunsch und Traum von Anbeginn dieser Reise war, nach Asien mit dem eigenen Schiffchen zu kommen?? Noch immer sind wir irgendwie von der Ankommensfreude besudelt,sorry ,wenn ich mich hier wiederhole!! Wir werden nun jeden Tag etwa diese Meilen hinter uns bringen, in Komodo natuerlich einen Stopp einlegen und Drachen gucken und dort vielleicht und hoffentlich auch die Frieda wieder treffen. Jetzt gibt es den obligaten Sundowner, dazu erzaehle ich morgen mehr, denn meine Lehrerin Ulrike ,from my best english course in Wuppertal, hat dieses Wort besonders unter die Lupe genommen und die verschiedenen Landestypischen Bedeutungen erklaert. Doch davon morgen mehr, denn jetzt wird es dringend Zeit fuer denselbigen ( grins )

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