Archiv August, 2014

Eingeweht

28. August 2014

Wir kommen nicht hier weg,zumindest nicht,wenn wir es einigermassen komfortabel gestalten moechten.Der lokale Wetterbericht bleibt bei seinen 25 Knoten aus Ost und wir bleiben bei unserem Ankerplatz,ganz einfach!Um nicht zu versauern,gestalten wir taeglich ein flottes Unterhaltungsprogramm,an dem freilich nicht jeder dran teilnehmen muss ( aber sollte! )

Ich habs ja noetig,also habe ich mich Christine und Ronald angeschlossen und bin mit ihnen zum Nachbardorf gewandert.Mein Schatz wird den Tag der Ruhe geniessen und wahrscheinlich jede unnoetige Bewegung vermeiden !!

Eine Strecke zuegiges Laufen in nur 90 Minuten ( aechz), um in ein Dorf inmitten der Pampa zu gelangen,wo noch weniger als Nichts los ist.Es ist Ferienzeit und bis auf ein paar Bewohner sind alle ausgeflogen entweder nach Suva oder nach Lautoka. ( hatten wir etwa an einen Supermarkt geglaubt ? )

Es kommt uns Dave,ein 21 jaehriger ,schon verheirateter Mann entgegen, begruesst uns freundlich und zeigt uns die Schule und erzaehlt uns so einiges.

Zum Beispiel kommen die Kinder hierher zur Schule auch aus dem Dorf,wovor wir hier ankern und je nach Wetterlage muessen auch sie diese Strecke hin und zurueck laufen.Bei ruhigem Wetter bringt sie ein Schulboot um die Insel in nur 10 Minuten.

Einige Geschwisterkinder gesellen sich zu uns und spaeter noch seine Holde,in Gestalt einer jetzt schon imposanten Erscheinung..Er entdeckt den Kavastrauss auf Christines Ruecken und macht sich stark dafuer, ihn in seinen Besitz zu bekommen. Wir wollen ja mal nicht so sein,obwohl er beteuert ,er moege das gar nicht. Sie gehen mit uns an den Strand und Alex,ein taffer 12 jaehriger Bub klettert geschind mal eben auf ne Palme und kickt Kokosnuesse runter,damit wir etwas zu trinken bekommen.

Wir essen noch von dem weichen Kokosfleisch und das Mittagessen ist damit erledigt! So langsam machen wir uns auf den Rueckweg und es blaest ordentlich der Wind und wir sind froh,nicht da draussen segeln zu muessen.

Ich habe Walkingstoecke geliehen bekommen von der Gipsy4 und mit diesen kann ich laufen und laufen,wie sagt der Koelsche noch? Da samma dabei,dat is prihima!!

Nach eineinhalb Stunden erreichen wir unser Dorf wieder und werden von kleinen Kindern umringt,die uns bis zum Dingi folgen.

Christine ringt nach Luft ob der Gefahren fuer die Kleinen und bringt sie wieder zurueck,geht zur Mama,kaum dreht sie sich um,stehen alle wieder auf dem Steg.

Die sind das sicher gewohnt und keiner kuemmert sich sonst darum,aber fuer unser fuersorgliches Mamadenken ist das eben nix.

Mittlerweile, ein neuer Tag,der gleiche Wind,dafuer ist die Internetkarte abgelaufen und so stiefeln wir gleich bei Ebbe rueber zur Insel und versuchen das mit der schon vorab gekauften Rubbelkarte wieder in Gang zu bringen, wenn nicht, dumm gelaufen !

Das hat nicht geklappt dort im ” Internetcafe “, aber heute sind wir von Makogai weg und sind 19 Meilen weiter nach Levuka gesegelt. Stundenlang beschaeftige ich mich mit dem Thema, wie lade ich einen Dongel auf und jetzt, kurz bevor Laptop und alle dazu gehoerigen Teile ins Wasser fliegen, da wie von Zauberhand erscheint die Mitteilung, ihr Account ist nun aufgeladen und somit sind wir ab sofort wieder erreichbar!! Und Bilder kriegt ihr jetzt auch noch in die Galerie :-)

Internetcafe :-) hinter der Insel Makogai und nur bei Ebbe zu erreichen !!

