Archiv Oktober, 2014

Dies und das

30. Oktober 2014

Hauptthema der letzten Tage, wie schuetzen wir uns hier vor einem Einbruch und Curly, das Urgestein der Segler von Savusavu,ist sehr umtriebig in dieser Sache. So organisiert er ein Meeting im Council house in der Stadt und bittet die Segler um Erscheinen und hofft auf Verantwortliche, dass die auch der Ladung folgen.

Leider erscheint nur ein Verantwortlicher von der Polizei und der hat nicht so den Durch- und Ueberblick . Es wird minutioes ein Protokoll geschrieben und dies, incl Notrufnummern  soll in den naechsten Tagen an die Segler gemailt werden. Wir werden nun Material besorgen und alle Luken einbruchsicher machen und die Sinne sind geschaerft worden auf, immer alles abschliessen und ein Auge auch auf die Nachbarn werfen !

Der Raum ist gut gefuellt und wir haben von 10 Uhr bis 11 Uhr 30 Zeit, alles zu besprechen, denn danach wird der Premierminister erwartet und der moechte in eben diesem Raum auch tagen.

Ob jetzt soooo viel bei rum gekommen ist,keine Ahnung, aber wir demonstrieren alle damit, dass wir was tun werden und gegen diese Kriminalitaet vorgehen.

Curly berichtet , dass die Segler in einer Saison hier ueber 3 Millionen Fiji Dollar lassen !! Wenn das nicht sofort stoppt hier. wird Savusavu eine enorme Einbusse verspueren in der Zukunft .

In dem dicken Auto kam dann puenktlich der Minister…Anschliessend haben wr unsere Besorgungen in der Stadt gemacht und mal genauer geguckt,WAS so alles in einem Shop angeboten wird.

Das braucht keine weitere Erklaerung, oder ?

Am Vortag haben wir uebrigens Evi von der Frieda verabschiedet und wurden zu einem super leckeren Frankkuchen eingeladen. Sie darf nach Hause oder muss nach Hause oder will nach Hause…Auf jeden Fall muss sie jetzt nicht mehr schwitzen, kann heiss duschen, wann sie das moechte , kann ALLES einkaufen, worauf sie gerade Appetit hat,cool !! Aber sie kommt ja wieder im naechsten Jahr und dann ist wieder Schluss mit Lustig :-)

Evi und Frank, auf der Verliebtenbank…und Knuff bei der Arbeit, Stangen fuer die Luken zu flexen im Dingi.

Am naechsten Morgen kommen Kinder vorbeigepaddelt…

…mit Hund und Bananen und beaeugen uns neugierig.

Wir kaufen ihnen einen mittleren Berg Bananen fuer 80 Cent ab und schenken ihnen ein paar T-Shirts von uns, die uns nicht mehr passen.

Sie freuen sich riesig darueber und fragen, ob wir ihren Hund nicht auch kaufen wollen :-) Obwohl, gegen Einbrecher waer es ja nicht schlecht..Hundi scheint es eh nicht wirklich auf diesem kabbeligen Bambusfloss zu gefallen!!

So viele Bananen koennen wir gar nicht essen und wir sprechen eine Einladung zu Bananenkuchen fuer den naechsten Nachmittag aus.

Leider regnet es unaufhoerlich, aber die Gipsy4 und Frank kommen trotzdem zu Kaffee und Kuchen die lange Stecke rueber geknattert :-). Obwohl, was sie noch nicht wissen, es gibt naemlich KEINEN Bananenkuchen, sondern meinen Apfelkuchen…Warum ? Grummel, Aerger…die Fische wollten auch Kuchen haben…Mittags kommt noch Frank zur ersten Naehstunde vorbei, gemeinsames Auspacken der neuen Naehmaschine und erster Probelauf. Frank ist ein gelehriger Schueler und die erste Stunde war erfolgreich und nun soll sein erstes Werk direkt ein Dingicover sein…Puh, wenn ich daran zurueckdenke, was das fuer eine Arbeit war…

Unser Cockpit ist auch schon fast regensicher gemacht und  heute geht`s weiter an die Arbeit . Am Nachmittag hatte es durchgehend geregnet und wir konnten trotzdem draussen sitzen bleiben, das ist doch schon ein Erfolg. Drum nach wie vor, eine Naehmaschine an Bord ist ein MUSS! Nun noch zum Schluss :-), diese Abbildung eines Kuchens habe ich durch Zufall im Internet gefunden, sieht der nicht klasse aus ?? Wem man den wohl zum Geburtstag mal backen koennte ??? :-)

Der hiesige Sommer begruesst uns mit…

27. Oktober 2014…

…sintflutartigen Regenguessen. Der Boden ist noch so staubtrocken, dass diese Wassermassen einfach nur drueberfliessen und Ueberschwemmungen verursachen !

