Archiv Mai, 2015

Startklar und so heißt es jetzt ” tschüss Fiji “

31. Mai 2015   Start mit 18780 bisher gesegelten Meilen

…und nicht mehr ….Bula Bula

Ein letztes Marktbesuch noch in Nadi und dort haben wir uns mit Frischwaren versorgt, Gulasch ist eingekocht, dann braucht man nicht aufwändig unterwegs zu kochen. Zumal wir uns sicher erst einige Zeit einschaukeln müssen und ob wir ein Fischchen fangen ist ja immer sehr ungewiss…

Das neue Marinagebäude hat nun eröffnet und dort haben wir gemeinsam mit Christine und Ronald ein Bierchen getrunken.

Das einzige Getränk , was noch bezahlbar ist, alles andere ist leicht daneben…aber wir haben die Location immerhin mal gesehen. Ist auch sehr schick geworden und es scheint so, dass sich hier wohl eher nur die reichen Yachties treffen werden.

Hier stehen Yachten, wie die Dragonfly und auch die Legacy steht hier, die schon in Papeete ebenso stand.

Wenn man die Chartergebühren pro Woche recherchiert, wird einem ganz schwindelig…dabei sehen die auf die gleichen Sundowner wie wir…naja…vielleicht etwas luxoriöser alles :-)

Heute , Sonntag, werden wir  nochmal an den Steg fahren, Felice putzen und Wasser nachtanken, leider sind in den letzten Tagen wieder diese ekligen Russteilchen geregnet.

Weiter geht es dann morgen früh um 7 Uhr rüber nach Vuda Point zum Ausklarieren und dann wollen wir auch los.

Hier ein letztes Foto mit Choolo, er ist zu süß :-)..

Wann immer wir dort an seinem Stand vorbei gehen, winkt er und erzählt was. Dass er von Jutta ( Chessy ) so tolles Schminkzeug geschenkt bekommen hat zB und dass sie doch seine Ersatzmama wär…und….

So Schluß mit den langweiligen Geschichten…wir geben heute noch die letzten Fijidollar aus, vielleicht noch in eine kleine Pizza oder so und dann würde ich sagen…wir sind dann mal weg …!!!! Das Wetter sieht friedlich aus und der Mond wird helle scheinen. Danke an meinen Knuffi, dass er mir dieses ruhige Wetterfenster gönnt und mich nicht zum Start nach dieser langen Ruhepause  über die tosende See jagt!! Die nächsten Berichte gibt es von unterwegs wie gehabt und alle 24 Stunden sollte ein Positionsbericht erscheinen.

Perfekter Service von der Baobab Marina

28. Mai 2015

Gestern Nachmittag rief Christine von der Baobab Marina bei uns an und verkündete stolz, das Relais sei schon da. Von der Bestellung bis Eintreffen hat es mal gerade etwa über 50 Stunden gedauert von Neuseeland ! Schnell noch abgeholt und heute Morgen eingebaut….Knuffi ? Was guckste so ??

Achso ja, das bedeutet sich wieder in Yogagerechte Verrenkungsstellung zu bringen :-). Auf jeden Fall schnurt die Winsch  wieder, Problem nun wohl endgültig gelöst. Jetzt warten wir nur noch auf auf die Genehmigung von Vanuatu in Aneitym anlanden zu dürfen , müssen noch Wasser und Diesel tanken, frische Waren einkaufen und am Montag nach Vuda rüber fahren zum Ausklarieren.

Von Evi und Frank haben wir uns alle nun auch bei einer großen Familienpizza verabschiedet ( seht ihr die Heizstrahler im Hintergrund und was wir alle anhaben ? ) und mittlerweile sind sie schon viele Meilen von uns entfernt und schaukeln bei einer Welle von über 3 m ihrem Ziel Vanuatu entgegen.

Das Schiff in der Mitte ist die Frieda…da fährt sie hin..na da sind wir mal gespannt , wo und wann wir uns wieder treffen.

Auch die Luna Blu und die Lazy Lady sind unterwegs nach Indonesien und die Luna Blu will im Juli mit der Indonesien Ralley nach Bali ziehen.

Sicher gibt es noch einige andere Schiffe dort, die wir wieder treffen werden.

Wir arbeiten derweil wirklich fleißig im und am Schiff und reinigen sogar die Bilge ordentlich. Sollten wir vielleicht ja doch noch einen Stopp  auf australischem Boden machen wollen, dann muss die Bilge blitzeblank sein….

Außerdem wird gebacken und vorgekocht …irgendwie hat der Segler generell Angst zu Verhungern :-).

Damit der Bauch schon gut vorgerundet ist, haben uns Christine und Ronald gestern Abend auf die Gipsy zum Krautfleckerl essen eingeladen…hm…lecker war´s.