Der steinige Weg zum Internet…

26. August 2014oder Wir Segler spinnen oder warum sonst klettern wir auf einen Berg,haben Rucksaecke dabei,nein,nicht mit Getraenken und Broten drin,laptops und IPhones schleppen wir auf die Berge! Eigentlich sollte das Vodafonenetz hier eine Ausbreitung ueber ganz Fiji haben,aber nein,hier in dieser Bucht vor Makogei verstecken wir uns hinter einem Berg.

Wir sind zwar so gut vor dem Wind und der Welle geschuetzt,aber eben kein direkter Weg zum Funkmast und das ist fuer den Segler ein halber Weltuntergang! Knuff ist schon mit dem Dingi um die Insel rumgefahren und hat dort Emails geladen ( bei tosender Welle ) und deswegen kam denn auch die Idee, gehen wir doch AUF den Berg.

Gemeinsam mit der Gipsycrew gehen wir durchs Dorf und irgendwo dort im Wald,hinter einem Mangobaum linksrum,soll eine Abzweigung kommen und da gehts hoch zu einem Aussichtspunkt.

Zwischendrin duftet es herrlich nach einem Suppengewuerz,wir werden das auf dem Rueckweg pfluecken und auch Chilischoten sind nun an Bord. Tatsaechlich werden wir sowohl mit einem Ausblick uebers Riff belohnt als auch mit einer guten Netzverbindung.Ronald findet ein lauschiges Plaetzchen im hohen Gras und unter einem Wellblechdach schreibt er allen Ernstes Homepage.Ich kann meinen Maedels zu Hause kurze Chatmeldungen senden und der Dagi noch schnell einen tollen Urlaub wuenschen.Alles fertig ? Dann koennen wir ja den Abstieg wagen,wieder ein wenig Tarzan und Jane spielen und zurueck zu den Schiffen wandern, Mission erfolgreich! Der Wind blaest weiter recht kraeftig und so bleiben wir noch,denn die naechste Bucht auf Ovalau ist nicht so geschuetzt und schwellig.Allerdings werden die Essensvorraete langsam knapp und man muss sich schon das Hirn anstrengen,was es denn Leckeres geben soll.Gerade backen die letzten Cantuccinis im Ofen,Kaffeegebaeck ist also fuer die naechsten Tage gesichert.Vor ein paar Tagen gab es Pizza an Bord fuer uns vier,vorgestern hausgmachte Gnocchis in Morchelrahmsausse ( Morcheln sind jetzt endgueltig alle, heul ) ( schlabberlecker )und heute wird es wohl Thai Chicken Curry geben.Wo wir das Huhn herhaben? Das gackert noch in der Bilge seit Panama und muss jetzt endlich mal gekillt werden! Gestern stand Schnorcheln auf dem Programm,hier ist ein toller Bommi,den man umtauchen und umschnorcheln kann und direkt in Landnaehe liegen Moerdermuscheln,deren Ausdehnung glatt 1 Meter betragen. Wenn man dort die Hand reinkriegen wuerde aus Neugier oder was auch immer, dann schnappt die und du kannst dir ueberlegen was du tust,Hand ab oder Absaufen! Gestern Abend haben wir uns auf einem deutschen Schiff zum Nachtdowner getroffen,der Sy-Tamora. Zu sechst haben wir uns viel zu erzaehlen gehabt,alte und neue Geschichten,Seemannsgarn und vieles mehr und uns kannten sie auch schon vom hoerensagen ( Sy-Venus ),Lunablu etc. Mittlerweile kennt man sich hier im Pazifik oder hat schon voneinander gehoert,eine riesige Familie,so scheint es einem.Wir koennen zwar noch draussen sitzen am Abend,aber nur noch mit warmen Pullis und heute Nacht,man glaubt es kaum,hat sich mein Schatzi eine Fleecedecke ueber seinen Astralkoerper ( hust!) geworfen.Wer schlief da noch frueher bei Minusgraden im Boot ohne Heizung,dass das Wasser im Glas gefroren war am Morgen,soooo kalt war es !!Und heute? WARMDUSCHER!! ( grins )So,jetzt werden noch die Bilder sortiert und dann gibt es spaeter Bilder in der Galerie von Makogei,sollte unser Internetausflug heute fruchten!