Oder erkennt noch eine die lauschige Copra Shed Marina wieder ?

Da wir ja schon hinten im Creek liegen, ist unsere ” Anreise ” zur Marina besonders weit und nass!

Doch was macht nicht alles fuer Freunde, die man gerne wieder treffen moechte :-)

Denn die Frieda mit Evi und Frank ist zurueck und auch die Gipsy4 hat sich wieder eingefunden und so verabreden wir uns zum Abend .

Sundowner kann man da wohl nicht zu sagen….

Wir sind fast die Einzigen Gaeste und sitzen gemuetlich im Trockenen und bestellen uns spaeter 2 ” kleine ” Pizzen, die ohne Probleme in unseren Baeuchen landen werden…

Es scheint allen zu schmecken…nicht nur dicke Baeuche gibt das , sondern auch dicke B….;-)

Ein Anstandshaeppchen liegt noch da, aber auch das wird sicher verschwinden…Als wir uns dann ein paar Stunden spaeter auf den Weg zurueck machen wollen, stehen die Dingis halb unter  Wasser und froehliches Schueppen ist angesagt! Wir haben aber trotzdem alle Spass, wenigstens ist es nicht schnatterkalt dabei, obwohl…24 Grad plus nass plus Fahrtwind zurueck macht doch kalt!

Am naechsten Morgen geht es genauso weiter, leider ! Das scheint jetzt der Trend zu werden und da wir in Denarau guenstig Sunbrella und Klarsichtfensterfolie kaufen konnten, sitze ich nun den kompletten Sonntag an der Naehmaschine um das Cockpit regensicher zu gestalten. Ein paar Tage werde ich da wohl noch dranhaengen muessen. Apropos Sicher, das Thema ist nun leider aktuell und besorgt uns !! Seit September sind 9 bewohnte und unbewohnte Schiffe hier aufgebrochen worden und die hiesige Polizei interessiert das nicht wirklich. Nun werden wir uns noch mehr Gedanken machen muessen und aufmerksamer sein, Dingis IMMER abschliessen, nichts mehr rumliegen lassen im Cockpit, Fenster abschliessen …..DAS macht jetzt wirklich keinen Spass mehr.

Diese kleinen Einbrecher haben wir entdeckt und ihnen das Material entwendet und mit Waescheklammern den erneuten Eintritt verwehrt.

Wir wunderten uns schon seit Tagen ueber das Gepiepse ueber uns und ueber die Hinterlassenschaften :-(

So, denen haben wir´s aber gezeigt…kurz vorher hatte mein Schatz uebrigens das Schif sauber gemacht und erst danach das Nest entdeckt…

Am Nachmittag kommt Mama Piep und Papa Piep zurueck, mit Material in den Schnaebeln, sitzen auf dem Baum und schimpfen gar fuerchterlich. Sicher schimpft Frau Piep mit ihm, wie bloed er denn wohl sein kann, auf einem bewohnten Schiff ein Nest bauen zu wollen :-)

Diwali in Savusavu

24. Oktober 2014

Diwali bedeutet Lichterfest und ist ein mehrtaegiges hinduistisches Fest. Dieses kann man auf Grund seiner spirituellen sowie sozialen Bedeutung und seines froehlichen Charakters durchaus mit unserem Weihnachten vergleichen.

Dieses Jahr ist das Fest am 23. Oktober und naechstes Jahr am 11. November.

Diwali beginnt immer am 15 ten Tag des Hindumonates Kartik .

Wesentliches Element von Diwali sind die Lichter!!

Frueher waren es die Oellaempchen und heute sind es die unzaehligen bunten Lichterketten, die die Haeuser, Geschaefte und Strassen schmuecken.

Die Oellaempchen werden aber weiterhin ueberall angeboten und finden auch noch ihren Einsatz. Wer noch mehr und intensiver darueebr etwa wissen moechte, kann im Internet fuendig werden.

