Archiv August, 2015

Bergfest und Sonne,Mond und ganz viel Sterne

31. August 2014 Etmal 110 sm

Mickriges Etmal,das heisst doch tatsaechlich,der Wind schwaechelt.In der Nacht konnten wir noch segeln, aber seit dem Mittag laeuft ein Motor mit.Die Batterien freuen sich,ebenso die Wassertanks,denn dann kann auch der Wassermacher ein paar Stunden laufen.Nachts lassen wir ja den Radar durchlaufen,dazu kommt der Autopilot und der Plotter laeuft rund um die Uhr und bei so wenig Wind schafft der Generator auch nicht viel.Aber nein,wir wollen uns nicht beklagen,denn man kann wirklich mal aufatmen,backen,kochen,PC arbeiten erledigen ohne dass einem schlecht wird oder man durch das Gewackel die Tasten nicht trifft. Der Sonnenuntergang gestern Abend war sensationell und als Kroenung gab es einen green flash,wow!Kaum war die Sonne weg,krabbelt auch schon der Volllmond hinter unserem Schiff empor und steigt roetlich beschienen noch von dem Rest Sonne empor.Das kann man nur auf dem Meer so sehen und erstmalig sassen wir zum Sundowner waehrend des Segelns vorne auf dem Trampolin,so hatten wir uns das gewuenscht! Der Mond ist fast noch da und die Sonne geht auf am Morgen,so haben wir zur Zeit keine richtige Dunkelheit,wenn man das immer nur so timen koennte,das waer cool.Als Belohnung gab es in der Fruehe auch noch ein Biss an der Angel und diesmal hatte das Kerlchen keine Chance und wurde mit dem obligaten Schnaepschen begruesst.Nun liegt rotes Thunafilet im Kuehlschrank und die eine Haelfte gibt es heute zu Abend und die andere Haelfte morgen als Thunfischsausse zu Nudeln.Ansonsten alles in bester Ordnung an Bord,keine besonderen Vorkommnisse und verbleibende 470 Meilen. Position aktuell um 17 Uhr UTC 09,42 S und 138,31 Ost.

Der indische Ozean hat uns empfangen

30.August 2015

Etmal 133 sm Gestern ,17 Uhr LT, genau nach 24 Stunden und 130 Meilen innerhalb,haben wir die Torres Strasse verlassen und segeln nun im indischen Ozean.Hoert sich cool an,oder was meint ihr dazu ?? Etwa 5 Meilen vor dem Ausgang ueberflog uns doch noch ein Flugzeug der australischen Kuestenwache und fragte nach dem woher,wohin,der Nationalitaet und dem Heimathafen.

Dicht flogen sie ueber uns weg und hatten dabei wohl den Schiffsnamen notiert und uns beim Wegfliegen dann ueber VHF angerufen.Deren Anlage ist derart kraeftig,dass wir sie zwar hoeren konnten,obwohl sie schon ausser Sichtweite waren,sie uns aber nicht mehr und so ergab sich eine Zeitlang ein einseitiges Rufen nach der Felice.Also mussten sie wieder naeher ranfliegen und dann konnten wir mit denen reden und alle Fragen beantworten.Die wichtigste Frage natuerlich,ob wir vorhaetten hier irgendwo an Land zu gehen,nein natuerlich nicht,dann sei es gut und sie wuenschen uns eine gute und sichere Weiterreise nach Indonesien.Kurz zur Erlaeuterung,dass die Torres Inseln zu Australien gehoeren und ohne Einklarierung ist es nicht erlaubt dieselbigen zu betreten. Im Ausgang der Strasse stand uns noch eine starke Stroemung engegen und dann war das auch geschafft.Wir setzten den Kurs noerdlich vom Cook Reef,dort ist das Wasser nur 5 m tief und seitdem liegt der Kurs auf Saumlaki.Bis Mitternacht hatten wir noch strammen Wind und zauselige Wellen,vielleicht auch bedingt durch die geringe Wassertiefe.Auf jeden Fall Grund genug,dass ich nochmal kraeftig das Wetter und die Wellen anschimpfen musste.Jetzt sind wir schon so weit gekommen und nun wollen wir auch endlich spueren,was es heisst,im stillen Ozean zu segeln,Donner noch mal!!Da mussten wir doch glatt wieder naechtliche Segelspielchen machen.Endlich dann,eine Stunde spaeter,Ruhe im Schiff,die Lage entspannt sich und der Wind wird fast zeitgleich weniger,seit wir die Segel gerefft hatten,wie immer !Keine weiteren Vorkommnisse die Nacht und heute ist Sonntagskaffeesegeln angesagt mit Pfirsichkuchen und Sonnenschein und guter Laune.So soll es bleiben,das waer fein.In der kommenden Nacht werden wir Bergfest haben und dann verbleiben 493 Meilen bis Saumlaki.