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Makogei ,kein Internet und Sevusevu

24. August 2014 2 Tage vorher Ankerplatz Latitude 17 26.527 Longitude 178 57.103 Wir schluerfen unseren Kaffee in der Fruehe noch auf Koro und besprechen wie jeden Morgen den Wetterbericht.Da wird viel Wind erwartet in den naechsten Tagen und eigentlich schon am naechsten Tag, hm,wir ueberlegen und entscheiden spontan ,die Leinen zu loesen und die 30 Meilen nach Makogei zu segeln.Schnell ist das Schiff klar genmacht, die Gipsy4 von den neuesten Plaenen unterrichtet und schon sind wir eine Stunde spaeter draussen und erleben einen Segeltag,der wieder richtig Lust aufs Segeln macht! Unser sauberes Unterwasserschiff spielt offenbar nicht mehr Spassbremse und wir rauschen fuer unsere Verhaeltnisse sehr schnell mit 8 Knoten unserem Ziel entgegen. Die Welle erreicht kaum 1 Meter, der Himmel ist wolkenlos,ich hoere zeitweise Musik mit dem MP3Player und geniesse das Segeln!Koennte es doch so immer sein!Um 14 Uhr fahren wir durch den Pass von Makogei,genau den Wegpunkten von Curly folgend,aber auch unseren Augen trauend und erreichen ohne Probleme den Ankerplatz,werfen den Anker auf 9 Meter vor dem Dorf und liegen noch mit nur 3 Booten hier.Hier wird das Sevusevu von uns verlangt,doch das verschieben wir auf morgen,heute wollen wir ja eh nicht mehr an Land! Was ist das denn, dieses Sevusevu ueberhaupt? Dies ist eine wichtige Zeremonie,die auf vielen Inseln von Fiji noch celebriert wird und nachher ist man Mitglied der Inselgemeinschaft und darf sich frei auf der Insel bewegen.Im Vorfeld haben wir Kava in Savusavu gekauft,dies wird in Straeussen zu einem halben Pfund mit Geschenkband gebunden und aussen herum wird noch ein moeglichst aktuelles Zeitungsblatt gewickelt und ebenfalls mit Geschenkband versehen.Dieses Zeitungsblatt wird spaeter geglaettet und Buchstabe fuer Buchstabe gelesen und durchgerreicht.Wie auch anders sollten sie an Informationen dran kommen?Ein Kilo Kava kostet etwa 40 Fijidollar und sieht aus wie vertrocknetes Wurzelwerk mit ollen Knollen oben dran.Wenn man also am Dorf ankommt,sollte man den ersten, den man trifft,nach dem ,Turaga ni Koro,( gesprochen too ranga ni koro )fragen. Dieser nimmmt das Kavageschenk entgegen,bringt es zum Chief des Dorfes und bittet um das Sevusevu fuer uns.JEDER ,der an dieser Zeremonie teilnimmt,muss einen Sulo tragen,ein knoechellanges Tuch,die Frauen muessen ihre Schultern bedecken und nichts darf auf dem Kopf getragen werden,auch keine Sonnenbrille auf den Haaren.Schuhe,Taschen etc bleiben draussen und man wird auf eine Bastmatte gebeten,die Frauen setzen sich seitwaerts hin,die Fuesse zurueck und die Maenner im Schneidersitz,darauf achtend,dass die Knie bedeckt sind.Niemals zeige man mit den Fuessen gen Chief!Filmen und fotografieren ist waehrend dessen verboten.Der Chief clappt 3mal in die Hand,zum Zeichen,ich bin bereit zu reden,bitte zuhoeren und beginnt mit seinem Monolog auf fijianisch,das natuerlich keiner versteht.Er endet wieder mit 3 clapps und entweder endet hier das offizielle fuer uns und wir sind nun in die Gemeinschaft aufgenommen oder aber,irgendwann erleben wir das vieleicht auch noch,wird das berauschende Gebraeu aus der Kavawurzel angesetzt.Beobachtet haben wir das schon in Savusavu ,die Maenner schoepfen mit einer halben Kokosnuss aus einer ( unappetitlichen ) Plastikschuessel ,trinken mit einem Male ( ein MUSS ) alles aus und reichen die halbe Nuss weiter.Die Bruehe sieht aus wie altes Spuelwasser und sollten wir das mal trinken muessen,so gebietet es die Form,dass wir auf keinen Fall die Miene verziehen.Umgeruehrt wird uebrigens mit den Haenden,wobei schmutzige Haende und Dreck unter den Fingernaegeln keinesfalls stoerend sind ( wuerg? ).Sicher gibt es ueber diese merkwuerdig anmutende Zeremonie noch viel mehr im Internet zu recherchieren,fuer heute aber sollte das an Info von unserer Seite aus reichen. Ein Mitglied des Dorfes ging dann gestern anschliessend mit uns und zeigte uns alle Reste der Leprakolonie,des Kinos,des Gefaengnisses und den grossen Friedhof,wo ungefaehr 1500 Lepratote liegen und erzaehlte uns sehr viel der Geschichte.Ebenso eine Turtleaufzuchtstation,wo ich erstmalig eine Schildkroete in die Hand nehmen durfte.Beeindruckt sind wir zurueck zum Schiff und nun liefen gestern nach und nach noch 7 andere Schiffe ein,ua auch die Gipsy4,die nun alle hier auf besseres Wetter warten werden.Leider gibt es hier kein Internet und die schon nur von gestern vielen gemachten Fotos muessen auf ihre Einstellung warten.Wie immer aber sind auf Funk erreichbar!

