Archiv Juli, 2015

Nachgeklapper Fotos

31. Juli 2015

Fischi vor dem Buffet :-)

…und AUF dem Buffet :-)

Im River Matevulu auf Santo

Beeindruckende Wurzeln

Der Kapitän NOCH in Freizeitstimmung, doch bald ruft die Arbeit und er muss uns gut nach Bali bringen, ich bestehe darauf ! :-) Na gut….ich helfe ihm ein bisschen ….

Abwechslungsreiche Zeit hier

30. Jui 2015

Einen Tag spaeter kam auch die Hana Iti hier in die Bucht und nun sind wir mit 4 deutschsprechenden Crews die Mehrheit. Seit Tagen ist ansonsten auch kein Schiffswechsel mehr zu beobachten, denn es kommt schon wieder ein kraeftiges Tief von Norden auf Vanuatu zu und so bleiben wir alle hier liegen und beobachten staendig das Wettergeschehen um uns rum. Wir laden uns die Daten u. a. ueber Zygrib runter und sehr gut ist zu sehen, dass wir in einer ” Quetschzone ” liegen. Von oben kommen die Tiefs runter und von unten druecken die Hochs und wir werden gequetscht…

Zwischendrin vertreiben wir uns die Zeit mit sportlichen Aktivitaeten wie Kanufahren. Wir liehen uns am Sonntag kostenfrei die Kajaks und sind die gleiche Strecke in den River noch einmal gepaddelt, um auch die unglaubliche Ruhe des Urwaldes zu spueren und zu genießen. Heimlich picken wir uns an das Kajak von der Gipsy4 an und Christine paddelt,Ronald grinst und wir feixen :-), derweil Marie -Luce Zeit findet, diese Fotos zu schießen.

Anschließend nehmen wir am Sonntagsbrunch teil, der uns etwa 20 Euro pro Nase kostet und eben Kajaks leihen gratis dadurch.

Das Buffet ist sehr gut und reichhaltig und ein klasse Dessertbuffet, u.a.  mit Vanille und Schokoeis, rundet die Freuden ab und wir sind alle pappsatt und essen nicht einen Kruemel mehr den restlichen Tag :-). Das hat sich gelohnt und die Managerin erzaehlt, meist seien so um die 50 Gaeste Sonntags da. Zusaetzlich gibt es gute Livemusik, die Sonne scheint brav und wir sind zufrieden.

Dennoch truebt sich immer wieder erneut leicht die Stimmung, sobald wir neues Wetter laden….keine Chance hier wegzukommen :-(. Am Rande des Tiefs sehen wir leicht 50 bis 60 Knoten Wind und auf der Strecke tuermen sich meterhohe Wellen. Als wir gemeinsam mit der Hana Iti Wetter besprechen, sehen wir 8m Welle und mehr noch…zwar punktuell, aber wenn wir denn grad genau da durch kommen ??  Nee nee, das lassen wir mal lieber bleiben!!

Den naechsten Tag bleibt unsere Kueche wieder kalt, denn wir werden alle zum leckeren Pasta essen von Hana Itis eingeladen, vielen Dank mal wieder an euch :-)

Da wir unseren Aufenthalt hier wieder verlaengern muessen, fahren wir alle mit dem Leihwagen von Doerte und Frank nach Luganville rein, quetschen uns zu acht hinein und stocken mal wieder unsere Vorraete auf. Ausserdem haben wir kein Geld mehr, wenn man vorhat das Land zu verlassen, kalkuliert man ja logischerweise so, dass man am Ende vielleicht nur noch ein Erinnerungstalerchen uebrig hat.

Zum Start trinken wir alle einen Cappu im Lieblingscafe in Luganville, weil dort auch der zahme Papagei ist ( auch Liebling von Rita und Ulli ) und Star hier zu sein scheint. Er laesst sich aus dem Kaefig holen und pfeift froehlich und fast meint man, er huepft vor Freude.

Heute am 30. Juli ist Independent Day und ueberall sind Buden aufgebaut und heute wird eine große Parade stattfinden. Die aber soll angeblich schon um 8 Uhr in der Fruehe starten und das schenken wir uns. In den letzten Tagen gab es viele Festivitaeten, die wir leider verpasst haben, u. a. Rodeoreiten auf Pferden und Rindern, schade ! Wir haben nun wieder alles an Bord und der Markt hier ist recht gut bestueckt und vor allem sehr guenstig. So haben wir z. B. 5 von den koestlichen Pampelmusen fuer 90 Euro Cent bekommen :-)

Es gab schon wieder ein Abendbuffet im Resort mit Livemusik und Strandfeuer. Wir beide gehen zum Sundowner mit, werden dann aber spaeter an Bord essen und wie wir spaeter hoeren werden, haben wir eigentlich nichts verpasst ! Ausserdem wird es abends recht frisch und fuer mich als Frierhippe ist das eh dann nichts :-) !