Wir trafen uns also gestern Abend vor der Copra Shed Marina mit der Crew der Tamora, Silke und Dieter .

Nach einem Sundownerschluck sind wir entlang des Hot Spring Hotels den Berg hinauf zu der indischen Familie unseres Restaurantes gegangen.

Ab 19 Uhr etwa ging die Boellerei los und unter Begleitung von diesem Geknalle und dichten schwefeligen Schwaden erreichten wir das bunt geschmueckte Haus.

Wir wurden herzlichst begruesst und unsererseits haben wir unsere kleinen Geschenke abgegeben und dann …ja dann ist man irgendwie mitten drin im Gewusel von Kindern, Mamas, Kava trinkenden Maennern und untermalt von stundenlangem Geboeller.

Der gestrige Tag war der Haupttag des Diwalis und dieses Fest geht noch weitere 4 Tage mit den verschiedensten Braeuchen.

So der gestrige Brauch…die Haeuser werden aufgeraeumt und geschmueckt, man zieht sich neue Kleidung an und beschenkt sich mit Suessigkeiten und Haushaltswaen und nach einer besonderen Zeremonie , die wohl um 19 Uhr ihr Ende fand, darf geknallt werden!

Die Dame links in der Tuere ist die Hausherrin, hat 3 Kinder von 2 bis 13 und sie ist die Koechin des indischen Restaurants. Dieser Tag ist der EINZIGE Tag, an dem sie nicht arbeiten muss. Aber was heisst das schon ,nicht arbeiten muessen, bei der Vorarbeit fuer solch ein Fest !!! Sie hat  jegliche Suesswaren selbst hergestellt und natuerlich das Essen fuer zig Maeuler gekocht und sicher auch geputzt und geschmueckt und …puh !!!

In diesem Haus wohnen 4 Familien, die sich die vordere Terrasse teilen und als haette man  ein Quadrat in 4 gleiche Quadrate aufgeteilt, so leben sie dort .

16 Kinder wachsen hier auf von 2 bis 18 und entsprechend Gewusel ist los.

In den 3 Stunden, in denen wir daran teilnehmen durften, haben wir aber nicht ein einziges Mal ein Kind weinen gehoert oder Streitereien erlebt. Bewunderswert !!

Alle Kinder waren ebenfalls in neue Kleidung verpackt und der Kleinste im Vordergrund, hatte viel zu grosse Schuhe bekommen und stolperte den ganzen Abend nur rum und fiel jedem mal in die Arme :-).

Ojeh, auch hier wird Kava getrunken und auch mein Knuffi darf Schluerfi und Klaeppi machen..

jamjam, wie lecker, grinse ich noch…..ups, was ? Ich auch ?

Nach der 3. Schale habe ich das Gefuehl, die Betaeubungsspritze des Zahnarztes laesst langsam nach…

Wie das schmeckt dieses Kava ?? Ich verrate es euch, aber wer jetzt lacht , dem erzaehle ich nix mehr :-)

Man nehme schmutziges Geschirr, am Besten noch eine alte Bratpfanne, loese dies mit Seife im Becken ab, abkuehlen lassen und dann dieses Gebraeu durch ein grobes Sieb schuetten,damit noch sandartige Partikel mit hineinkommen und dann umfuellen in eine alte, schmuddelige Plasikschuessel und das Umruehren mit den Haenden nicht vergessen. Schmutzige Fingernaegel bringen dann noch zusaetzlich die gewuenschte Wuerze….

Meinem Schatz scheint es wohlig zu schmecken…ich aber erkundige mit heimlich, ob ich auch ablehnen darf und nach Schaelchen 3 schuettele ich freundlich meinen betaeubten Mund…

Mittlerweile ist es laengst nach 21 Uhr und unsere Maegen brummen und knurren . Wir schlagen vor, dass wir den Rueckzug antreten, aber da haben wir die Rechnung ohne den Wirt gemacht, denn schon werden eiige aktiv und zaubern nur fuer uns im Vorfeld das Essen auf den Tisch. Dann bekommen wir mit einer Wasserfasche die Haende gewaschen und dann duerfen wir essen.

Es gibt rein vegetarisches Essen, eine Art Linsensuppe, dann etwas was schmeckt wie Kartoffeln mit Erbsenmatsch, eine Sosse ala ?? natuerlich Reis und so einen scharfen Gemuesemix.