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Urlaubsfeeling auf Koro

21. August 2014

Gestern Morgen um 8 Uhr sind wir Anker auf vom Cousteau Resort, aber leider ohne die Frieda, denn die sind leider schon am Vortag in die falsche Richtung gesegelt,nämlich zurück nach Savusavu. Auch dort hat die Lichtmaschine ihren Geist aufgegeben, ganz leise und plötzlich, so ein Ärger. Frank holte bei uns die nötigen Infos, wir hatten ja das gleiche Problem und den Rat, nach Labasa zu fahren. Dort gibt es sowohl eine Austauschlichtmaschine als auch einen Regler dafür. Gerade kommt eine Email rein, Reparatur geglückt, etwas auf Umwegen, aber jetzt ist das schöne Wetterfenster futsch :-(. Wir trödeln und sie werden uns sicher einholen ! Ausser mein Zahn würde Ärger machen, dann ginge es mit Vollgas nach Suva, dort soll es einen sehr guten Zahnarzt geben. Die provisorische Reparatur hält bis jetzt gut und ich bin schmerzfrei :-) !!

So sind wir also gestern früh um 8 Uhr gemeinsam mit der Gipsy4 die 30 Meilen gen Koro gesegelt. Hier gab es eine Planänderung, Makogei liegt jetzt als nächstes Ziel erst, denn der Wind war gestern optimal um hierher zu gelangen,was sonst eher fast unmöglich ist, es sei denn man liebt das gegenan bolzen !

Die erste Stunde mussten wir noch motoren ( dann gibt es ja auch heisses Wasser :-) ) und dann frischte der Wind immer mehr auf und teils segelten wir die meiste Zeit zwischen 7 und 8 Knoten Geschwindigkeit. Ein sauberes Unterwasserschiff hilft ungemein!! Nach 6 Stunden erreichen wir Koro und nun fängt die besonders aufmerksame Navigation an. In der Einfahrt sollen 3 dicke Bommis ( Korallenköpfe ) knapp unterhalb der Wasseroberfläche liegen…böse ohne Wegpunkte ! Wir navigieren nun sowohl mit Navionis,als auch mit OpenCPN und den darübergelegten Google earth Karten, ich stehe vorn am Bug und so laufen wir bei gutem Licht sicher in die Bucht ein,in der schon die Gipsy4 an der kostenfreien Mooring des Dere Resorts hängt.