Rasantes Tempo durch die Torres Strasse

29. August 2015

 Etmal 137 sm Beim Eintritt in die Torres Strasse am gestrigen ,fruehen Abend,kam ploetzlich eine grosse Delfinschule zu uns und sprang lange zwischen den Kufen vergnuegt und verspielt rum.Das MUSS ein gutes Omen fuer die weitere Reise sein ! Kaum haben wir den Pazifik verlassen,werden tatsaechlich die Wellen weniger,der Wind blaest zwar noch,aber jetzt setzt unsere Felice das in Geschwindigkeit um.Wir segeln die ersten Stunden mit 8 bis 9 Knoten und das macht dann mal wirklich Spass.Leider nur blaest auch hier der Wind weiter und wir muessen unseren Kurs nach Sued aendern,um unseren Wegpunkten zu folgen,die uns den Weg durch die Inselchen und Riffe weisen.Wir haben nun etwa 80 Meilen vor uns,die wir Am Wind segeln muessen,aber leider geht das nicht anders.Uns ist keine andere Route bekannt als diese und das Rad neu erfinden wollen wir gerade hier auch nicht.Doch ohne die Wellenberge ist auch ein solcher Kurs gut zu segeln und wir rauschen durch die Nacht.Zweimal muessen wir die Hauptroute der Grossschifffahrt kreuzen und klar,genau dann ist sowohl vor uns als auch hinter uns jemand,sodass wir ganz zuegig und im rechten Winkel die Strasse queren.Fast drueben angelangt,dreht der eine bei und kommt von seiner Strasse auf unsere Strasse auf uns zu,ja spinnt der denn jetzt oder was ?? Als er uns aus der Naehe betrachten kann und unser Adrenalinspiegel stark angestiegen ist,zieht er weiter und zeigt uns seinen Hintern,Bloedmann!Das alles so nachts um ein Uhr, wo normale Menschen schlafen koennen,jau,wir sind s ja selbst schuld! Womit wir Glueck haben hier,die Stroemung ist meistens mit uns und es gibt einige Stellen hier,da zieht sie uns zusaetzlich mit 3 Knoten. Das naechste Etmal wird sicher hoch sein.Seit einiger Zeit lassen wir uns von unserer Wetterwelt auch die Stroemungsdaten mitschicken und daraus ist ersichtlich,das wir zufaellig zur genau richtigen Zeit den Einstieg gefunden haben. Wir segeln nun den ganzen Tag schon auf etwa 20m Wassertiefe und bei Sonnenschein und es sieht fast so aus,wie Segeln vor Bora Bora.Rings um uns sind Inseln,teils richtige Huegel drauf,manche sogar bewohnt und alle mit tollen weissen Sandstraenden umgeben.Fuer das Auge schoen anzusehen,fuer die Navigation anstrengend,staendig muss der Kurs kontrolliert werden oder geaendert werden.Nun haben wir noch 20 Meilen etwa und dann koennen wir auf den Raumschotkurs nach Saumlaki gehen,dann sind es etwa noch 650 Meilen bis zum Einklarieren.Noch sind wir uebrigens nicht aus der Luft kontrolliert worden,aber der Tag ist ja noch nicht rum .