Das kannten wir noch nicht und damit werden wir unsere Speisekarte erweitern, zumal eben der Weißkohl einfach genial ist zum Mitnehmen und lange lagern.

Zum Nachtisch gab´s noch Schokopudding mit Sahne…

Nun werden uns die beiden morgen auch verlassen, ausklarieren und los geht´s gen Vanuatu. Dieses Ziel haben wir noch gemeinsam, aber dann trennen sich die Wege endgültig, wir wollen ja nach Asien :-). Ab dem 1. Juni , Montag, werden wir also auf ungewisse Zeit, zumindest nicht mehr regelmäßig, kein Internet mehr haben und nur noch auf unserer Funkadresse erreichbar sein! Das Gute am Unterwegs sein, ist auch, wieder mehr Zeit zu haben, für Lesen und auch ausführliche Mails zu schreiben. Sollte sich also jemand in den letzten Wochen vernachlässigt gefühlt haben in Sachen emails, dann sollte es wieder besser werden. Andererseits seid ihr alle immer so gut informiert via Blog, aber wir hier, wir freuen uns immer sehr über Mails und brauchen Infos von zu Hause !! Also,  Nicht vergessen !!! In diesem Sinne

Eure Felice`s

Der Countdown laeuft…Abschiedsstimmung

25. Mai 2015

Das Relais ist nun bestellt und soll diese Woche noch hier ankommen. Das Wetter scheint ruhiger zu werden und nächste Woche ist auch Vollmond, schön für die Nachtfahrten. Ja es wird ernst…vorbei die friedliche Zeit auf den Fijiinseln. Wir sind uns alle einig, wenn wir hier ausklariert haben und die Segel gen Vanuatu gesetzt haben und noch einen Blick zurück werfen, ist es dann ein Sandkorn im Auge, was die Träne kullern lässt ?

Gestern Abend haben wir noch kurz mit Uts,Bertl und Rudi ( Gast zZ ) zusammen gestanden, aber irgendwie nicht realisiert, dass das ein Abschied war…

Die drei sind eben nach Malolo Lailai aufgebrochen und werden ein bisschen die Yasawas mit Rudi besuchen und dann irgendwann Mitte bis Ende Juni aufbrechen.

Eben kommt eine Mail, dass auch die Frieda morgen kurz noch herkommt, sich für´s Ausklarieren schon angemeldet hat und am Mittwoch dann wohl auch die Segel gen Vanuatu setzt.

Dann bleiben wir noch mit der Gipsy4 übrig und machen dann halt den Lumpensammler :-)

Wenn wir zurückblicken, haben wir hier zwar  keine spektakulären Abenteuer erlebt, aber wir durften die Herzlichkeit und Liebenswürdigkeit der Fijianer kennen und lieben lernen.

Manchmal nervt natürlich auch das Wörtchen ” Fijitime ” ein wenig, vor allem wenn man es eilig hat. Aber alles andere überwiegt einfach und wie sagt Bertl immer…man muss sie einfach liebhaben !! Genauso isses ! Hier noch ein Foto von uns allen, kopiert aus dem Logbuch der Gipsy…

Wir haben nun noch genug zu tun und wie  immer , vor solchen Passagen , müssen die Vorräte gewissenhaft aufgefüllt werden.

Ohne Auto dauert das alles lange, wir schleppen wie die Packesel und verstauen und räumen und haben noch immer viel auf der Liste stehen.

Unzählige Mails müssen noch geschrieben werden an die Behörden von Vanuatu und für das Visa in Indonesien. Ständig fällt einem noch was ein und schon ist der Tag wieder um. Vorbei auch die Zeit des ständigen Internets, mal eben was recherchieren oder mal eben skypen oder…in den nächsten Monaten wird es nur selten mal Internet geben und wenn , dann wohl nur recht teuer.Nur gut, dass wir unsere Funkanlage haben und hiermit via airmail Emails und Wetter abfragen können.

Kurz zu Vanuatu ..Vanuatu hat 83 Inseln, meist vulkanischen Ursprungs, bzw Inselgruppen mit etwa 270000 Einwohnern und zählt zu Melanesien. Hier werden unglaubliche  108 verschiedene Muttersprachen gesprochen und so ist es kein Wunder , dass auch die Einheimischen sich zum Teil nicht verständigen können. Daher nutzten und nutzen sie Zeichnungen, die in den Sand gemalt werden. Ha, dann hab ich ´s ja einfach , malen kann ich wohl :-) !! Besonders freuen wir uns auch auf den noch aktiven Vulkan Mount Yasur auf der Insel Tanna. Der Besuch wird nicht ganz preiswert werden, aber das ist absolutes MUSS ! Ihr könnt das ja mal googlen und jetzt schon staunen :-)