Aktuell nun, hier schon Donnerstag, wir beide haben beim Morgenkaffee eben das Wetter besprochen und es sieht nach Entspannung aus und es koennte ein wager Abfahrtstermin fuer den Montag  werden.Unsere Freunde von der Luna Blu und von der Lazy Lady sind jetzt bestimmt schon in Indonesien, Kupang eingetroffen und ich beneide sie gluehend drum ;-). Aber wir folgen, das ist sicher und noch sind wir ja im Zeitplan A bis B  !

Man sieht sich immer zweimal…

25. Juli 2015….ist doch mein Reden :-)

Seit gestern ist auch die Gipsy4 hier am Oyster Island Resort und klar ist, sich am Abend zum Sundowner zu treffen. Es gibt ja soooooooo viel zu erzaehlen…

Spontan laedt Christine uns zu einem Zweitgetraenk ein ( hicks ) und wir gehen anschliessend hier im Resort essen. Immer verschieben wir beide irgendwelche Anlaesse auf irgendwann und so lassen wir uns heute bekochen und werden nicht enttaeuscht, es war sehr lecker!!

Sie berichten u.a. ,dass sie bei der kniffligen Einfahrt hier an einer Stelle nur noch 20 cm Wasser unter dem Kiel hatten und kurz davor waren wieder umzukehren. Zur Zeit ist Halbmond und damit das niedrigste Hochwasser am Tag hier und in etwa ein Unterschied zur naechsten Woche bei Vollmond, fehlen jetzt glatt 50 bis 60 cm auf den Korallen. Das ist schon heftig und bedarf groesster Sorgfalt bei der Navigation. Aber wenn man einmal hier drin ist, wird man belohnt mit den verschiedensten Dingen und eines davon ist eine Dingifahrt den River hoch zum Blue Hole im Matevulu River.

Wir verabreden uns fuer den naechsten Tag eine Stunde vor Hochwasser, denn auch dort gibt es Flachstellen, die bei Ebbe nicht zu befahren waeren.

Schon nach der ersten Biegung sind wir ueberwaeltigt von der Schoenheit dieser Natur. Das Flusswasser ist spiegelglatt und die tollsten Spiegelungen ergeben sich ! Ausserdem ist hier reines Suesswasser, wir befuellen wieder unsere Kanister ;-) und nehmen Waesche mit zum Waschen. Leichter geht´s nimmer !!

Am Ende des Rivers , etwa nach 1,5 Meilen, kommt eine Zahlstelle und wir muessen 500 Vat fuer das Blue Hole bezahlen. Das ist es uns aber wert und wir wussten das auch schon vorher. Wir haben alle Badesachen dabei und sind also fuer ein Bad im Blue Hole geruestet.

Obwohl die Sonne nur spaerlich scheint, leuchtet es so blau und klar, wie wir es noch nie gesehen haben. Das Hole ist sicher 10 m tief und man kann alles glasklar auf dem Grund erkennen.

Vor diesem riesigen Baum haengt eine Leine mit vielen dicken Knoten. Aha, da koennen wir ja das Dingi anknoten :-) , aber die Bedeutung ist eine andere…naemlich man kann mit dem Seil die Leiter in dem Baum hochklettern auf etwa 5 m und dann wie Tarzan oder Jane :-) hinab schwingen und sich dann ins Wasser plumpsen lassen. Da werden die Erwachsenen zu Spielkindern und  wir haben einen Riesenspaß dabei !!

Christine moechte heute nicht so hoch hinaus und macht dafuer von uns dreien Fotos und Videos. Wir vier haben diese Natur fuer uns alleine und ich glaube, wir juchzen vor Freude :-). Spaeter kommen Touristen mit dem Bus an und wir wollten  ja eh grad fahren :-) War das ein Erlebnis!!! Die Videos und ein paar mehr Bilder gibt es spaeter noch !
Auf dem Rueckweg sehen wir Kuehe, die im River baden, sich aber von uns gestoert fuehlen und schleunigst den Rueckweg antreten.
bluehole Dies ist ein Video von … Haltungsnoten werden gerne entgegengenommen :-)
Wasserspiele im Urwald….
Zum Schluss fuer die, die gar nicht so genau wissen, wo wir zur Zeit sind und wie nun unsere Reise weiter geht. ( Jetzt male ich die Karten eben selber… aetsch !! ) Die naechste Etappe wird 1250 Seemeilen betragen und geht direkt von hier nach Port Moresby in Papua Neu Guinea, siehe rot gestrichelte Linie. Dazu wollten wir eigentlich morgen aufbrechen, aber aber…der Wind ist einfach zu kraeftig auf der Route , Tendenz noch zunehmend :-(. Wir muessen also noch weiter warten….das war die schlechte Nachricht, die gute am Schluss,heute Nacht war das Internet ausreichend genug um…jaaaaa…um die Fluege nach Hause zu buchen !!