Tag 2 und gleich biegen wir ein…

28.August 2015 Etmal 125 sm Uhrzeit 16 Uhr UTC Noch 18 Meilen bis

In die Torresstrasse und dann liegt der Pazifik endlich hinter uns und hinter uns liegen dann auch 11250 Pazifikmeilen von Panama,ueber Equador zu den Galapagos Inseln,weiter zu den Marquesas,Tuamotus,Franzoesisch Polynesien mit den wunderschoensten Inseln und tuerkisestem Wasser,Suwarrow,Samoa,Wallis und dann Fiji,Vanuatu,Papua Neu Guinea und nun erreichen wir einen neuen Kontinent,Asien.Irgendwie auch ein besonderer Moment,mit unserer kleinen Felice durch diese Strasse zu segeln,die gespickt ist mit Riffen und Inselchen und danach in ruhigeres Gewaesser zu kommen,dem Indischen Ozean.Alle vor uns brichten , dass die Australier aus der Luft Kontrollen fliegen und die Yachties nach dem Wohin,woher und Namen fragen werden,dass man wohl ankern darf , aber nirgends an Land gehen darf usw. Wir hatten eine mondhelle Nacht und kaum ging die Sonne unter,gingen auch die Spitzen der Wellen runter und die Nacht war eigentlich ertraeglich.2 Stoerungen gab es , Frachter die uns entgegenkamen und der eine,der nur eine Meile an uns vorbeizog.Die Lichterfuehrung war aber gut zu erkennen und auch die Daten lasen wir im AIS,Frachter KWANGI auf dem Weg nach Port Moresby, Geschindigkeit 15 Knoten.Die naechste Nacht werden wir besonders achten muessen,wir werden ein paar Mal die Hauptroute der Grossschifffahrt kreuzen muessen, uns aber ansonsten am Rande durchschleichen. Aufregend wird es allemal werden, aber davon berichten wir morgen mehr.