Alles echt lecker und vertreibt netterweise den Kavageschmack…

Dann wird es aber Zeit dass wir uns verabschieden, denn auch hier sagt der Brauch, nach dem Essen ist Schluss.

Geboellert wird noch immer und der Chef bringt uns mit Kind auf dem Arm noch runter bis ins Dorf. Dort haben wir heute einen langen und dunklen Dingiweg zu unserem Schiff, das ja weit hinten in der Bucht liegt. Kleine Fahrfehler werden hier sofort bestraft und mit haesslichen Schrapp und Scheppergeraeuschen begleitet. Aber wir haben ja erstens nur Kava getrunken und zweitens haben wir Licht dabei und der Kutscher kennt schon den Weg…

Alle winken uns nach und sollten wir naechstes Jahr noch hier sein, haben wir schon wieder eine Einladung zum Diwali 2015. Aber da wird sicher nichts draus :-).

Es war toll, dass wir das mal erleben durften.

Die weiteren Braeuche fuer heute , morgen und uebermorgen und…kann man im Internet nachlesen und noch mehr Bilder von diesem Fest sind in der Bildergalerie.

Zurueck in Savusavu

22. Oktober 2014

Nach nunmehr ueber 9 Wochen und fast 600 gesegelten und motorten Meilen sind wir von unsrem Trip ” rund um Fiji ” zurueck in unserem diesjaehrigen Sommer/Winter Quartier.Es war toll, vielfaeltig,lustig und machmal auch teuer :-)

Wir haben noch einen kleinen Umweg ueber Namena gemacht, sind eine Strecke dorthin geseget, wo wir keine Wegpunkte und keine Tracks hatten. Aber mit dem Erstellen der Google Earth Bilder und die dann auf OpenCPN  gelegt werden, wird diese Aufgabe doch heutee deutlich einfacher!

Obwohl, die Einfahrt nach Namena war schon recht eng und ging auch in einem Z dadurch. Wenn dann noch kaum die Sonne scheint, nicht ganz so einfach. Drum steht dann einer immer vorne und spielt den Dirigenten ( wie im richtigen Leben :-) )

Namena ist ein netter Ort zum Schnorcheln und relaxen. Ansonsten haben wir nichts weiteres Aufregendes entdecken koennen.

Auf dem Weg her haben wir wie immer die Angel rausgehaengt, aber…den ersten Koeder hat wieder ein dicker Fisch geklaut und beim zweiten Versuch kamen Toelpel und hackten nach dem Koeder. Vorsichtshalber haben wir alles eimgeholt, bei unserem Glueck fangen wir sonst wieder solch ein Federvieh ein…

Wir hoeren von Evi und Frank, die wieder einen Mahi Mahi gefangen haben, mit der Gipsy4 geteilt haben und IMMER noch daran essen, sooo gross war der…….oehm….weiß zufaellig einer, was bei uns falsch laeuft :-) ?

Mit Anleitung und Aufpasser mit Argusaugen, wird erneut geknotet und ein neuer Koeder geopfert…abends haben wir dann lecker Zwiebelkuchen gegessen….

Am naechsten Morgen dann weiter die 20 Meilen hoch nach Savusavu und dort natuerlich als erstes Stopp in der Waitui Marina, Paeckchen abholen !! Ein Ueberraschungs ( Ei ) Paket von Eva , Daaaanke Evi und unsere internationalen Fuehrerscheine, die ja Dagi fuer uns organisiert hat. Dann kann es ja echt bald losgehen in das naechste Abenteuer. Unterwegs wurden wir noch gesichtet von Sy-Tamora und auf VHF begruesst und schon hatten wir unsere erste Verabredung wieder ” zu Hause ” mit anschliessendem Essen bei unserem Lieblingsinder!

Morgens frueh um sechs in der Naehe der Savusavu Marina, wo nun unser Platz fuer die naechsten Monate sein wird. Landschaftlich wunderschoen und direkt neben uns an Land steht der Sendemast, das bedeutet, besseres Internet , mehr Telefonieren ohne Stoerungen, skypen….jipi juchhe :-)

Das habe ich heute Morgen schon ausgiebig gemacht, mit einem Kaffee in der Hand , vorne auf dem Trampolin stzend in der Morgensonne und meiner lieben Freundin Elke nachtraeglich zum 60. Geburtstag gratuliert. Und natuerlcih ueber Gott und die Welt , die Kinder, News, Tratsch, lustiges und trauriges geredet und jetzt sind wir wieder, trotz der Entfernung,  up to date!