Leider ging zwischen dem 14. und 15. März 2015 ein Zyklon über Vanuatu drüber mit Windgeschwindigkeiten von über 300 km/h und zerstörte und vernichtete rund 90 Prozent der Gebäude in Port Vila, der Hauptstadt von Vanuatu. Neuesten Berichten aus Noonsite entnehmen wir, dass unter Hochdruck gearbeitet wurde, Supermärkte wieder über bald 70 Prozent ihrer normalen Angebote führen, Hilfsgüter die Inseln erfolgreich erreicht haben und sie nun jetzt wieder berichten, ja , wir sind bereit , für euch Segler und den Tourismus, euch alle zu empfangen ! Wir waren verunsichert, was wird uns erwarten, doch jetzt glauben und wissen wir, jetzt erst recht muss es nach Vanuatu gehen! Wir werden dort in der Währung Vatu bezahlen, umgerechnet etwa 1 Euro gleich 120 Vatu. Die Staatsform ist parlamentarisch und wird von einem Präsidenten geführt. Mehr und noch viel mehr gibt es demnächst dann wieder auf dieser Welle… Zum Schluss eine Übersicht des kommenden Streckenverlaufes und der ungefähren Meilen.

Und nun wie immer, wünschen wir uns und unseren Freunden, die mit uns unterwegs sein werden, immer eine Handbreit Wasser unter uns , das perfekte Wetterfenster und wie sagte Günther immer…immer eine Handbreit Rotwein im Glas :-). Den allerdings gibt es unterwegs nicht !!

Zurueck nach Denarau

23. Mai 2015   Kälterekord im Schiff….19 Grad !

Hier sind mehr Moeglichkeiten um Ersatz fuer unser Relais der Ankerwinsch zu bekommen. Ein Elektroniker ist leider nicht in Vuda erschienen und so hat Wolfgang die Winsch komplett allein zerlegt . Zum Schluss blieb nur noch uebrig, es MUSS das Relais sein.

Dieses befindet sich in unseren Vorratsbaenken und ist ziemlich schlecht zugaenglich, wie eigentlich alles an einem Schiff.

Wenn man solch eine Reise antritt, waere sicher auch ein Yogakurs als Vorbereitung nicht verkehrt, mit Endziel sich komplett verknoten zu koennen :-)

Ronald hat noch ein genau solches Relais an Bord und leiht uns dieses dann fuer den Test aus und siehe da, nun funktioniert die Ankerwinsch wieder einwandfrei.

Problem erkannt !! Aber noch laengst nicht geloest , leider !! Wir duerfen das bis hier nach Denarau behalten und machen unterwegs den Ankertest und ja, es klappt alles bestens und besser denn je. Nur , wie kommen wir jetzt an solch ein Relais dran ?? Hiesse Ronald Frank, dann koennten wir ihm vielleicht mit reichlich Kohlrouladengaben das Relais abschwatzen und abkaufen, aber leider auch fuer uns  verstaendlich , dass er das als Ersatz mit schleppen moechte…schnief !

Am Abend verabreden wir uns zum angekuendigten Kochkurs in der Marina und duerfen anschliessend auch probe davon essen.

Ausgezeichnet schmeckt es !!

Roher Fisch oder wahlweise Huhn, wird mit hiesigen Gewuerzen abgeschmeckt, mit Limettensaft und Kokosmilch verruehrt, mit kleingeschnittenen Gemuesen versehen und dann in ein Bananenblatt eingewickelt .

Um dieses widerum kommt Alufolie und dieses Paeckchen gart dann etwa 20 Minuten im leicht kochendem Wasser.

Anschliessend wird es auf einem Teller entfaltet und voilà ….fertig. Dazu gibt es Reis und Cassava.

Wir geben alle als Danke fuer die Vorfuehrung einen Dollar ins Kaestle und bekommen auch das Rezept geliefert .

Nun sind wir alle hungrig geworden und wechseln ins Restaurant, wo wir wieder koestlich essen im fast familiaerem Ambiente.

Evi und Frank erscheinen nicht, sind wohl ko vom Antifouling streichen. Wir tuckern nach dem Essen mit dem Dingi durch das Rund der Marina zurueck zur Felice und werden dann  am naechsten Morgen wieder abfahren.

Bevor wir uns helfen lassen, die Leinen wieder loszuwerfen, steht noch Schiff putzen auf dem Plan und Wasser bunkern.

Im nahe gelegen Supermarkt gab es fuer 2 Euro 2 Liter  Putzzeugs, was sich vielversprechend anhoert.

All das Putzzeug aus dem Yachtzubehoer kann man ja nicht bezahlen….

Wasser marsch und los gehts…und tatsaechlich haben wir so eine weisse Felice nur selten zu sehen bekommen.