Wieder unterwegs

27. August 2015 Vor uns liegen wieder etwa 1000 Meilen ( grrrr ) Am gestrigen Tag hat sich die Xanadu an unsere Felice gebunden und gemeinsam haben wir dann auf den Zoll gewartet.Der wollte ja trotz des Feiertages am Nachmittag zu uns kommen,hat er zumindest versprochen. Dieses Warten und Rumsitzen macht einen narrisch,kann man noch mal eben von Bord oder nicht oder aber wir machen alles abwechselnd,echt nervig.Darueber wird es dunkel und wir schreiben die ab fuer heute und fangen an zu kochen,ein letztes Mal vor der grosssen Fahrt gibt es Schweinefilet.Das hier dermassen gut schmeckt,auf der Zunge zergeht und ausser Salz und Pfeffer nichts braucht,goettlich.Fast ist alles fertig, da klopft es am Schiff, ( 19 Uhr )der Zoll steht vor der Tuere.Klar lassen wir sie reinkommen und freuen uns auch noch,obwohl das Schweinderl doch grad fertig ist.Er entschuldigt sich immerhin mehrmals,nagut,dann fuellen wir brav wieder Zettel aus,beantworten Fragen und peng,da sitzt der Ausklarierungsstempel auch schon im Pass. Jetzt braeuchten sie nur noch Fotokopien davon,ob wir wohl einen Drucker haetten? Ja haben wir und es macht uns auch jetzt um diese Zeit gar nichts aus ( grrrrr ),alles hervorzukramen,anzuschliessen und Kopien zu erstellen.Wir lassen einfach alles so stehen und schicken den Zoll ueber unser Cockpit zur Xanadu und sie koennen ihre Kopies gerne hier machen,steht ja eh alles schon fertig da.So wirds gemacht und eine halbe Stunde spaeter sind wir alle also ausklariert und wollen dann am naechsten Tag mit dem ersten Licht los. Die Besonderheit an Port Moresby ist,dass mit zunehmendem Tag der Wind immer staerker wird uns als heftige Fallboeen den Berg hinunter faellt. Also gilt hier, der fruehe Vogel frisst den Wurm und das Ausparken aus der Marina ist stressfrei.Nach dem Prozedere des Ausklarierens hat man 24 Stunden Zeit um PNG zu verlassen. Sollte dann noch irgendetwas sein, fuellen sie wohl ohne Problem ein neues Formular mit erneuten 24 Stunden aus.Das Ganze hat mal kein Geld gekostet netterweise.Auf die Gesundheitsbehoerde warteten wir immer noch und ganz streng genommen,haetten wir die ganze Zeit nicht an Land gedurft.Ist oft schon ein ziemlich bloedes Getue mit der Klariererei. Nun denn, wir koennen es nicht aendern ! Heute frueh also halb 6 aus der Koje, Kaffee kochen und schnell schluerfen und alles fertig und klar zum Auslaufen,oehm,unsere Nachbarn schlafen noch und erst muessen die weg,wir wollen ja nicht als Zweierpaeckchen segeln gehen.Klopf klopf, good morning,time to leave,gaehn,yes and oh,so late? Mittlerweile sind wir 50 Meilen gesegelt und was meint ihr wie es ist ?? Geeeeenau,der Pazifik zeigt noch ein letztes Mal seine Beisserchen,die ersten Meilen sind wir nett mit voller Besegelung gesegelt,dann das erste Reff und das zweite folgt sogleich,ja dann nehmen wir die Genua auch noch ein wenig kleiner. Dennoch flitzen wir scheppernd uebers Wasser,( hatten wir erzaehlt,dass auf der Herfahrt einige Weinglaeser und Sherryglaeser ihr Leben verloren haben?)der Windmesser zeigt die begehrten 25 Knoten mit steigender Tendenz und entsprechend steigender Welle.Wir nehmen das Hauptsegel nun komplett runter,setzen wieder mehr Genua und schaukeln nun im Schnitt mit 6 Knoten der Torresstrasse entgegen.Ist das nicht herrlcih ? Der Pazifik hat uns wieder,aber nur noch bis morgen Abend,dann wechseln wir ueber!! Wir sind nun wieder nur auf Funk erreichbar und wie immer,ach das kennt ihr ja schon,pst,Daumen druecken bitte

Letzte Stunden in Port Moresby und Schluss mit Geld ausgeben

26.August 2015

Die Tage hier waren voll gestopft mit Aktivitaeten,die aber nichts mit Erholung zu tun haben.Jetzt aber ist alles erledigt und wir warten auf den Zoll, die uns ausklarieren sollen.Heute ist ein Feiertag hier dummerweise, doch die haben uns versprochen trotzdem heute am Nachmittag zu erscheinen.Der suedafrikanische Kat Xanadu will auch morgen frueh los und fuer 2 Boote sollte es sich doch hoffentlcih lohnen zu erscheinen!

 

 

 

 

 

 

 

Am Montag frueh sind wir mit dem Taxi zum indonesischen Konsulat gefahren, um unser Visa einzuleiten.Man nehme ein blue comfort taxi, das wartet dann vor dem Konsulat und bringt einen wieder zurueck zur Marina.

Da gerade hier in Moresby Kriminalitaet eine Rolle spielt,sind wir vorsichtig und bewegen uns ausser zum naheliegenden Supermarkt nicht zu Fuss oder steigen gar in so einen abenteuerlichen Bus ein.Abenteuer haben wir genug , da verzichten wir gerne auf weitere.So haben wir in den 20 Minuten, die die Fahrt dauert zum Konsulat, ein bisschen was von der Umgebung gesehen,aber nichts was reizen koennte. Viel Autoverkehr, viele Kontrollen auf den Strassen,wie Strassensperren aufgezogen,Autos werden rausgewunken, andere duerfen passieren,Armut auf der einen Seite mit primitivsten Huetten,auf der anderen Seite eine Brauerei,eine Shopping Mall, Hochhaeuser.