Dank an die grandiose Technik!!

Ehrlich gesagt, ich glaube zu den Pionieren der Segelei haette ich ohne diese Kommunikation mit Sicherheit nicht gehoert!!

Morgen Abend werden wir hier wohl ein besonderes Highlight erleben. Das Indische Fest ” Divali ” wird gefeiert und mit Feierlichkeiten, guten und reichhaltigem Essen, Silversterboellern und Geschenken gefeiert und wir sind , hier Dank an Silke und Dieter, mit eingeladen bei unserem Lieblingsinder, um dieses Fest im Kreise der indischen Familie bei ihnen zu Hause feiern zu duerfen. Kleine Gastgeschenke werden gleich besorgt und dann werden wir uns morgen Abend in Schale werfen muessen und werden dann am Abend im Dorf abgeholt. Da freuen wir uns drauf und das wird sicher ein einmaliges Erlebnis, wo wir schon das kava Besaeufnis der Gipsy4 und der Frieda verpasst haben …wir lasen da was von 10 Kavaschaelchen hat jeder getrunken. Kaum laesst man die Truppe mal alleine, tanzen die im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Tisch. Wer´s nicht glaubt, braucht nur unseren Link zur Gipsy4 anzuklicken…und  nun ein Bild extra fuer unsere Freundin Petra aus Wuppertal, die aber gerade ihren Geburtstag auf einem Segelschiff verbringt…ein kleines bisschen groesser als die Felice:-)

Uebrigens,irgendwie ist es schoen wieder hier zu sein, ein bisschen Alltag,Normalitaet, auf den Markt gehen, einkaufen,kochen, putzen,waschen,radeln,schlafen…das braucht Frau auch mal wieder, nicht immer nur Segeln,Wetterberichte,Waypoints…ausserdem uebersommern hier viele deutschsprachige Yachten, sodass wir glauben, es wird eine schoene Zeit, aehnlich vielleicht wie auf Tahiti.  Unser singender Kuchenbackender Frank ist auch wieder mit von der Partie, also, wird schon schiefgehen.

Satz mit X ??

19. Oktober 2014...war wohl nix !!!

Da stehen wir frueh auf , studieren noch ein letztes Mal die Vorhersage und entscheiden fuer Weiterfahrt. Es geht ja nur um die Ecke und dann weiter nach Namena . Hier auf dem Ankerplatz weht es noch mit 15 Knoten und da draussen sehen wir auch keine Schaumkronen mehr, also los dann…

Kaum sind wir aus der Abdeckung raus und nehmen Kurs auf, steigt auch der Wind und wird immer mehr. Prima, dazu steigt auch die Welle und wir stampfen durch durch die Wellen und die Salzkruste, die der gestrige Regen abgewaschen hat, erneuern wir jetzt wieder :-( .

Segeln ausgeschlossen, da wir durch Riffe manoevrieren und ausserdem kommt die Herrlichkeit uns voll auf die Nase.

Dazu kommt noch eine Stroemung und wir machen fast  mit Vollgas nur noch 3 Knoten Fahrt ueber Grund.

Wir rechnen uns aus, wann wir bei diesen Bedingungen ankommen wuerden und entschliessen uns nach etwa 90 Minuten umzudrehen und fahren nun mit 7 Knoten unserem alten Ankerplatz entgegen. Weit sind wir nicht gekommen, vielleicht 3 Meilen die wir geschafft haben? Immer mehr verstehen  wir Curlys Ausfuehrungen vom fiesen Bligh Water ! Dann warten wir halt noch ein bisschen, verhungern und verdursten werden wir schon nicht…So stand denn heute Sonntagsputz-und Backtag auf dem Programm, denn was der Wind hier an Dreck und Staub aufs und ins Schiff gebracht hat ,ist enorm. Aussen verklebt sich das jetzt mit Salz und sieht echt cool aus :-(

…und taeglich, auch am Sonntag , kommt die Faehre und heute ist alles besonders voll. Ein LKW, der dicke Baumstaemme transportiert, kommt auch heute wieder nicht mit und verbringt nun schon die zweite Nacht am Anleger. Wir sichten nachher erneut die Vorhersage und staten vielleicht morgen einen neuen Versuch, schaun wir mal :). Mittlerweile stehen drueben auf Viti Levu auch die Gipsy4 und die Frieda in den Startloechern am Absprungpunkt uebers Bligh Water, jetzt muss sich nur mal dieser daemlich nervende Wind  beruhigen …