Jetzt aber los, damit wir noch so ein Relais auftreiben koennen. Es sind nur knapp 5 Meilen quer ueber die Bucht und grad beim Einfahren in den Kanal folgt uns die Sy-Odin.

Nun haengen wir wieder an der Mooring, in der Naehe der AnnaX und der Odin.

Nun aber los, sofort das Dingi ins Wasser und ab an Land. Wir kennen uns ja aus hier und klappern alle Shiphaendler ab und erfragen nach dem Relais.

Fehlanzeige….wir lassen ueberall unsere Visitenkarten und hoffen auf schnelle Rueckantwort, weil das leider bestellt werden muss in Australien.

Am Nachmittag meldet sich der erste und sein Angebot lautet 1000 Dollar incl Fracht. Das kann doch wohl nicht wahr sein, bei SVB kostet das doch nur um die 80 Euro…

Spaeter meldet sich noch Yacht help und macht ein Angebot von 400 Dollar , hat aber keine Ahnung von Frachtkosten, Zollgebuehren und vor allem, WANN kann das hier sein ?? Gerade mal 20 Tage verbleiben uns noch allerlaengstens hier incl Ausklarieren und dazu noch das perfekte Wetterfenster finden.

Ist das mal wieder aergerlich!!

Gestern Abend spaet dann finden wir im Spam Ordner ein Angebot der Baobab Marina und ja, sie koennen bestellen und etwa 7 Tage wuerde es dauern…kommen Sie doch ins Office und wir koennen die Bestellung rausschicken.

Prima, nun ist es zu spaet und heute ist Samstag und alles geschlossen…

Wer wird denn da gleich in die Luft gehen ???

Nun versucht Wolfgang mit 2 geliehenen Einzelrelais von Helmut das Problem zu loesen.

Koennte auch funktionieren, wenn diese dusseligen Teile nicht aus China kommen wuerden und schon als Neuware kaputt waeren… Nun muessen wir eben warten…

Heute frueh waren wir in Nadi auf dem Markt, der Samstags besonders gut bestueckt ist. Hier sitzen Frauen der umliegenden Doerfer und bieten an, was sie so alles fusslaeufig auf dem Riff oder drumherum gefunden haben. Hier entdecken wir leider auch schon wieder 4 ziemlich tote Kunos….das ist doch gemein !!

Von Malolo Lailai zur Vuda Marina

20. Mai 2015

Neumond… und hier ist ja gar kein Wasser mehr :-) und es wird Winter :-(

Extrem zur Zeit die Tide bei Neumond ! An Vollmond ist der Unterschied hier 120 cm, an Halbmond 100 cm und en Neumond 170 cm.

So haben die roten Enten , die Jetskis und was sonst so direkt vom Strand aus ueber das Wasser duest, Pause !!

Mir geht es besser, wenn auch mein Ohr dicht bleibt und ich leider so nicht allen Befehlen des Kapitano folgen kann :-)

Wir wollen also weiter, die 14 Meilen  zur Vuda Point Marina,dort steht die Frieda jetzt an Land zum Antifouling und auch die Gipsy4 will hier auswassern. Allgemeine Arbeitswut ist also ausgebrochen …

Das ist ansteckend und so haben wir nun auch unsere Baustelle….

Diese brodelt ja schon seit letztem Jahr vor sich hin.

Aber da wir meist an einer Mooring hingen oder nur auf wenig Wassertiefe geankert haben, kam das Problem nur zaghaft an die Oberflaeche.

Nun aber haben wir vor Malolo auf 17 m geankert, viel Wind gehabt und man sollte etwa dreimal soviel Kette rauslassen, um sicher zu ankern!

Da kommen dann schnell 60 oder 70m zusammen und die muss eine Ankerwinsch erst mal heben.

Derweil ich noch im Salon alles klarschiff mache, hoere ich schon die Kette rasseln und dann wieder nichts….

Spaeter stehe ich dann am Ruder und fahre der Kette hinterher, versuche Entlastung zu geben, doch etwa alle 2 m aufgeholter Kette ist Schluss….der FI Schalter fliegt raus.

Also runter in die Koje, Sicherung rein, weiter im Text,ratter ratter , 2 m , …

so vergeht die Zeit ….derweil sich Uts und Bertl einen sonnigen Platz auf ihrer Odin gesucht haben und sich das Hafenkino nicht entgehen lassen. Erst als ich schnell ueber whatts app eine Nachricht gebe, verstehen sie was los ist. So geht das natuerlich nicht weiter und koennte uns einmal in miese Situationen bringen. Also werden wir auch nicht vor dem Kanal der Maina ankern , sondern muessen einen Marinaplatz nehmen.

Fast genau zum Niedrigwasser fahren wir in die Marina ein und haben zum Teil weniger als 2m Wassertiefe unter uns. Fuer uns egal, aber die Monos mit ihren Tiefgaengen sollten besser noch warten.