Der fast normale Alltag…

23. Juli 2015…. oder Frust am Morgen

Die Sonne scheint, es ist windig, also ein guter Zeitpunkt den Wassermacher ein Stuendchen laufen zu lassen.

In der Zwischenzeit arbeitet Knuff in seiner Lieblingsstellung und seinem Motor…

Die Wasserpumpe ist undicht und sabbert und viele Abdichtversuche waren erfolglos. So lautet ein morgendlicher Gruss nach dem Kaffee….ich hol mir mal eben meinen Frust ab.

Danach der Kontrollblick zum Wassermacher…ploetzlich schaltet er den aus, kommt zurueck ins Cockpit, schuettelt nur noch den Kopf und hadert noch, mir mitzuteilen, was jetzt wieder los ist….

Auch der Wassermacher ist ploetzlich undicht und das Wasser kommt seitlich an der MCU raus. Ja es nuetzt ja nichts, also die ganze Konstruktion auseinanderrupfen und ausbauen und auf Fehlersuche gehen.

Die MCU dieses Wassermachers von H20 hat dem Druck von 60 Bar auf Dauer nicht standgehalten und ist rausgedrueckt worden…dieses passiert nun zum zweiten Mal!!! Kein Kommentar noetig,oder ??!! Die Anlage laeuft eh schon seit Monaten, ohne dass das Teil angeschlossen ist,wohl aber,dass es als Dichtung funktioniert. Ratlos schauen wir uns an, gerade jetzt wo so eine lange Etappe noch vor uns liegt und wir dringend auf einen Wassermacher angewiesen sind…und jetzt ??  Zuerst ist Fluchen angesagt und Wut auf dieses Scheissding ! Nur gut, dass es fuer viele Dinge noch einen Plan B gibt und geht nicht, gibt es ja bekanntlich nicht und naja, hier muss ich ein kleines bisschen meinem Knuff zustimmen, warum er auch den allerletzten Mist noch aufbewahrt und sich dadurch oft mein Schimpfen  einhandelt…

In seinem Fundus befinden sich noch die alten Metallplatten, die schon einmal als Provisorium gedient hatten, damals und letztens in Panama, wo wir auf den Austausch der vorherigen kaputten MCU warten mussten. So wird das kaputte Teil rausgebrochen, damit man das buendig bekommt,einfach umgedreht, hat ja eh keine Funktion mehr und mit einer Gummiplatte und eben dieser alten Metallplatte fest gegen die Membrane verschraubt. Die Spannung steigt…alles wieder einbauen,mittlerweile haben wir da ja Uebung drin,weil ….Testlauf…es laeuft,es ist dicht,das Wasser schmeckt…nun hoffen wir , dass diese Loesung uns bis Asien erhalten bleibt. Nun stellt sich ernsthaft die Frage wofuer eigentlich diese MCU ist ? Die Anwort kennen wir nicht und wir erinnern uns an die Aussage, das haette sich eh nicht bewaehrt…AHA !

Derweil finde ich noch 2 Aepfel, die noch knackig aussehen und backe zur Belohnung einen Apfelstrudel, damit der Tag noch einen netten Tatsch bekommt :-)

Hm…es duftet lecker im Salon und mit einer Prise Lebkuchengewuerz verfeinert schmeckt der besonders gut. Doerte und Frank brausen vorbei und wollen in die Stadt, ob wir was frisches brauchen ? Jaaaaa, 2 Steaks und dann waer der Tag komplett gerettet. Als Danke werden die beiden spaeter ebenfalls mit einem Stueck Strudel belohnt :-)

Dann koennten wir doch eigentlich jetzt mal langsam starten, wenn nicht das bloede Woertchen WETTER im Wege stuende. Am Morgen sieht es in der Vorhersage noch so aus, dass wir am Samstag starten koennten, am Abend sieht alles schon wieder anders aus. Das wechselt derzeit unglaublich und das wird dann wohl noch lustig werden. Nun denn, ich hab ja genug Baldrian an Bord, dann werfe ich die dreifache Menge ein, mache mir nen Schlitz ins Kleid und find es einfach wunderbar :-).