Eingeweht

18. Oktober 2014

Nun wissen wir auch, was hinter diesem Wort steckt, eingeweht, naemlich zu viel Wind und da bleibt man besser wo man ist! Hier blaest es durchgehend fast mit konstanten 25 Knoten und so schlecht geht es uns hier ja nicht, sogar einen Minimarkt mit einer kleinen Auswahl an Obst und Gemuese gibt es hier und im Miniminisupermarkt erstehen wir einen Minigockel :-). Waere das Abednessen damit auch gesichert!

Vorher aber machen wir wieder einen Spaziergang am Ufer entlang, diesmal geht es linksherum. Schon nach einer halben Stunde merken wir BEIDE ! , dass die Wanderung am Vortag von 2 Stunden nicht spurlos an uns vorbeigegangen ist. Hier ne dicke Blase und dort tut der Zeh sooooo furchtbar weh ;-) , so pausieren wir auf einem Schattenbaenkchen, hier mal windgeschuetzt und ruhen uns aus…

Dorfansichten…und Blick von unserem Baenkchen auf den Ankerplatz mit der einsamen Felice, denn zur Zeit traut sich wohl kein Schiffchen raus, geschweige denn uebers Bligh Water !

Busse, LKWs und Taxis fahren an uns vorbei und huellen uns in einen Staubnebel. Alle wollen zum Faehranleger, wo taeglich die Faehre zur Mittagszeit erscheint und dann rueber nach Suva faehrt. Es staubt hier und es wird wohl wirklich Zeit , dass die Regenzeit langsam anfaengt. Auch unser Schiff ist richtig dreckig und salzig :-)

Auf dem Rueckweg am Faehrsteg gucken wir neugierig in die Fahrzeuge, was da wohl so alles transportiert wird.Auch diese Ziegen warten auf den Transport und nach einem Plausch mit dem Fahrer des Transporters wissen wir auch, wo diese letzte Reise endet fuer die Tierchen. Wir koennten eines kaufen, meint er, doch wohin damit ?? So guenstig kommen wir wahscheinlich nie mehr an ” frischen Hippenbock ” dran :-)

Da kommt auch schon die Faehre und wir lassen´s wie´s ist und gehen aufs Schiff zurueck. Die Faehre wirft kanpp neben uns den Anker auf etwa 3 Meter und faehrt dann rueckwaerts an den Steg ran. Dabei wirbelt sie den Untergrund derart auf, dass man noch bestimmt eine Stunde danach denkt, da waere eine ungekennzeichnete Untiefe…wenn man vielleicht nicht die Faehre bemerkt hat. Am Anleger entdecken wir noch dieses feine Restaurant und ueberdenken unsere Dinnerplaene, aber auch hier lassen´s wir´s…

Wir haben ja schliesslich Gockel an…

Heute merken wir, dass der Wind runter geht und so werden wir morgen weiter fahren und als naechsten Stopp , auf Wunsch eines einzelnen Herrn, Namena ansteuern.

Dort gibt es wohl kein Internet, wie wir von Kalle und Birgit gehoert haben, aber dort bleiben wir ja nicht lange, wir wollen ja ” nur mal gucken ” :-)

Dann aber geht es endgueltig zurueck ins Winterquartier und dann endet dort auch unsere Reise ” Cruising rund um Fiji ” . Das hat sich doch echt gelohnt , oder ??

Nabouwalu auf Vanua Levu

15. Oktober 2014

Das heißt, wir sind wieder auf der Insel zurueck, wo auch Savusavu liegt, wenn auch noch 170 Autokilometer entfernt. Gestern frueh noch vor 6 Uhr sind wir gestartet, um das Bligh Water zu queren. Eine Enge zwischen den beiden grossen Fiji Inseln , mit Dueseneffekt und Kabbelsee. Laut Curly, dem hiesigen Guru von Savusavu, koennte man glatt immer 10 Knoten Wind auf die Vorhersage rechnen. Unsere Erfahrung von gestern waren 5 bis 7 Knoten mehr , aber die Welle ist gewoehnungsbeduerftig. Nun sind wir 110 Meilen entfernt von dem touristischen Denarau und sind in der Einoede gelandet. Wir liegen aber gut geschuetzt vor dem Wind der naechsten Tage und der Anker hat sich in 4 m in Schlamm gewuehlt.