So sieht das auf dem Laptop aus. Die gelbroten Punkte sind unsere Wegpunkte und unser Schiff ist das kleine rote Schiffchen mit Kurs voraus Pfeil. An der linken Seite ( aus Schiffssicht in Fahrtrichtung ) sieht man die Riffe, die man mit dem Auge zB bei schlechter Sicht ohne Sonne nicht erkennen würde. Dies alles vorzubereiten ist eine Menge Arbeit, ist aber hier im Segelrevier Fiji unabdingbar !!

Nun hängen auch wir an einer der 6 Moorings und finden die Bucht sehr reizvoll. Zudem scheint endlich knallig die Sonne und abends bleibt es noch dabei, nie ohne Pulli! Kaum waren wir hier , holten uns Christine und Ronald mit ihrem Dingi ab und wir sind in das Resort gegangen. Dort begrüßte uns ein Amerikaner der hier lebt, aber nichts mit dem Resort zu tun hat. Dennoch war er äusserst hilfsbereit ( die Fijimentalität scheint abzufärben :-) ) und organisierte Personal vom Nachbarresort für unsere Fragen. Hier gibt es keine Gäste und alles sieht tot aus und der schöne Pool scheint nur noch grün-glitschiges Wasser zu haben…

Ein langer geplegter Steg führt über das Riff zum Resort und wie wir am Abend erleben werden, sogar mit Beleuchtung. Wir fragen nach, ob wir am Abend zum Essen kommen können und zum Sundowner und tatsächlich stimmen sie zu und fahren den ganzen Apparat Küche und Bar für uns 4 hoch. Zum Sundowner erscheinen noch Bekannte von der Gipsy4 mit deren Schwesterschiff Monkey Fist und wir sitzen gemütlich und urlaubsfeelingmäßig beisammen.

Das ist doch eine prima Einstimmung und das Essen , bestehend aus Suppe aus Taroblättern ( schmeckt ähnlich wie Spinat ), Chicken in verschiedenen Variationen und Fruchtsorbet, zusammen für 30 Fijidollar schmeckt richtig lecker! Wir besprechen den nächsten Tag und entscheiden uns dagegen , die 50 Minuten ins Nachbardorf zu laufen, um dort das Sevusevu zu machen. Das heben wir uns für Makogei auf und dort ist es für uns auch logischer, wenn wir praktisch vor deren Haustüre ankern. So lauffit fühle ich mich einfach noch nicht, aber zum Schnorcheln wird es morgen gehen.

Bei Ebbe kommt eine Sandinsel zum Vorschein und dort wollen wir hin, eine Insel für uns alleine :-)

Vorsichtig schlängeln wir uns durch das Riff und perfekter könnte es nicht sein!

Hier gehen wir auch schnorcheln und wer Lust auf noch ein paar mehr Bilder hat, kann mal in der Bildergalerie schauen!! Wir haben heute das Mooringfeld für uns ganz alleine, da die anderen ja zum Dorf gelaufen sind und dort wahrscheinlich wieder zum Essen eingeladen wurden…

Koro Island

20. August 2014

erster-segeltoern-seit-7-wochen

Ein bisschen Spass muss sein…:-)

Gegendarstellung :-) und Cousteau Resort

18. August 2014

Ja was muss ich denn da auf der Homepage von der Gipsy4 lesen ?? Die Mädels wanken zum Dingi und haben dem roten Traubensaft zugesprochen ?? Ausnahmsweise halten sich die Männer an diesem Tage aus Mangel an Masse zurück :-) und überhaupt, was sollen denn meine Töchter von ihrer Mama denken ?? Nagut, ein bisschen stimmt es ja, aber Christine war in Feierlaune und da konnte ich sie ja schliesslich nicht alleine feiern lassen, oder ?? Aber der Wein ist von guter australischer Qualität und es gibt keine bösen Überraschungen am nächsten Tag davon…Gestern Morgen haben wir also nach 7 Wochen es endlich geschafft , die Leinen von der Mooring zu lösen und sind die 3 Meilen um die Ecke zum Cousteau Resort gefahren. Vorbei an der Hemisphere und deren Beiboot, was länger ist als so manches Hauptboot von uns.