Dennoch brauchen wir noch ein update auf unsere Lebensmittel und ich schließe mich dem Abenteuer ” Futtersuche ” ab Oyster Island , an. Zusammen mit den 3 Suedafrikanern hocken wir also zu sechst im Straßengraben und hoffen ,das jemand anhaelt und uns mit nach Luganville nimmt. Ein LKW haelt an und hat auch schon reichlich Gaeste an Bord, wir klettern ueber die Reifen nach oben, nehmen auf der voll klimatisierten Ladeflaeche Platz und genießen die ungewoehnlcihe Fahrt von 20 MInuten im rasenden Tempo. Wir unterhalten uns schreiend mit den Einheimischen, bruellen uns Gespraechsfetzen mit den anderen Seglern zu und wieder spueren wir, dass mal eben einkaufen, meist ein Abenteuer ist. Doerte scheint besonders happy zu sein, da sie ihr Haargummi vergessen hat und nun eine besondere Frisur den Rest des Tages tragen darf ( kicher ).

Wir hoeren, dass es hier im River Suesswasser gibt an einem Brunnen, der aus der Kriegszeit der Amerikaner noch hier funktioniert und Knuff faehrt derweil in den River hinein und bunkert Suesswasser…wir wollen ja unseren Wassermacher besser schonen,der scheint ja fuer den Dauergebrauch einer Weltumsegelung nicht geschaffen zu sein :-(.

Die Landschaft in dem River ist wunderschoen und es gibt noch einen weiteren River hier, den wir auch noch erkunden werden.

Oyster Island Resort

20. Juli 2015

Eigentlich sollte es hier nur ein Stopp auf dem Weg zu den Banks und Torres Inseln sein, aber die Wettervorhersage macht uns einen Strich durch die Plaene. Es kommt so viel Wind die naechsten Tage und natuerlich genau auf der Strecke, die wir besegeln wollen :-(. Als wir noch im Sueden von Vanuatu waren, sahen wir im Norden deutlich weniger Wind und haben uns schon gefreut…dumm gelaufen. Mittlerweile liegen 8 Schiffe hier in der Peterson Bay und warten auf bessere Bedingungen.

Wir haben das Resort besichtigt, am fruehen Abend mal einen Sundowner genommen ( Happy hour von 4 bis 6 pm ) und wir genießen das schoene Wetter noch. Ein Fleckchen Erde , wo sich Urlaub machen sicher lohnt. Es gibt einiges zu erleben rund um das Resort, wie in einen River einfahren oder eine Tour zur Turtle Island oder einfach mal eben nach Luganville zurueck fahren ,um neuen Proviant zu holen.

Das Taxiboot bringt einen ans Festland , dort  stehen Taxis und wenn man zurueck aufs Taxiboot moechte, einfach an die dort haengende Tauchflasche schlagen :-). Mit dieser Technik wird in den Doerfern auch zur Kirche gerufen !

Hier in der Bucht liegt auch das deutsche Schiff Elan mit Doerte und Frank, die hier PAM live in Port Vila erlebt haben und schon so lange in Vanuatu sind, dass die Tipps fuer uns haben, wie eben die Dingitour zur Turtle Island, was wir dann auch gleich gestern gemacht haben.

Ausserdem erfahren wir die Frequenz, mir der sie wohl taeglich und schon seit langem mit der Rita von der Anni-Nad funken. Wir hoeren mit rein, hoeren Rita sehr gut, sie versteht mich aber leider nicht ( heul, keiner versteht mich ;-) ), aber es ist trotzdem schoen, mal wieder ihre Stimme gehoert zu haben :-)

Der Tag geht friedlich zu Ende und wir sitzen mal wieder endlich nach  langer Zeit vorne auf dem Trampolin und bereiten uns auf die Nacht, aber erst aufs Abendessen vor !

Dann wollen wir mal gleich den naechsten Tag verplanen und den Ausflug, etwa 1,5 Meilen mit dem Dingi, zur Turtle Island machen. NOCH ist der Wind nicht da und man wiegt uns noch mit Flaute in Sicherheit . Bei viel Wind braucht man die Fahrt gar nicht zu machen, viel zu ruppig waere das sicherlich!