So unterschiedlich sind die Kaelteempfindungen morgens frueh….Was jetzt..kommt nun der Sommer…?

Fischanliefrung am Faehranleger…diesem jungen Mann ist der dicke Fisch ins Wasser gefallen und er musste hinterher springen auf 6 m und den Fisch hochzerren ,unter dem Gejohle seiner Kumpels .

Wir gehen 2 !!! Stunden spazieren und entdecken diese ” Schweinerei “. Die Schweine haben nichts zu futtern im Trog, kein Wasser , nada…

Auf dem Rueckweg bringen wir Mangos mit und verfuettern die an die Schweinchen, dabei sehen wir eines, was aus dem Verschlag gefallen ist und es will eigentlich wieder da rein, will sich aber auch nicht von uns einfangen lassen  :-) Die restlichen Bilder sind in der Bildergalerie gelandet und nun warten wir ein paar Tage hier, vielleicht taucht die Gipsy4 und die Frieda hier noch auf und wir koennen noch ein Stueck gemeinsam weiter segeln. Schaun wir mal…

Hier wird sich was getraut ;-)

13. Oktober 2014

Als erstes Danke an unsere lieben Freunde in Wuppertal und Danke an die unbekannten Gaestebuchschreiber, denen wir offensichtlich so bekannt sind wie ein buntes Huendchen :-) . Gehoeren wir wohl zur taeglichen Lektuere wie die Nachrichten aus aller Welt…wenn ich so nachdenke, unser Blog,  das sind ja auch Nachrichten aus aller Welt :-)!

Dann haben wir uns heute vor 8 Jahren  ” getraut “, haben Ringe getauscht und haben uns ebenfalls getraut, mit Hilfe unserer Freunde vor 4 Jahren und 6 Monaten und 6 Tagen die Leinen in Warns in Holland loszuwerfen und eine Reise um oder in die weite Welt anzutreten !!

Ehrlich gesagt, bereut haben wir das bisher noch nicht einmal. Allerdings kommt doch oefters als ich dachte, das Heimweh an die Oberflaeche und will quaelen :-( ! Gut dass es hier zB so gutes und billiges Internet gibt und ich telefonieren kann und koennte, bis mein Arzt kommt !!

Ebenfalls vor einem Jahr habe ich mich getraut und habe dem blauen Dunst tschuess gesagt und ehrlich gesagt, es geht mir besser dabei :-).

Ausserdem , hier kostet eine Packung Marlboro mit 20 Zigaretten 20 Fiji Dollar !

Wie oft man davon essen gehen kann oder ….nagut…ich sollte mich jetzt auch trauen, mal wieder mehr Sport zu machen, eine Ansage fuer Sylvester! Vorher haben wir eh keine Zeit mehr fuer so etwas :-) !

Der Dicke hier aus Singapor hat sich aus was getraut und sich uns in den Weg gelegt…na dem haben wir`s aber gezeigt…und sind ausgewichen! Aber nur , weil der Kluegere nachgibt…Jetzt sind wir gerade unterwegs und trauen uns an die Nordwestlichste Ecke von Viti Levu ran. Heute aber gehen wir nicht ueber das Bligh Water, nee nee, viel zu viel Wind aus Nord, igitt. Schliesslich haben wir was zu feiern heute Abend, oder ?? Da wir in Nadi bei einem Metzger waren und die Frischfleisch Vorraete wie Steaks ( sabber ) und Koteletts ( hm..) und Haehnchenbrueste haben einschweissn lassen, lassen wir es uns in den naechsten Tagen kulinarisch gutgehen! Gestern Abend gab es deutsche Bratwurst, echt lecker !! Mit Tomaten Ketchup und Curry…macht ?…Currywurscht…jamjam

Wir waren die einzigen Segler in der Vitoga Bay ( da ist auch nichts los ), macht nix, es war ruhig, ein toller Sonnenuntergang und eine Vollmondnacht, was will man mehr?? Jetzt sind wir schon seit ueber 8 Stunden unterwegs und muessen jetzt kraeftig gegenan motoren leider. Man kann halt nicht alles haben, dafuer sind die Tanks seit gestern wieder voll fuer recht kleines Geld.