Es hat noch Plaetze frei und man schubst uns direkt rechts neben die Liftanlage. Bloeder Platz, laut und stinkig, weil das Kranmobil rumstaenkert und der kleine Steg ist zu kurz und wir kommen gar nicht an Land. Nur bei Hochwasser und dann auch nur mit einem Mutsprung ist es moeglich.

Wenn schon mein Schatz wie ein Seeloewe das Schiff entert, dann passt es fuer mich erst recht nicht!

Also trotz Marina Dingi runter…laestig. Nun wird gebastelt und gewerkelt und leider nicht sehr erfolgreich. Nun haben wir um professionelle Hilfe gefragt und warten….Fijitime . Am Abend treffen wir uns mit der Frieda im Restaurant , es ist Pizza time. Jeden Dienstag, gibt es jede Pizza zum halben Preis .

Vorher besuchen wir unser ” Verliebtenbaenkchen “,

erinnert ihr euch noch ? Hier waren wir letztes Jahr schon einmal und auch dieses Jahr finden wir es ausgesprochen nett !!

Klar sind wir aelter geworden…waer sicher lustig, hier an gleicher Stelle und  in gleicher Pose jedes Jahr erneut ein Foto zum Vergleich zu schiessen :-)….

..hm…vielleicht waers doch nicht so lustig, ueberlege ich mir gerade…also lassen wir es…

In Mailolo Lailai haben wir dieses wunderhuebsche Auto in british racing green gesehen…wer das wohl hat herbringen lassen ?? Erinnert uns sehr an unsere Oldtimerzeiten……

Heute frueh ist nun auch die Gipsy4 puenktlich hier an Land gestellt worden.

Dann sind wir ja die naechsten Tage alle gut beschaeftigt und keine Langeweile kommt auf !

Es ist uebrigens frisch geworden hier…grad mal 20 Grad in der Fruehe im Salon und nachts muss die warme Decke her und abends ohne Fleece ausgehen geht gar nicht mehr.

Ob wir verweichlicht sind , fragt ihr ? Vielleicht tatsaechlich…wenn man so lange in den Tropen lebt, friert man wirklich viel schneller. So, nun sind wir mal gespannt, wann wir einen Elektroniker hier sehen :-)

Windiges Malolo…und Strafe muss sein :-(

17. Mai 2015

Zuerst aber gratulieren wir hier mal unserer Freundin Kerstin aus Wuppertal zum 50. Geburtstag und wünschen ihr alles Gute !

Wir waren wieder draußen, waren an dem Inselchen Namotu, dort wo wohl auch Meisterschaften im Wellenreiten ausgetragen werden.

Sofort mussten wir an unsere kolumbianischen Freunde denken , deren Tochter Sofi mittlerweile auch bei solchen Meisterschaften mitmacht und gerade aktuell in Cartagena um den endlich ersehnten Platz 1 kaempft !

Claudia und Kenneth relaxen auf dem Inselchen und lassen sich verwoehnen und Toechterchen reitet direkt vor ihrer Nase auf den Wellen, cool !!

Das Motu liegt direkt hinter dem Aussenriff und fuer uns Ankerlieger viel zu schaukelig hier. Ausserdem ist hier direkt der Pass, hier geht´s demnaechst raus nach Vanuatu. Schade, aber hier koennen wir kaum ueber Nacht bleiben und gemeinsam mit der Gipsy verlegen wir uns zurueck zur Cloud9. Hier schaukelt es allerdings auch, aber zum Abend kommt die Ebbe und dann wird doch sicher alles gut…..:-) …oder auch nicht …

Da uns die Preise zu heftig sind auf der Cloud und wir ausserdem ja auch ne schoene Location bieten koennen, laden wir Christine und Ronald zum Sundowner zu uns ein.

Es hat noch einen Kuerbis im Kuehlschrank und eine Moehre und ueberhaupt, da koennte ich doch mal eben eine Kuerbissuppe machen…

so zum Sundowner als kleinen Gruss aus der Kueche :-)

Scheint geschmeckt zu haben …

Leider windet es recht kraeftig und ich fuehle mich eh schon ein wenig angeschlagen.

Ich sag ja immer, Frau soll auf ihren Bauch hoeren, habe ich aber nicht und die Folgen werde ich die naechsten Tagen zu spueren bekommen  :-(

Kaum ist die Sonne weg, verziehen wir uns ins Cockpit und quatschen noch ein wenig ueber dit und dat..

Was nun folgt ist eine super ungemuetliche Nacht und dann ist die Stroemung offensichtlich noch staerker als der Wind und wir  liegen nun quer zur Welle.