Auch sie haben noch die gelbe Q-Flagge, als Zeichen, dass sie einklariert werden wollen . Dann ist dieses Motorboot die 2000 Meilen mal eben Seite an Seite mit der Großen von Papeete hierher gedüst !

Tschüss Savusavu Bay bis wahrscheinlich Mitte Oktober, dann werden wir dort am Ende der Bay an unsere vorgebuchte Helixmooring gehen.

Bis dahin hoffen wir auf eine tolle und erlebnisreiche Fijizeit.

Wir haben also gestern hier , links vor dem Resort unseren Anker in 16 m Wassertiefe versenkt. Genauso wie es uns Curly vorgebetet hat und trotzdem kommt ein Sherrif vom Resort und nötigt uns zum Umankern , mehr hinten und weiter entfernt und möglichst unsichtbar vom Resort aus, denn dass die Segler nicht mögen, das hat sich schon herum gesprochen und überhaupt ticken die dort anders…Wir gehen also brav wieder ankerauf, versenken in 23 m und kommen zu nahe an die anderen heran, also wieder auf und wups….nichts geht mehr, die Ankerwinsch versagt ihren Dienst! Der Anker scheint schon ausgebrochen zu sein und so halte ich das Schiff während der Reparatur auf Abstand zu den anderen. Nach kurzer Zeit Entwarnung, es war nur eine Sicherung rausgesprungen, gut , haben wir das auch geklärt und wissen für die Zukunft Bescheid in solch einem Fall. Wir waren vor ein paar Wochen ja mal im Cousteau Resort , um dort etwas zu trinken nach unserer Radtour. Am Eingang bekamen wir einen Zettel mit der Gebrauchsanleitung für Nichtgäste, nur hierhin setzen, so bestellen, nicht wonders rumlaufen,bloss nicht an nichtzugewiesene Tische setzen, NICHT AM HOTEL PACKEN…blablabla…man sah nirgends fröhliche Menschen, nur griese Angestellte in tiptop Uniformen. Gut dass wir da nicht Urlaub machen müssen :-), wie schrieb ein anderer in seinem Blog ? Es war gruselig ! Da folgen wir doch viel lieber der Einladung von Christine und Ronald zum Schnitzelessen a la Winer Art :-)

Ronald begrüßt uns mit Socken und Pulli…aha…so fühlt sich also das berühmte Südseefeeling an …

…derweil brutzelt Christine reichlich Scheineschnitzel und serviert dazu warmen Kartoffelsalat und einen gemischten Salat und zum Nachtisch noch Pfirsichkuchen mit Kaffee und Sahne. Boh war das wieder lecker , herzlichen Dank an euch Beide und nun wird aber mal wieder etwas weniger gegessen…obwohl…bei der Kälte hat man eigentlich immer Hunger :-) .Frank hatte direkt zu Anfang sein dickes Fleece an und hat seine Mütze nur vergessen gehabt…Nun überlegen wir, wann wir die 50 sm nach Makogei segeln, morgen oder übermorgen, die Entscheidung fällt heute Abend nach Sichten des aktuellen Wetterberichtes. Auf Makogei war früher eine Leprastation , wo seit 1911 Patienten behandelt wurden.Über 4000 Kranke sind dort gelandet und 58 Jahre lang wurde dort praktiziert. 1969 haben die letzten Patienten dieses Hospital auf Makogei verlassen und wurden nach Suva verlegt. Dies war dann auch das Ende der Klinik und heute zeugen noch Reste davon aus der Leprazeit und auch das Gefängnis kann man dort noch besichtigen. Nun denn, sicher alles sehr interessant und sicherlich :-) werden wir berichten!! Nun noch ein ganz besonderer Geburtstagsgruß nach Aachen für meine Tochter Eva, die morgen , am 19. ihren Geburtstag feiern wird. Ganz herzlichen Glückwunsch an dich hier von Fiji und in Gedanken sind wir bei dir und wünschen dir alles Gute und Liebe !!

Irgendwie ist hier die Kochwut ausgebrochen…

16. August 2014

…und so waren wir gestern Abend gemeinsam mit der Gipsycrew bei Evi und Frank eingeladen !