Wir landen problemlos an und haben die Insel nun ganz fuer uns alleine :-). Ein Fleckchen Erde , rund um einen der Pazifik und kein Mensch und zum Glueck auch kein wildes Tier stoert den Frieden. Ausserdem ist Sonntag und ein fantastischer Sonnentag, wir genießen es,spielen ein wenig mit unserem Baellchen, spielen mit den Einsiedlerkrebsen und sammeln die schoensten Muscheln und schwimmen, so wie man uns schuf..

So haette es die letzten Wochen sein duerfen…so sind wir sehr froh, dieses Fleckchen doch noch gesehen zu haben und dann bei solch tollen Wetter. Doerte und Frank erzaehlen, dass die noerdlichen Buchten noch schoener sein sollen, noch weissere Straende haben sollen, Champagnerbay…hoert sich schon verlockend an…

…aber fuer uns muss es heissen, sobald das Wetter passt, tschuess Vanuatu…wie sagt so mancher Segler ? Man kann eben nicht alles sehen ! Spaeter werden wir noch Besuch von der Elancrew haben zum Kaltgetraenk und zum Kennenlernen. Wir plaudern bis zum spaeten Abend und dabei haben wir noch gar nicht zu Abend gegessen…die beiden waren schlauer und haben vorher schon gegessen :-)

Gestern Mittag, Sonntag, gab es ein Buffet im Resort zum Lunch mit Live Musik,worauf wir dann doch verzichtet haben. Wir sind eher die Genießer einer Abendveranstaltung, die da am Donnerstag hier in Form eines Buffets ab 6 pm stattfindet. Sollten also unsere Freunde tatsaechlich hier noch auftauchen, die gestern in Luganville angekommen sind,um sich auch vor dem Wetter hier zu verstecken, dann waer das vielleicht was fuer uns alle…ansonsten, heute ist Montag und Arbeitstag, Knuff hockt wieder bei und in seinem Lieblingsmotor und wechselt die Dichtung an der Wasserpumpe, wuselt hier und wuselt dort, ich mache Bueroarbeiten, Hausarbeit usw…der ganz normale Alltag eines Seglers eben…

Ausklariert

17.Juli 2015

Standort Oyster Island Resort Vanuatu,17 Meilen noerdlich.

Die letzten Tage waren mal wieder ein wenig stressig, wie immer,bevor es auf eine grosse Reise geht.Der Ort Luganville und das Beach Front Resort waren letztendlich doch ein guter Ort,um alle Probleme zu loesen.Das Anlanden allerdings mit dem Dingi ist absolut unkomfortabel und bei auflandigem Wind fuer uns mit dem schweren Dingi fast unmoeglich.

Fuer Monoschiffe ziemlich schwellig,fuer uns nicht so schlimm.( grins,da war versteckt wieder ein Vorteil eines Kat ) Luganville bietet eine enorme Vielzahl an Hardware Geschaeften und unzaehlige Laeden,die durchweg in chinesischer und vietnamesischer Hand sind. Mit Geduld findet man in diesen chaotisch sortierten Laeden vieles.

Ein gut sortierter Supermarkt,der LCM, bietet ein gutes Sortiment, der Butcher gegenueber des Marktes hat recht gutes Fleisch und auf dem Markt verproviantieren uns mit ausreichend Pampelmusen und anderen Vitaminchen.

Wissen muss man,dass hier Lunchtime eine grosse Rolle spielt und da der Weg mal eben zurueck zum Schiff zu weit ist,machen auch wir Lunchtime im Staedtchen,oh Wunder!Noch immer plagen Wolfgang Schmerzen im Ruecken oder ist es gar eine Niere,wir wissen es nicht,aber er braucht nun viel oefter eine Sitzgelegenheit und so gibt es leckeren Cappuccino wohl im Lieblingscafe von Rita und Ulli.

Durch das Resort wurde uns problemlos unsere Gasflasche gefuellt, allerdings zu Vanuatupreisen.2050 Vats ( 19 Euro )fuer eine Fuellung,im Gegensatz Fiji eine Fuellung etwa 6 Euro. Und da sind wir schon auf der unangenehmen Seite von Vanuatu angekommen, die Preise.Wir rechnen zusammen,Immigration und Bio Security auf Aneityum knapp 10000 Vats.Eigentlich haben die beiden eher ihr Fruehstueck bei uns eingenommen,da sie von Port Vila eingeflogen kamen wegen des Cruising Ships.Dann in Port Vila, weil wir ueber 30 Tage hier bleiben wollten, eine Verlaengerung bekommen fuer 5 Monate,weniger geht nicht, um es guenstiger zu machen,pro Nase 6000 Vats.Dazu geht man in Port Vila zum Custom,weit durch die Stadt den Huegel hinauf und auf der linken Seite dann ein Minischildchen mit Custom.Weitere Gebuehren fallen hier nicht an, wissen muss man, bevor man ausklariert, dann noch ( Erhoehung !)8100 Vats fuer 30 Tage Leuchtfeuergebuehr zurueckbehaelt und fuer jeden weiteren Tag 100 Vats.Wir haben nun in Luganville ausklariert,erst geht man zum Custom am Hauptanleger,dann zum Port Master und in unserem Fall zahlt man zaehneknirschend 9200 Vats und geht zurueck zum Custom und bekommt die Unterlagen.

