11. August 2014

Am Samstag haben wir uns mit Evi und Frank von der Frieda getroffen und im Verlauf des Abends auch von unseren Sonntagsplänen erzählt. Spontan haben sie uns ihre Hilfe angeboten und so konnten wir schon ein wenig gelassener dem Sonntag entgegen sehen. Ebenso hat Hannes vom Optimist spontan seine Hilfe angeboten, da er sich mit seinem Kat an selber Stelle schon einmal hat trocken fallen lassen. So erschien Hannes schon um halb 7 Uhr ( unchristliche Zeit für Segler :-) ) am Steg, kam an Bord und das Abenteuer konnte beginnen !

Der Dingisteg ist im Weg und so muss man ganz langsam und vorsichtig S-Kurven fahren und sobald Grundberührung war, ließen wir die Motoren noch leicht im Vorwärtsgang laufen, um die Position zu halten . Wir sind 80 Minuten nach Hochwasser ( 10. August 2014 um 5 Uhr 23 ) auf diese Stelle gefahren und das Wasser ging recht schnell weg und wir konnten schon um halb 8 mit der Arbeit anfangen. Ich, auf Grund leicht geringerer Größe als mein Schatzi, noch etwas paddelnd und bibbernd…Aber ich bin ja keine Frierhippe und selbst dieses kühle Wasser kann mir doch die Stimmung an diesen schönen Tätigkeiten nicht verderben :-)

Sobald das Wasser tiefer sank, konnte am Borddurchlass gearbeitet werden.

Die provisorische Reparatur beiseite nehmend und schon konnte der Austausch beginnen. Es war sicher eine weise Entscheidung, hier an Ort und Stelle auf den Ersatz aus Deutschland zu warten und nicht hier rum zu cruisen.

Die Reparatur war erfolgreich , ob auch alles dicht ist, würde sich erst am Abend zeigen.

Nun noch die Opferanoden am Propeller austauschen, denn auch die haben sich bis auf kleine Reste ” geopfert “.

Schon kamen auch Evi und Frank in Arbeitskluft angedüst und ohne langes Lamentieren ging`s ans Werk. Seglern muss man ja nichts erklären in dieser Hinsicht ,denn jeder muss diese Arbeiten irgendwann und irgendwo machen. Wir finden das grandios, wie dieses Netzwerk der Segler funktioniert und sind froh und glücklich, ein Teil dieses Systems zu sein! Fest stand nach Ablauf des Tages, zu zweit wären wir nicht in einer Tide fertig geworden! Gerade sind sie doch erst hier angekommen und schon am heiligen Sonntag, der hier nur unter dem Motto ” Chuch,Church, Church ” steht, müssen sie hier arbeiten. Manchmal ist man eben zur falschen Zeit am falschen Ort :-)…aber wir haben eigentlich alle vier viel Spaß bei der Arbeit gehabt, besonders beim ” etwas anderen , erotischem Wegpunktseminar” am Anschluss des Arbeitstages …doch davon berichte ich ein andermal…( hahaha )

Das sieht doch schon klasse aus und wir haben auch Glück gehabt mit dem Wetter, keinen Regen und leichter Wind nur, der die Farbe trocknen lässt.

Wir sehen alle aus wie Blaufusstölpel :-) ! Es wären zwar Handschuhe da gewesen, aber irgendwie , ehe man dran denkt, die JETZT zu benutzen, sieht man schon so aus ;-), was soll`s !

Große Säuberungsaktion mit Verdünnung, anders geht das Zeug nicht mehr ab.

Jetzt gehen wir ein Bierchen zischen !

Hier in der Waitui Marina fand denn auch das Seminar statt ( nee was haben wir gelacht ! )

Wir bedanken uns hier ( und auch noch anders :-) ) ganz ganz herzlich bei Evi und Frank, dass sie uns spontan geholfen haben und wir so die Aktion in nur einem Tag abschließen konnten!!

Das letzte Mal hat das Im Januar 2013 auf den Las Perlas stattgefunden und da waren Liliane und Paul unsere Helferlein. Wir sind gespannt, wo wir das nächste Mal stehen werden.

Wir sind noch schnell rüber zum heiß duschen ( herrlich ) gefahren und ab 16 Uhr im Cockpit wartend verbracht, auf den Moment ,wo das Schiff anfängt zu schwimmen.

Hochwasser am Abend 18 Uhr , also so gegen 16 Uhr 40 müssten wir den gleichen Wasserstand  wie am Morgen haben. Tatsächlich stimmen unsere Berechnungen, es fängt an zu wackeln und wir starten die Motoren, warten noch etwas und fahren dann vorsichtig im Zickzackkurs zurück an unsere Mooring. Wir sind soooo froh, dass alles geklappt hat und dass wir das Problem hier lösen konnten. Dazu haben wir noch reichlich Geld gespart ( endlich mal :-) ) für ” professionelles Auswassern ” und Marina Gebühren. Jetzt werden noch  ein paar Dinge hier erledigt, die Sonne muss auch noch geputzt werden und dann aber endlich, Fiji, wir wollen dich kennen lernen!