Geraeusche entwickeln sich im Schiff, die wir gar nicht mehr gewohnt sind und wir sehnen das erste Licht des Morgens herbei.

Wir haben zwar einen Track zurueck nach Malolo, aber so prickelnd ist das trotzdem nicht  , im Dunkeln durch die ganzen Riffe zu navigieren.

Wie mag es nur der Gipsy gehen, wo Christine so schnell seekrank wird ?

Endlich, es wird hell, raus aus den Federn, Fleecepulli mit Kapuze an schon rasselt die Kette und der Anker kommt nach oben.

Hier haben wir nun den Anker auf 17 m geworfen, liegen in Spucknaehe zur Frieda und der Odin und ich nehme mir ne Auszeit des ”  lustigen Seglerlebens ” und begebe mich direkt und ohne Umwege in die vordere linke Koje…..

Hier habe ich nun mein Krankenlager aufgeschlagen und werde gut versorgt.

Viel brauch ich eh nicht…aber besser haette ich mal gestern was gegessen, dann waere mir das Medikament nicht derart auf den Magen geschlagen und haette nicht  zu den miesen  Bauchkraempfen gefuehrt. Ja auch hier zeigt es sich wieder, wer nicht hoeren kann…..Christine ist ja Krankenschwester und riet mir noch, Raettchen, iss was…dabei brauch ich doch mein Baeuchlein sooo dringend :-). Ansonsten, ich hab nix erlebt und hab auch kein Interesse an Erlebnissen zur Zeit. Da werden eh noch genug kommen….

Cloud9

13. Mai 2015

Da hat das Wetter aber gar nicht gestimmt :-(

Hier in Malolo haben wir bezahlt und unsere Mooring verlassen. Gemeinsam mit der Gipsy4 und der AnnaX war eigentlich der Plan , dort an der Cloud9 auch ueber Nacht zu bleiben.

Die Wasserfarbe ist sensationell und alles rund der Wolke hoechstens 5 m tief.

Wir motoren die 4 Meilen und der Wind legt zu auch der Seegang…so hatten wir das aber nicht gebucht!

Unterwegs ruft ueber VHF die AnnaX und macht sich schon  wieder auf den Weg zurueck nach Malolo. Wir probieren es, wird bestimmt besser, wenn die Ebbe einsetzt…

Wir werfen den Anker und die Gipsy hinter uns. Spaeter wollen wir uns treffen und dort eine Pizza vom Holzofen essen.

Die Schiffe machen Bockspruenge und fast wird sogar mir schlecht an Bord und wir fahren frueher rueber.

Schon das Anlanden mit dem Dingi erfordert Mut bei dem Seegang.

Puh..auch de Wolke schaukelt tuechtig und der Wind blaest recht frisch auf die Nasen.

Wir bestellen ein Bierchen und eine Pizza und fallen fast um ob des Preises. 11 Fiji Dollar fuer ein Bier, also das ist schon Abzocke….die Pizza mit 25 Dollar ist zwar auch teuer , schmeckt aber super und ausserdem teilen wir uns die ja :-)

Hierher werden die Touristen mit allen moeglichen Gefaehrten aus den umliegenden Hotels hergekarrt und werden erst nach Stunden wieder abgeholt. Das rechnet sich sicher fuer den Betreiber .

Wir wechseln die Etage und legen uns alle oben in die Liegestuehle, leider haben wir hier voll den frischen Wind auf der Nase und ich als Ergebnis alles , was einem so am Kopf weh tun kann , ausser Zahnweh .

Japaner sind ja ueberall zugegen, doch dieses Paeaerchen ist zu goldig….

…beide im rosa Partnerlook , er dazu noch eine niedliche rosa Plastikhandtasche.

Sie bestellen halt auch das, was alle hier bestellen und ansonsten gibt es auch nichts anderes.

Also eine Pizza muss her….wir beobachten heimlich wie angewidert vor allem ER in ein Stueck beißt und ….er blicket stumm, auf dem ganzen Teller rum :-).

SO hatten sie sich diesen Ausflug wohl nicht vorgestellt, kein Reis, kein Sushi,Saftladen! Die Pizza geht zurueck und wird vom Personal an die Fische verfuettert.

Der Wind legt weiter zu und das Gehopse nimmt auch zu, also Plan B muss her, wir fahren einfach wieder zurueck nach Malolo und haengen uns wieder an die Mooring und warten auf Wetterbesserung.

Wir treffen uns zu gewohnter Stunde an der Bar, aber hier im Windschatten  ist es trotzdem frisch.

Die Runde ist recht gross, durch die Gaeste der Odin erhoeht und fuer heute ein letztes mal noch mit Annemarie und Helmut, von denen wir uns nun endgueltig verabschieden.

So geht´s hier bei Ebbe zur Arbeit.