Auf dem Weg zurueck ins Dorf ,etwa nach 200m,kommt das blaue Gebaeude der Immigration,der Eingang befindet sich rueckwaertig, wir waren schon wieder in der Stadt ( grrr ) , bevor uns auffiel, dass wir doch schon laengst haetten da sein muessen. Also latschen wir zurueck,es war endlich mal wieder heiss und schwuel und dann klappt es.Das Immigrationschild vorne waere weggeflogen,deswegen faende man das so schlecht. Hier waere unser Tipp, man koennte das ja auch einfach auf die Hauswand pinseln,oder ? ;-)

Sei´s drum, wir haben also 31000 Vats bezahlt fuer insgesamt 41 Tage Vanuatu,umgerechnet etwa 270 Euro,wir finden das zu teuer und der nette Simon vom Custom Port Vila,meinte auch, es muesse dringend guenstiger gemacht werden fuer die Yachties.Dann druecken wir mal die Daumen fuer die uns nachfolgenden Yachten.

Wir sind nun gestern Anker auf und hoch zum Oyster Resort, diese Bucht ist ein Cyclonhole und sowas von friedlich und schoen,endlich bekommen wir zum Abschluss von Vanuatu ein Stueckchen Suedseefeeling geschenkt.Die Einfahrt ist tricky und wer mehr als wir Tiefgang hat ( wir 115 cm ), sollte diese Einfahrt nahe Hochwasser machen.Wir sind gestern noch kurz durch das Resort gelaufen,friedlich und schoen,Happy Hour gibt es auch hier und freies Internet .

Am Sonntag gibt es zum Lunch ein riesiges Buffet mit Live Musik und haetten wir das eher gewusst,dass es hier so schoen ist,waeren wir direkt her gefahren. Man kann naemlich von hier aus bequem mit dem Bus auch nach Luganville rein.Wir beobachten nun von hier aus das Wetter fuer unsere bevorstehende Reise und sehen eine miese Front ziehen,war ja klar, wenn Engelchen reisen wollen.Dann warten wir halt noch ein paar Tage.Wir werden dann wohl direkt von hier starten und nicht mehr die Banks und Torres Inseln anlaufen,zumindest so der Plan.Das Wasser ist so ruhig hier, dass meine rote Ente endlich mal wieder ins Wasser kommt,sie freut sich schon :-)

Luganville

13. Juli 2015

Für die noch Interessierten habe ich 3 neue Bildergalerien von den letzten Inseln eingestellt und hier noch das versprochene Video von dem Blumengruß zum Abschied :-)

abschiedsfeier-auf-der-felice

Einfach auf  ” Abschiedsfeier ” klicken und das Video sollte laufen,hoffe ich :-)

kavazeremonie_1 …auch dies ist ein Video

Heute werden wir versuchen die Wäsche waschen zu lassen, den gesammelten Müll seit Port Vila entsorgen lassen ( 300 Vat pro Sack ) und werden uns mal in dem Städtchen umsehen. Lange bleiben wir sicher nicht hier an diesem Ankerplatz, denn auch wir kullern hin und her.