Die beiden haben eine super leckere Lasagne gemacht und anschliessend gab es Kuchen a la Frank, Marmorkuchen mit Kokosraspeln und viel Rum, also nur was für grosse Leute…doch ich hab auch ein Stück bekommen :-)

Ausserdem gab es noch eine Weinprobe, sollen wir den kaufen oder schmeckt der besser oder …bis auf den zweiten Rufnamen des Winzers beim Kegelclub waren wir beim Raten schon alle gleich gut ( oder gleich schlecht )

Hier kann man leckeren australischen Wein zu annehmbaren Preisen kaufen. Eine gute Flasche bekommt man schon ab etwa 6 Euro ! Vorgestern gab es sogar endlich mal Sekt , gesponsert bei Frieda :-). Heute haben wir nun alle Einkäufe erledigt und werden am Abend ein letztes Mal zum Inder gehen, sicherlich wieder Thai Chicken, das schmeckt besonders gut!! Morgen früh dann segeln wir los die paar Meilen bis zum Cousteau Resort und vielleicht, wenns Wetter passt, Dienstag oder Mittwoch nach Makogei ,eine ehemalige Leprakolonie.Hatte ich schon erzählt, dass ich Zahnprobleme bekommen habe ? Konnte das nicht ein paar Wochen vorher sein oder besser gar nicht!!! Jetzt habe ich mir heute selbst eine provisorische Zementfüllung gemacht und bitte sehr darum, dass ich keine Zahnschmerzen bekomme unterwegs !! Der hiesige Zahnarzt, auch 3 Busstunden entfernt, hat den ersten Termin in einer Woche frei….heute Nacht hatte ich eine hotline ( statt schlafen grrrr ) zu mener Evi in Aachen, sie hat ihre Freundin ( fertige Zahnärztin ) um Rat gefragt und auch ihren Halbbruder, der ebenfalls als Zahnarzt praktiziert und so bin ich deren Rat gefolgt, Loch zu, alles gut…oder auch  nicht :-), schaun wir mal !! …ich wollte heute eigentlich wirklich NUR ein Foto einstellen und euch nicht schon wieder mit Erzählungen quälen, sorry :-)

Post-Fijinight-und Kohlrouladenstorys

15. August 2014

Heute moechten wir einen besonderen Dank nach Wuppertal senden, an unsere Freundin Dagi, die sich enorm dafür eingesetzt hat, dass zum einen Knuffs grauer Lappen in einen Kartenführerschein umgewandelt wird und dann noch, dass wir beide internationale Führerscheine bekommen. Durch Vitamin B :-) , was immer wieder hilfreich ist, wurde uns alles per email zugesandt, wir konnten das ausdrucken, Unterschriften in vorgesehene Kaestchen setzen und auch noch hier an Bord ” wunderbare hässliche ” biometrische Passfotos erstellen. Ich wollte für die Erstellung gerne vorher mich ein wenig flott machen, sprich, Haare waschen, ein wenig schminken und die morgendlichen Knitterfalten aus dem Gesicht schlagen. Wie ihr meinen Knuffi kennt, ist doch wurscht, das machen wir jetzt mal eben und gut iss. Dementsprechend sehen zumindest MEINE Fotos aus, schrecklich !! Aber die waren ja nicht für einen Schönheitswettbewerb gedacht, also was soll es und nun sind die Führerscheine auf dem Weg hierher und der nette Postmann gehört wohl nun auch zu unserer Fangemeinde , dank Dagi :-)

Mittwochs Abend ist hier in der Waituimarina Fijinight für 10 Fijidollar, all you can eat und so treffen wir uns mit Evi,Frank,Christine und Ronald dort. Im Laufe des Abends treffen dort 3 junge Leute ein,mit Gitarren, Flöte und Rassel und machen klasse irische Musik, zu der wir mitsingen, klatschen und viel Spaß haben.

Zu spaeterer Stunde kommt noch ein befreundeter Australier von der Gipsy und gesellt sich zu uns und noch junge Leute, wobei das Mädel irgendwie völlig abgedreht ist. Hat sie zuviel Kava getrunken oder irgendwas geraucht ? Sie hat auf jeden Fall Spaß…

Zwischendrin kommen 2 Männer rein mit ihrem Fischfang, einem wunderschönen Mahi Mahi, ein wahres Prachtstück und der landet direkt in der Küche!