Die Leute gehen ueber das Riff und werden an der Kante von den ” Taxis ” abgeholt. Wenn morgens frueh Ebbe ist, ist das laestig offensichtlich.

Drueben ist das Dorf, aus dem die Angestellten fuer die Resorts hier herkommen.

2 Tage werden wir wohl hier noch bleiben muessen, bis der Wind abnimmt….aber es gibt ja schlechtere Orte :-)

Sonnentage im Ferienparadies

11. Mai 2015

Wir machen einen ausgedehnten Spaziergang und wollten eigentlich die Insel umrunden, aber es wird immer unwegsamer und wir latschen die ganze Strecke wieder zurueck und staerken und dann anschliessend mit einem kleinen, diesmal mit 1,75 F$ voll guenstigem Eis !

Das wird es die naechsten Monate sicher nicht mehr geben :-(

Mittlerweile ist auch die Frieda eingetroffen und wir werden am Abend seine Evi erstmals begrueßen ! Wir verabreden uns ab 17 Uhr am Grill und auch die Sy-Odin mit ihren Gästen schafft es grad noch bis zum Temin.

Fuer nur 2 Dollar kann man hier  den elektrischen Grill benutzen und auch große Tische belegen.

Wie immer haben wir zusammen genug zu essen und auch viele Themen zu bereden.

Was liegt vor uns ? Wie ist das überhaupt jetzt mit Vanuatu ? WO darf man als erstes anlanden und braucht man eine Vorabgenehmigung ? Was kostet der ganze Behördenkram ? WAS sollen wir mitbringen und WAS dürfen wir mitbringen ….usw….

Es wird nie langweilig und schon verabreden wir uns alle für den nächsten Tag zum Volleyballspiel am Strand.

Das sieht so verlockend aus und fast ist die Haupttruppe ja auch zusammen.

Wir nutzen auch noch die Zeit mit Annemarie und Helmut, da deren Reise hier zu Ende geht.

Wer noch Lust auf mehr Bilder unseres momentanen ach so stressigen Alltags hat, mag auf die Bildergalerie greifen :-)

Wir machen uns derweil mal startklar und gehen die nächste Etappe von unglaublichen 4 Meilen an :-)

und wollen auch hier Wiederholungstäter sein und die Cloud9 besuchen.

Wer die noch nicht kennt, kann cloud9 googlen.

Das Wetter hier unten auf der Südinsel ist übrigens grandios ! Nachts ist es wieder warm, aber nicht unangenehm und tags Sonne, leichte Brise und rund 30 Grad :-).

Aber ihr habt zu Hause ja jetzt auch endlich schönes Wetter und das gönnen wir euch auch !!!

ud9

Musket Cove

9. Mai 2015

Wieder ein Fleckchen Erde, wo man Urlaub machen kann. Malolo Lailai, hier waren wir letztes Jahr schon und wir finden es wieder sehr schoen!

Welch ein Unterschied zu Vanua Levu, hier sind unendliche Sandstraende und natuerlich auch Touristen. Aber noch ist Vorsaison und es sind jede Menge Moorings frei.

Die Mamanuca-Inseln sind ein zum Inselstaat Fidschi gehörender Archipel im südlichen Pazifik liegen, durch die Navula-Passage getrennt, unweit der Südwestküste der großen Insel Viti Levu und schließen sich südlich an die Yasawas an. Die Hauptinsel Malolo liegt etwa 20 km von Viti Levu entfernt und 14 Seemeilen von Denarau.

Taeglich faehrt eine Katamaranfaehre zwischen Denarau und den Mamanucas und auch jede Menge anderer Schiffe.

So auch dieses Schnellboot, was uns auf der Herfahrt rasant ueberholt hat.

Die größte Insel hier ist Malolo, die mit der Nachbarinsel Malolo Lailai durch denselben Korallensockel verbunden ist. Bei Niedrigwasser kann man die ungefähr 400 m breite Meerenge durchwaten, die die beiden Inseln trennt. Auf den Inseln Malolo, Mana, Yanuya und Tavua befinden sich bewohnte Dörfer, auf mehreren anderen komfortable Resorts für Touristen.

Erkundungsfahrt mit  ” Ente ” :-)

Wunderbares Wasser und so gut wie keine Wellen, also ideal fuer eine Kajaktour !!

Ich halte am Strand an, gehe im grossen Pool ausgiebig schwimmen und habe so auch meine morgendliche Fitnessuebung :-)

Unsere deutsche Runde vergroessert sich taeglich…

erst waren wir alleine….dann trudelte auch die Gipsy4 ein und liegt nun in Rufweite neben uns.

Gestern kam die Anna X hier an und schon gab es eine groessere Sundownerrunde. Vorher aber wird gearbeitet….