Espiritu Santo/ Luganville

12. Juli 2015 Insgesamt wieder 72 Meilen geschafft und heute nach einem sonnigen und schoenem Segeltag liegen wir vor dem Beachfront Resort vor Luganville auf Espiritu Santo.Wir hatten den fuer unser Schiff optimalen Halbwindkurs und haben die vor uns gestartete Amel Cassiopee ueberholen koennen,die auf gleichem Kurs lief und sind glatt ne Stunde eher angekommen.Auf allen anderen Kursen laufen uns normalerweise diese Schiffe immer davon.Gestern kam in der Uri Bay ein Auslegerkanu angepaddelt und erfragte einen Tauschhandel ,Pampelmusen,Kuerbis,Kokosnuesse und Gemuese gegen T-Shirt,Stoff und Seife.Abgemacht und fast vor der Dunkelheit kamen die beiden nochmal ruebergepaddelt,bei dem Wind waren sie klatschnass aber froehlich.Zum Schluss erfragte sie noch,ob ich wohl BHs fuer sie haette ? Ich konnte ihr glaubhaft erklaeren,dass ich ihre Groesse leider nicht an Bord haette,derweil sie in bruellendes Gelaechter ausbrach.Guter Dinge,gesegnet mit ihren Wuenschen,Gott sei mit uns,verliessen sie uns wieder und noch Kusshaendchen zuwerfend. Nun hier vor dem Resort sind wir wohl nicht ganz so happy,hier muss man mit dem Dingi an dem Strand anlanden und das auch noch hochzerren.Fuer uns beide kaum schaffbar,Knuff hats im Ruecken und ich eh,na das kann ja heiter werden.Wir haben es eben getestet,sind ein paar hundert Meter dann Richtung Stadt gelaufen,wo ja eh alles heute geschlossen hat,vorbei an einem Grundstueck mit einem niedlichen, bulligen Rottweiler,der knurrend und zaehnefletschend neben uns herraste.Hoffentlich hat der Zaun,der dazu auch nicht mal besonders hoch ist,nirgends en Loch fuer den suessen Hundi.Ach Schatz,weisst du was,es ist schon spaet,wir schleichen uns einfach wieder zurueck und erholen uns an Bord von dem Segeltag…Ein bisschen ist die Ankommensfreude geschmaelert,Beachfront Resort,das hoerte sich so nett an, Service fuer Segler,machen sie ja auch,aber trotzdem…wenn jetzt auch noch viel Wind hier reinkommt,dann kommen wir zwei hier mit unserem schweren Dingi sicher nicht an Land.

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Abschied

11. Juli 2015

Unterwegs nach Uri…neenee,nicht in die Schweiz,die Bay heisst so…etwa 34 Meilen heute Seit ein paar Stunden sind nun unsere 2 Kufen alleine mit uns unterwegs,keine Gipsy4 mehr hinter oder vor uns und keine Hana Iti, die ja seit Vanuatu nun auch unsere netten Begleiter waren. Das Wetter hier auf Vanuatu frustriert uns zusehends und seit Tagen sehen wir deutliche Wetterberuhigung im Norden,dort wo wir hinwollen.So haben wir nun beschlossen,den Kurs gen Nord zu richten,haben gestern Abend die 4 Verdaechtigen zu uns zum Abschiedstrunk eingeladen und noch einmal sehr viel Spass miteinander gehabt.Unsere Anker krallten sich gestern in der Lamap Bay fest,1 Meile vor Port Sandwich, wo auch ein Hai sein Unwesen treiben soll.Also warnen einen die Einheimischen, hier zu baden.Auf die Idee wuerde eh keiner kommen,es regnet und es ist kalt, wir haben noch nicht einmal Lust ins Dorf zu laufen und dort den Markt aufzusuchen.Unser Anker verhakt sich in einer Koralle und Knuff ruft mir zu, ich muss da jetzt mal eben rein, ey du, du spinnst ja wohl, nix da,Chefin sagt nein,klaro ?? Wir probieren nun lieber den Anker wieder hoch zu bekommen und ankern woanders und diesmal landet er im Sandboden,uff Knuff!Immer diese Aufregung… Zurueck zum gestrigen Abend,Sundowner sind das hier ja nicht mehr,eher Landunterdowner,aber wir lassen uns den Spass nicht verderben.Dazu traegt nun besonders Marie Luce bei,die mir einen besonderen Blumengruss wachsen laesst.

Kleine,bunte Kunstbluemchen,drappiert auf Reisbett und sie begiesst das Arrangement und daraus waechst langsam aber stetig ein….nein das kann ich hier nicht erzaehlen,hinterher krieg ich wieder Aerger,weil sich irgendwo irgendjemand aufregt.Das Video aber dazu gibt es demnaechst zum Anschauen,wenn es mal vernuenftiges Internet geben sollte.Und dann kommt unweigerlich,was kommen musste, wir umarmen uns, wuenschen uns alles Gute und eine gute Reise,sagen Auf Wiedersehen und irgendwann in dieser Welt werden wir uns sicher alle wieder sehen!Immerhin war die Gipsy4 nun mit Unterbrechungen 2 Jahre unser Wegbegleiter und es war eine gute Zeit,wir danken euch! Heute noch ein besonderer Geburtstagsgruss nach Wuppertal,Tony,Julias Lebenspartner,wird heute 30 Jahre jung ! Feiert schoen und alles Liebe von deinen Felices!