Abschiede…

12. Oktober 2014

Nun endgueltig von der Pacific-High, kurzzeitig von der Frieda und fuer ganz lange oder….von der Chessy. Aber alle kommen am Abend noch einmal zusammen fuer einen Drink oder fuer eine kleine Pizza, die hier hervorragend scmeckt im Cardos!

Wer verdrueckt die groesste Pizza ????

Frank und Wolfgang !! Die kostet hier 32 Fiji Dollar, meine kleine nur 12 Fiji Dollar, da kann man nicht meckern!! Nach dem Essen machen wir noch einen Rundgang durchs touristische Denarau, sehen noch den Schluss einer Feuerschau und dann wird es fuer den Segler Zeit sich zu verabschieden und sich zu versprechen, sich wiederzusehen!!!

Ueber Tag war hier Jubel,Trubel, Heiterkeit in Denarau, weil ein Kreuzfahrer draussen vor Anker lag. Die Beiboote des Cruisers mussten den ganzen Tag hin und her durch den Kanal fahren, um die Leute zu transportieren. Am Abend sahen wir hunderte der Cruisinggaeste am Steg brav in der Schlange stehen um auf ihre Abfertigung zurueck zum Kreuzfahrer zu warten und dass in der prallen Sonne! So richtig beneidenswert ist das irgendwie nicht…wir Segler durften deswegen heute nicht am Dingidock festmachen…

Unsere Zeit und unsere Mooring ist nun abgelaufen hier, wir fahren gleich noch an die Tankstelle und dann geht es die Westkueste hoch von Viti Levu bis zur nordwestlichsten Stelle und versuchen dann den Huepfer rueber nach Vanua Levu zu machen. Diese Tour bis oben koennen wir innerhalb der Riffe machen, nur der Sprung rueber , da kann es pfeifen und das wollen wir moeglichst bei den besten Bedingungen absolvieren.Warum die Eile ploetzlich ? Heute in 4 Wochen sitzen wir schon im Flieger nach Australien und bis dahin gibt es noch reichlich Arbeit und Vorbereitungen fuer uns! Herzlichen Dank an die, die sich mal wieder “getraut ” haben und uns so nett geschrieben haben!!! Das hebt doch gleich die Laune des Reporters :-)

Es darf wieder mal gebastelt werden :-(

10. Oktober 2014

Seit einigen Wochen zickt der Motor und jetzt hat er ausgezuckt und sagt nichts mehr! Was das bedeutet ??

Ankern auf 20m , Kette und Anker durchrauschen lassen, sitzt und passt, alles gut. Dann Anker auf , das bedeutet, Stueck fuer Stueck das ganze Gelumpe per Hand aufholen.

Herzlichen Glueckwunsch oder ?? Bis Savusavu muessen wir noch einige Male ankern. Also macht sich Kapitano auf und zerlegt den Motor, der so besch…..eingebaut ist, dass man entweder den Wassertank dafuer ausbauen muesste oder aber die seit Jahren eingerosteten Schauben irgendwie von der Bodenplatte loesen muss. Aber das hat geklappt und heute wird wieder  mit vereinten Kraeften geschraubt, zerlegt, geschwitzt und geflucht…

Gestern Abend haben wir uns alle wieder an Land getroffen und diesmal  um Tschuess zu sagen, denn Mathi, der Freund der Friedas hat seinen Urlaub schon wieder um und muss nach Hause.

Irgendeinen Grund muss man ja finden, um sich zur Happy Hour treffen zu koennen :-)

v.l. Wolfgang,Conny,Frank,Evi und Mathi.

Dann noch ein Rundgang durch den gut gefuellten Hafen von Denarau, alle Lokale scheinen alle voll zu sein, Live Musik toent vom Hard Rock Cafe und dennoch sind wir recht zeitig wieder an Bord.

Der Segler geht ja frueh schlafen …

In der Bildergalerie gibt es noch Fijimix und Luxus neu, wenn ihr euch das ansehen moechtet.

Mal noch ein Wort in eigener Sache !

Wir fuehren jetzt ueber 4 einhalb Jahren diesen Blog und versuchen euch bis heute an unserer Reise teilhaben zu lassen. Ebenso freuen wir uns sehr, wenn wir von euch auch ab und an mal ein feedback bekommen oder einfach auch mal Storys aus unserer Heimat erzaehlt bekommen . Also, traut euch :-) !

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