Die Menschen haben die verschiednesten Faerbungen von braun in allen Nuancen bis schwarz. Gerade diese ganz schwarzen Menschen sehen ein wenig aus wie Urvoelker,so grimmige und derbe Gesichter,mit roten Zaehnen vom Betelnusskauen,falls ueberhaupt noch welche da sind. Die Wege sind rotgesprenkelt von Betelnussspucke,ach wie lecker!Also ICH moechte niemanden davon im Dunkeln begegnen, da fuehlen wir uns in der Marina schon sehr sicher.

Port Moresby Marina koennen wir also empfehlen,hier kann man ein paar Tage gut verbringen mit Annehmlichkeiten wie warmen Duschen,Restaurant,Bar,Billard,guter Supermarkt,Internet in der Lobby oben free. Wenn nicht alles so teuer hier waere, koennte man auch ein wenig laenger bleiben.So aber erledigen wir zuegig alles und fahren weiter.

 

 

 

 

 

 

 Die Visageschichte hat uns hier nochmal 400 Kinas obenauf zu den Agentenpreisen gekostet. 120 Kinas pro Person fuer das 60 Tage Visa, 2 mal Taxifahrt je 80 Kinas. 6 Tage Marina 600 Kinas , plus Ankerwinschreparatur und schwups rinnen die Kinas durch die Haende. Verproviantieren muss auch sein fuer die naechsten 4 Wochen,oje.

Das Wetterfenster sagt uns fuer morgen noch Wind um die 20 Knoten an,Tendenz bis Samstag abnehmend ( wehe das stimmt wieder nicht ! )und nach 200 Meilen aendern wir den Kurs nach Sued,um durch die Torresstrasse zu fahren.Wir befahren am Bramble Cay die Torresstrasse und wechseln dort dann von Ozeanien nach Asien und verlassen gleichzeitig das Korallenmeer,ein Nebenmeer des Pazifiks.Dort wird die Welle und der Wind stetig runtergehen und positiven Rufen nach werden wir unterwegs mal auf dem Trampolin sitzen koennen und uns auf den neuen Kontinent und den neuen Ozean freuen koennen!Am Ende der Strasse geht es gen Nordwest etwa 650 schlappe Meilen nach Saumlaki. Wer besonders mich waehrend dieser Etappe wieder mit Mails erfreuen moechte,gerne gerne und wie immer dann nur noch ueber Funk bitte! Das Wetter hier in Papua Neu Guinea ist uebrigens der Hit,konstante 30 Grad,wolkenloser Himmel,absolut kein Tropfen Regen und ein bisschen zuviel Wind.Aber den schleppen wir ja irgendwie immer mit uns… So und nun sind wir dann mal wieder weg und unterwegs, mal sehen,wen wir das drueben alles wieder treffen,die Friedas? Die Luna Blus?Die Lazy Ladys ? Wir freuen uns auf jeden Fall auf dies und das und alles!

Papa Yankee Charlie for Felice

23. August 2015     

So lautet der Ruf zum Marina Office und somit die Frage, wo denn die Herren der Quarantaene bleiben ? Keiner weiss Bescheid , Achselzucken und uns ist es jetzt auch egal.Wir haben so viel zu tun und haben jetzt wirklich keine Lust mehr zu warten. Die gelbe Quarantaeneflagge ziert zwar immer noch unsere Felice,was solls. Die erste Nacht in der Marina an einem Quersteg sollte uns erholsamen Schlaf bringen,nach den 10 Tagen auf dem Meer.Doch falsch gedacht,ein Juengling wurde offensichtlich von der ganzen Verwandschaft verabschiedet und als lauschiges Plaetzchen haben die sich alle vor unser Schiff am Steg niedergelassen. Bis Mitternacht war es noch eine verhaltene Feier,dann aber nahm der Lautstaerkepegel mit der steigenden Promillezahl bedenklich zu und hemmungslose Gesaenge und Wasserschlachten fanden nun statt. Unsere Festmacherenden dienten als Steigleiter, um aus dem Hafenbecken wieder raus zu kommen.Muede und sauer sind wir immer mal wieder raus ,um fuer Ruhe zu sorgen,aber hoffnungslos und die Maenner konnten schon gar nicht mehr stehen und groelten nur noch.Ja wo ist denn die Marinasecurity nur? Hoert das denn keiner ? So ein Mist!Mit solch Betrunkenen wollen wir uns hier gerade in solch einem Land lieber nicht anlegen, verschliessen die Tueren und hoeren dann so gegen 5 Uhr in der Fruehe Urschreie und mit denen geht das Fest dann auch zu Ende.Wir haken das einfach mal ab unter dem Tagespunkt,wir lernen einheimische Sitten hautnah kennen.