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Maskelynes Awei Island

9.Juli 2015

Nach einer schnellen,aber relativ angenehmen Fahrt ueber 25 Meilen liegen wir hier ruhig in der Awei Bucht und finden leider auch hier nicht die versprochenen Dugongs.Wie wir spaeter im Dorf erzaehlt bekommen werden,essen sie auch Dugongs,vielleicht haben sie den letzten eben verspeist,voll schade.

Gestern hatten wir den ersten Sonnentag und den haben wir genutzt, um in das Dorf Ravuhen zu laufen.

Einfaches Anlanden bei Hochwasser mit den Dingis und dort wartete schon Sofren auf uns,mit dem wir am Vortag dieses Date ausgemacht hatten.Durch diese Bay queren staendig die Kanus,weil sie auf der anderen Seite ihre Gaerten haben und die Kinder auch dort drueben zur Schule gehen.Nach 15 Minuten erreichen wir das Dorf,das eigentlich einen guten Platz hat.Direkt am Strand,davor Baeume, die Schatten spenden und eine grosse weite Flaeche,wo sie ihre Haeuser aufgebaut haben.Es sieht ordentlich und aufgeraeumt aus,Waesche trocknet auf den Daechern ,man hoert ein paar Huehner gackern und 3 Hunde liegen faul rum.

Die hatten wir am Vortag beobachtet,dass sie von der gegenueberliegenden Insel quer durch die Bucht nach Hause geschwommen sind.Man hatte sie wohl dort einfach stehen lassen,weil das Kanu voll beladen war.

Uns umflattern im Dorf hunderte grosse Schmetterlinge und setzen sich auf uns nieder und wenn man den Mund zu lange aufmacht,flattern sie auch da rein.So etwas haetten sie auch nur selten,die Schmetterlinge geniessen die Sonne und schnuppern aufgeregt Duefte und Blueten,witziges und sicher einmaliges Schauspiel.Christine und Ronald bringen 2 grosse Tueten mit,die das oesterreichische Paar bei ihnen abgegeben hat ,um diese zu verschenken.Sie freuen sich und koennen sicher alles gut gebrauchen und muessen nur durch 3 Familien teilen,denn mehr leben hier nicht.

Auch hier war PAM leider da, hat aber einige Haeuser nicht ganz zerstoert und so sind sie gut beschaeftigt,um alles wieder zu richten.Das Schlimmste duerfte sein,dass der Trinkwasserspeicher kaputt ist,doch zuvor wollen sie alle Haeuser reparieren und dann daran gehen.Didier gibt sich als Arzt zu erkennen und wird am naechsten Tag noch einmal ins Dorf gehen um einge zu untersuchen und zu behandeln.Den Nachmittag und bis lange hinein in den Abend verbringen wir auf der Hana Iti mit kaltem Hund und spaeter, anlaesslich Christines Geburtstag,werden 2 Flaschen Sekt gekoepft.Da es die letzten Tage so viel geregnet hat,ist es im Schiff sehr feucht geworden und wir lassen heute Abend alle Luken auf,damit es durchlueftet udn trocknet.Gegen 20 Uhr faengt es wieder an zu regnen,schnell rueber,alle Fenster schliessen und noch ein weiters Stuendchen plaudern wir angeregt miteinander.Wieder ein feiner Abend zusammen,mit lustigen und auch tiefsinnigeren Gespraechen.Vielen Dank an Marie-Luce und Didier und natuerlich an Christine , die den Sekt gestiftet hat.Zurueck an Bord erwartet uns eine eklige Ueberraschung,tausende Minifliegen haben sich ins Schiff gemogelt und sitzen auf den Fenstern,an den Decken und eigentlich ueberall.Wir raeuchern die ganze Bude aus,kehren das Groebste weg und werden dann am naechsten Tag einige Stunden mit einer Grundreinigeung beschaeftigt sein.Das wollten wir doch eh immer schon mal wieder machen und ausserdem ist das Wetter wieder besch..und wir haben grad nix anderes vor ( grummel).Die Windrichtung,SO,passt nun gut fuer uns und nun wollen wir mal ein bisschen voran machen,dass wir nach Norden kommen,dort wo das Wetter besser sein soll und wir uns fuer die weite Strecke nach Bali bereiten wollen.Wir geben uns ab jetzt etwa 10 Wochen Zeit dafuer,sollte zu schaffen sein !

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