21. August 2014

Gestern Morgen um 8 Uhr sind wir Anker auf vom Cousteau Resort, aber leider ohne die Frieda, denn die sind leider schon am Vortag in die falsche Richtung gesegelt,nämlich zurück nach Savusavu. Auch dort hat die Lichtmaschine ihren Geist aufgegeben, ganz leise und plötzlich, so ein Ärger. Frank holte bei uns die nötigen Infos, wir hatten ja das gleiche Problem und den Rat, nach Labasa zu fahren. Dort gibt es sowohl eine Austauschlichtmaschine als auch einen Regler dafür. Gerade kommt eine Email rein, Reparatur geglückt, etwas auf Umwegen, aber jetzt ist das schöne Wetterfenster futsch :-(. Wir trödeln und sie werden uns sicher einholen ! Ausser mein Zahn würde Ärger machen, dann ginge es mit Vollgas nach Suva, dort soll es einen sehr guten Zahnarzt geben. Die provisorische Reparatur hält bis jetzt gut und ich bin schmerzfrei :-) !!

So sind wir also gestern früh um 8 Uhr gemeinsam mit der Gipsy4 die 30 Meilen gen Koro gesegelt. Hier gab es eine Planänderung, Makogei liegt jetzt als nächstes Ziel erst, denn der Wind war gestern optimal um hierher zu gelangen,was sonst eher fast unmöglich ist, es sei denn man liebt das gegenan bolzen !

Die erste Stunde mussten wir noch motoren ( dann gibt es ja auch heisses Wasser :-) ) und dann frischte der Wind immer mehr auf und teils segelten wir die meiste Zeit zwischen 7 und 8 Knoten Geschwindigkeit. Ein sauberes Unterwasserschiff hilft ungemein!! Nach 6 Stunden erreichen wir Koro und nun fängt die besonders aufmerksame Navigation an. In der Einfahrt sollen 3 dicke Bommis ( Korallenköpfe ) knapp unterhalb der Wasseroberfläche liegen…böse ohne Wegpunkte ! Wir navigieren nun sowohl mit Navionis,als auch mit OpenCPN und den darübergelegten Google earth Karten, ich stehe vorn am Bug und so laufen wir bei gutem Licht sicher in die Bucht ein,in der schon die Gipsy4 an der kostenfreien Mooring des Dere Resorts hängt.

So sieht das auf dem Laptop aus. Die gelbroten Punkte sind unsere Wegpunkte und unser Schiff ist das kleine rote Schiffchen mit Kurs voraus Pfeil. An der linken Seite ( aus Schiffssicht in Fahrtrichtung ) sieht man die Riffe, die man mit dem Auge zB bei schlechter Sicht ohne Sonne nicht erkennen würde. Dies alles vorzubereiten ist eine Menge Arbeit, ist aber hier im Segelrevier Fiji unabdingbar !!

Nun hängen auch wir an einer der 6 Moorings und finden die Bucht sehr reizvoll. Zudem scheint endlich knallig die Sonne und abends bleibt es noch dabei, nie ohne Pulli! Kaum waren wir hier , holten uns Christine und Ronald mit ihrem Dingi ab und wir sind in das Resort gegangen. Dort begrüßte uns ein Amerikaner der hier lebt, aber nichts mit dem Resort zu tun hat. Dennoch war er äusserst hilfsbereit ( die Fijimentalität scheint abzufärben :-) ) und organisierte Personal vom Nachbarresort für unsere Fragen. Hier gibt es keine Gäste und alles sieht tot aus und der schöne Pool scheint nur noch grün-glitschiges Wasser zu haben…

Ein langer geplegter Steg führt über das Riff zum Resort und wie wir am Abend erleben werden, sogar mit Beleuchtung. Wir fragen nach, ob wir am Abend zum Essen kommen können und zum Sundowner und tatsächlich stimmen sie zu und fahren den ganzen Apparat Küche und Bar für uns 4 hoch. Zum Sundowner erscheinen noch Bekannte von der Gipsy4 mit deren Schwesterschiff Monkey Fist und wir sitzen gemütlich und urlaubsfeelingmäßig beisammen.

Das ist doch eine prima Einstimmung und das Essen , bestehend aus Suppe aus Taroblättern ( schmeckt ähnlich wie Spinat ), Chicken in verschiedenen Variationen und Fruchtsorbet, zusammen für 30 Fijidollar schmeckt richtig lecker! Wir besprechen den nächsten Tag und entscheiden uns dagegen , die 50 Minuten ins Nachbardorf zu laufen, um dort das Sevusevu zu machen. Das heben wir uns für Makogei auf und dort ist es für uns auch logischer, wenn wir praktisch vor deren Haustüre ankern. So lauffit fühle ich mich einfach noch nicht, aber zum Schnorcheln wird es morgen gehen.

Bei Ebbe kommt eine Sandinsel zum Vorschein und dort wollen wir hin, eine Insel für uns alleine :-)

Vorsichtig schlängeln wir uns durch das Riff und perfekter könnte es nicht sein!

Hier gehen wir auch schnorcheln und wer Lust auf noch ein paar mehr Bilder hat, kann mal in der Bildergalerie schauen!! Wir haben heute das Mooringfeld für uns ganz alleine, da die anderen ja zum Dorf gelaufen sind und dort wahrscheinlich wieder zum Essen eingeladen wurden…