Nun arbeiten wir hier zuegig unsere Liste ab,vordergruendig gestern,Waescheberge abarbeiten.6 Waschmaschinenladungen sind es geworden,je fuer 2 Euro etwa und im Marinagarten befinden sich zig Waescheleinen,wo unsere Waesche den halben Tag verbringt und trocknet.Das war ja mal ein erfreulich guenstiger Waschtag und so komfortabel durch die bereitgestellten Leinen. An der Rezeption muss man Dieselkarten kaufen in der Hoehe,wie man es benoetigt,also vorher berechnen. Der Diesel kostet pro Liter 2,75 Kina,also guenstig.Die Waehrung hier heisst Kina und der Wert ist 1 Euro gleich etwa 3,08 Kina. Die Marina kostet 91 Kinas,ein Bier hier kostet 6 Kinas und ein Glas Wein 15 Kinas. Also trinken wir lieber ein Bierchen.

Heute frueh haben wir mit den Karten an der Tankstelle selbstaendig unsere Kanister betankt, die Haupttanks nachgefuellt und sind nun gewappnet auf die Flauten,die da angeblich kommen sollen in Indonesien.Das glaube ich erst, wenn wir drinstecken,denn , wie koennte es auch anders sein,weht die naechsten Tage ein kraeftiger SO Wind und es wird wohl Donnerstag oder Freitag werden,dass wir hier wegkommen.Da wir jetzt an der Wasserleitung haengen,welch ein Luxus,ist heute Wasch und Putztag,obwohl es Sonntag ist.Alle Gardinen sind gewaschen,alles, was man von Hand waschen muss ist fertig,dass Schiffchen nun auch von innen entsalzt und eigentlich koennten Julia und Toni jetzt schon kommen !! Was freuen wir uns auf Bali !!!

PS dies war heute der 1007 te Bericht, den ihr von der Felice ertragen musstet :-)