Vorher                                                           und                                 nachher

Das musste mal wieder dringend sein ! Kaum war das erste bisschen Sand gesichtet, sind wir schon drauf, Motor ab und los geht die Schrubberei. Soooo sauber war es wohl noch nie, denn der Tipp von Bertl, Toilettenreiniger, den 3in1 zu benutzen,war genial!! Wie von Zauberhand kam laengst vergessenes weiss zum Vorschein :-). Jetzt aber hurtig fertig werden, um nicht von der Ebbe eingeschlossen zu bleiben.

Trotzdem mussten wir das Dingi noch ueber eine recht lange Strecke zerren und druecken , bis wir wieder genug Wasser drunter hatten.

In der Zwischenzeit konnte Christine mit der Ente rumfahren und hat mich dann am Nachmittag

in das neue und hippe Cafe hier eingeladen.

Und schon ist wieder ist ein Tag rum und wir schaffen es grad zum Sundowner an Land….:-).

Es sind ja nur noch ein paar Tage , wo wir uns alle sehen, das muss der Segler doch ausnutzen, oder ???

Die Fuesse im warmen Sand, ein kuehles Getraenk in der Hand, der Blick gen Sonnenuntergang, ja das macht das Blauwasserleben  aus !!

Was interessiert uns in diesem Moment, wie viele Meilen wir vor dem Bug haben oder ….oder…

Unsere Runde ist nun um Annemarie und Helmut vergroessert worden..

…und wird heute noch um die Sy-Odin und die Sy-Frieda vergrossert :-)

Hier am Strand ist ein Volleyballnetz…verlockend…da koennten wir doch glatt wieder eine Volleyballmanschaft stellen . Aber erst treffen wir uns heute Abend alle am Grill und erzaehlen uns Seeraeubergeschichten :-). Jetzt fehlen nur noch Lisa und Thomas hier, echt schade, aber sie werden wir wohl nicht mehr treffen. Noch immer warten sie in Savusavu auf ihre Pakete…..

Diesmal mal kein Sonnenuntergang….

Marinaleben ist auch mal nett…

6. Mai 2015

Man kann mal eben an Land, warm duschen oder mal eben nach Nadi fahren und dort auf dem großen Obst und Gemüsemarkt einkaufen. Einmal waren wir beide hier auch essen, aber das war leider ein Reinfall und an Bord schmeckt es eindeutig besser :-)

Hier war´s die Hauspizza oder sogar deutsche Bratwurst mit Blumenkohl an …

Nadi ist sehr unterschiedlich, geht man vom Markt aus nach links bummeln, dann sehen die Geschaefte nur so aus.

Aber es lohnt sich in jedes einmal reinzuschnueffeln, denn das Angebot ist riesig, vom Schnuller bis Baumarktartikel und Autozubehör gibt es fast alles.

Geht man jedoch vom Markt aus rechts herum, kommen moderne Geschäfte, natürlich auch viel Handwerkliches als Andenken. Hier finden wir sogar wieder eine große Milka Nuss bei Prouds zum Muttertagspreis von 6 Euro.

So sieht hier ein Blumenladen aus..

Unvorstellbar für uns Europäer, alles nur Plastik und Kitsch. Keine eine frische Blume dabei!

Es blüht zwar hier üppig an den Büschen, taugt aber eben leider nicht als Blumenstrauß.

Gestern dann mal wieder die große Spazierrunde mit Stopp am Golfplatz. Hier gibt es mittags Pizza all you can eat für 15 Fijis.

Wir verabreden uns mit Christine, Annemarie, Ronald und Helmut und machen von diesem Angebot Gebrauch.

Der Teig ist hauchdünn und knusprig und anfangs wird eine Pizza nach der anderen an den Tisch gebracht und später müssen wir ans Buffet gehen, wenn wir noch mehr wollen.

Wir sind pappsatt und laufen jetzt noch weiter zu den Hotels und laufen am Strand zurück.

Die Küche bleibt heute am Abend kalt und wir beide machen einen Spieleabend mit Carcassonne..

The Winner today is…the rat ..:-)

Hier präsentiere ich mal die Ratte von hinten….:-)

…und die müden Wanderer !!

Morgen früh fahren wir hier weg und fahren nach Malolo und sicher auch noch einmal zur Cloud 9 . Die Ente will wieder bewegt werden und wir wollen Trinkwasser machen und dort drüben wollen wir uns alle zum Grillen treffen. Bis dahin ist die Odin wieder im Wasser und ist unten herum hübsch gemacht :-) und dann ist da großes Treffen. Die Großeinkäufe sind erledigt und wir können noch ein bisschen rumtrödeln. Ende des Monats kommen wir noch einmal hier rein in die Marina, kaufen noch frische Waren ein und dann wird es losgehen auf die große Reise. Die Spannung steigt…..

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