Fast einklariert

21. August 2015

Das ist eine Geduldsprobe hier, das Warten auf die hohen Herren.Der Tag ging gestern fast schon zu Ende und wir hingen immer noch an der Boje und warten.Das schmaelert die Freude des Ankommens,wenn man sich dann direkt wieder aergern muss.Nach mehrmaligen Anruf im Office per VHF kam dann doch der erloesende Ruf,gleich wuerden sie zu uns an Bord kommen. Drei wichtig aussehende und GEwichtige Maenner entern also in dicken Schnuerstiefeln unsere Felice und der Mann vom Zoll,fragt,ob er sich mal im Schiff umsehen darf ? Ja klar doch, ausser ein paar Flaschen Wein zuviel haben wir ja nichts zu verbergen.Floskeln wie, schoenes Schiff,wo kommmt ihr her,habt ihr zwischendurch Halt gemacht ,habt ihr andere Schiffe gesehen und nun merke ich,der meint das ernst und will wirklich ALLES sehen. Er oeffnet jeden Schrank,was ist dies und was ist jenes,eine Tasche im Schrank, mit meinen Bikinis und Unterwaesche wollte er genau betrachten.Was ist da drin,aha, Bettwaesche und da drin? Aha,Schuhe und da usw.Das unter allen Matratzen genug Raum zum Schmuggeln waere,auf solch eine Idee scheinen die nicht zu kommen.Irgendwie ist das alles lachhaft,meine Bastelkiste wurde begutachtet,meine Bilder allerdings auch und die Baeder etc. Gegen 17 Uhr 30 waren wir fertig mit Zoll und Immigration und dann bekamen wir die Erlaubnis,in die Marina zum Essen zu gehen,wenn wir wollten.Ja klar wollen wir und so gab es Steaks mit Pommes und Salat,das hat gepasst! Nun fehlt nur noch Bio und Health Quarantaene und mittlerweile ist es Abend des naechsten Tages und die waren immer noch nicht da.Wir aber haben uns zur Lunchzeit zur Waterfront Mall geschlichen, denn um diese Stunden kommt mit Sicherheit niemand. Nur 3 Minuten fusslaeufig entfernt und wie uns versichert wird,am Tage absolut sicher. Welch eine Freude,wow,ist ja riesig der Supermarkt und was es da alles gibt ! Von Schweinefilet bis Lammkoteletts und Ente und Garnelen in allen Groessen und Fisch und…sabber.Heute machen wir nur einen Schnelldurchgang,wie gesagt,wir haben ja ein schlechtes Gewissen,aber beim naechsten Mal wird jedes Regal genauestens unter die Lupe genommen. Wir sind nun am Vormittag in die Marina gefahren und liegen aussen an einem Fingersteg mit Strom und Wasser,welch ein Luxus.Das ist die erste Marina mit allem,wie man sich das vorstellt nach Oyster Point auf St.Maarten,wo unsere Felice her ist. Durch die Info von Gisela und Uwe ( Sy-Venus ) haben wir die Telefonnummer von einem Mechaniker, der unsere Ankerwinsch reparieren kann vielleicht. Den bestelle ich mal gleich fuer heute Frueh und er und sein Kumpel ( boh hat der riesige und schmutzige Fuesse ) sind auch relativ puenktlich und zerlegen die Ankerwinsch in ihre Einzelteile.Aber Joel macht einen guten Eindruck und scheint genau zu wissen ,was er da macht.Nach 2 Stunden laeuft das Ding wieder und wir bezahlen fuer 2 Leute und 2 Arbeitsstunden rund 80 Euro,das ist fair. Wir haben uebrigens Kaiserwetter,Sonne pur seitdem wir unterwegs sind,immer um die 30 Grad,Connywetter also !! Der Wind blaest allerdings immer noch stark,da muss noch dran gearbeitet werden.Jetzt wenn man so eine bloede Passage hinter sich hat,freut man sich an allem,ist das nicht verrueckt? Der erste Eindruck von PNG erinnert uns an Marokko,irgendwie sieht es aehnlich aus,zumindest was wir von hier aus sehen koennen.Auf den Haengen rund um uns stehen teure Villen und es ist sehr trockene Luft.Ein paar Tage werden wir das Marinaleben geniessen,wir haben ja auch noch eine laengere To-Do Liste,ja und dann geht es auch schon weiter… Noch ein Wort,vielen Dank fuer eure zahlreichen und liebevollen emails, die uns auf dieser Passage erreicht haben.Das tut soooooooo gut! Dann wollen wir den Abend mal geniessen mit Prawns in Pernotsausse an Spagetti und als Vorspeise gibt es Ziegenkaese mit Honig und Baguette und einen guten Shiraz,ach,das Leben ist doch schoen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Marina Port Moresby

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein wenig aehnlich wie in Marokko

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Shoppingmall

Es sind 2 neue Galerien zu sehen in der Bildergalerie, wer Interesse hat.

Port Moresby

20. August 2015 etmal 124 sm und Gesamtmeilen dieser Etappe 1253 Meilen Nach einer etwas aufregenden Nacht durch Frachterbegegnungen,die uns fressen wollten,sind wir nun um 10 Uhr 30 Ortszeit in Port Moresby angekommen.Unser Ankerversuch draussen vor der Marina ging nicht,da unsere Ankerwinsch kaputt ist.Die Kette, die wir reingeworfen hatten,musste Knuff alles wieder per Hand einholen.Nun haengen wir innerhalb der Marina an einer Warteboje und warten auf das Einklarieren.Der Kat aus Suedafrika ist auch hier und sagte uns,das kann dauern.Na prima,wir wollen an Land,wollen uns was leckeres zum Essen holen oder ein Bierchen trinken gehen.Nun ist Geduld angesagt,doof!Hoffen wir ,dass wir hier unsere Ankerwinsch repariert bekommen,sonst wird ankern in indonesischen Gewaessern ein Kraftakt. Wir hatten die Nacht einen blinden Passagier in Form eines Toelpels,der uns grossflaechig das Schiff zugeschissen hat.Colle Mischung,erst die Salzkruste und jetzt obenauf noch das,igitt! Mehr spaeter,jetzt wollen wir erst mal zur Ruhe kommen.

Und ploetzlich ist der Wind weg

19. August 2015

 Etmal 120 sm noch 116 sm bis Port Moresby

Angeblich sollte der Wind wieder auffrischen,aber das macht er nicht,sondern brist nur leicht ueber uns und beschert uns eine ruhige Nacht und einen ruhigen und sonnigen Tag. In der Nacht werden wir entschaedigt fuer manches, durch einen Sternenhimmel,der durch kein Licht gestoert wird.Deutlich steht die Milchstrasse ueber uns,in dem das Kreuz des Suedens liegt und im Laufe der Nachtstunden langsam sich aufrichtet.Die Mondsichel scheint schon staerker auf den nun ruhigen Pazifik,will der Herr uns die letzten Meilen noch schoen gestalten ? Da,da sehe ich eine Sternschnuppe sausen und ihren Schweif hinterherziehen,schnell was wuenschen!! Zwischendurch immer mal Kontrolle der Navigation und was ist das heute ? Unser Kurs weicht kraeftig ab gen Westen und der Kursalarm hat nicht gepiept.So treffen wir uns beide mitten in der Nacht am Plotter und spielen alle Moeglichkeiten durch und finden denn auch den Grund.Beruhigt lehnen wir uns wieder zurueck.Hier an der Kueste von Papua Neu Guinea ist eine starke Stroemung,die einen mit 2 Knoten westlich druecken moechte.Guckt man sich die Karte mal genauer an,so endet hier oben ja auch der Pazifik und die gewaltigen Wassermassen prallen im Norden wahrscheinlich an die Kueste,werden umgelenkt und kommen einem wieder entgegen,irgend soetwas wird es sein,nehmen wir mal an. Es erwacht der Morgen,wir werfen die Angel wieder aus ( bis jetzt immer noch nichts ),senden und empfangen unsere emails ,was wir nur 2 mal am Tag machen.Wir haben ein begrenztes Minutenvolumen von sailmail und bei solch langen Etappen muessen wir damit haushalten,ausserdem braucht das Funken enorm viel Strom.Heute aber senden wir noch vor der normalen Zeit ,denn in der Outbox steckt eine Geburtstagsmail an meine Tochter Eva,die bei ihr an Mitternacht da sein soll !Happy birthday liebe Evi,wir stossen am Abend auf dich an! Wir sehen nun unserer Ankunft am morgigen Tag entgegen und hoffen ,dass wir nicht zu lange auf Zoll und Quarantaene warten muessen. Unsere Position um 16 Uhr UTC 10,30,46 S und 148,29,57 Ost Eben faehrt hinter uns auf unserer Kurslinie ein grosses Cargo Schiff,wir sehen ihn auf dem Ais ,allerdings erst ohne Namen.Ich rufe ihn an,wo sein Ziel ist,aha,auch Port Moresby,aber er aendert nun den Kurs deutlich um 20 Grad nach Steuerbord und zieht ruhig mit 15 Knoten Geschwindigkeit an uns vorbei.Laut AIS 149 m lang und 24 m breit und Tiefgang 8 m,damit hat er schon eine beeindruckende Groesse!

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