Für unsere Verhältnisse bleiben wir lange sitzen und wir schmieden alle Pläne für die verbleibenden letzten Tage in Savusavu und schwupps, man erinnert sich an meine Aussage , ich würde noch mal Kohlrouladen machen,aber wann ? Ok, hab verstanden und so begebe ich mich am nächten Morgen zum Metzger und zum Markt und den Rest des Tages wird mir so gar nicht langweilig :-)

Diesmal sind es 40 Stück geworden und ob wir die alle schaffen ? …Leider ist die Pacific -High noch nicht da, denn sie hätten bestimmt gerne mitgegessen :-) Ausnahmsweise habe ich mal Nachtisch gemacht, Vanillepudding mit zerstossenen Cantuccinibröseln, auch lecker ! Heute geht es dann weiter mit der Futterei, Evi und Frank laden heute auf die Frieda ein und es gibt Lasagne…ach geht es uns doch gut jetzt! Und..pssst..ich glaube morgen gibt es auf der Gipsy4 was landestypisches…Wir werden heute die Marina bezahlen, das bestellte Kava abholen, zum Custom gehen und uns abmelden , einkaufen, Wäsche machen…denn am Sonntag wollen wir mit cruisen rund um Fiji beginnen und irgendwann im Oktober wieder hier in Savusavu sein.

Das haben wir uns verdient !

13. August 2014

Wir laden Evi und Frank am Abend zu Sundowner ( eher lightdowner ) und zum Essen in die Copra Shed Marina ein.

Am Nachmittag erscheint hier auch wieder die Gipsy4, nachdem  die Pläne für eine Weiterfahrt nach Koro wetterbedingt verschoben wurden.

Wir bereden uns über Funk und sie beschließen spontan ,den Abend mit uns vieren zu verbringen, zumal sich die Gipsy4 und die Frieda ja auch kennen und sie sich seit etwa einem Jahr nicht mehr gesehen haben. Die Männer testen das ein oder andere Biechen und wir Mädels testen den hiesigen Rotwein :-)

Zur Essenszeit wechseln wir zur Copra Shed, bekommen einen netten 6er Tisch und essen sehr gut und lecker und quatschen und quatschen…

Hauptthema, hier auf Fiji bleiben oder nicht! Wie mag das Wetter ab November sein ? Aber jedes Jahr bleiben so viele Schiffe hier , ausserdem ist das Leben unschlagbar günstig hier und unsere Bordkassen könnten sich nach Französisch Polynesien ein wenig erholen.

Auf jeden Fall geht uns der Gesprächsstoff nicht aus und wir haben einen sehr netten und auch lustigen Abend zusammen. Kommt doch immer rmal wieder kurz das Gespräch auf unser neu entwickeltes ” erotisches Wegpunktseminar ” ( prust ) . Unser lieber Freund Erich hat sofort darauf reflektiert und zieht Überlegungen in Betracht, dies in seine Seminare mit aufzunehmen…wenn er doch nur ganz genau um die Inhalte wüßte :-) !

Wir sitzen noch lange zusammen und fühlen uns sehr wohl in dieser netten Runde!

Der gestrige Tag war mal wieder verregnet und so haben wir die restlichen Innenarbeiten in Angriff genommen und über das Problem Laptop nachgedacht. Zumindest konnte ich die Homepage wieder auf ihrem normalen Wege anmelden und jetzt sollte der heutige Eintrag wieder in der gewohnten Ordnung erscheinen.

Wieviel Zeit man vor Laptops, Plottern etc verbringt, ist ungalublich und hätte ich nie vermutet. Derweil nun ist unsere Freundin Dagi in Wuppertal unermüdlich beschäftigt, uns internationale Führerscheine zu besorgen und Knuffs ollen grauen Lappen in einen Kartenführerschein zu tauschen. Wie das nun alles gelaufen ist und ob es überhaupt geklappt hat, davon morgen mehr….;-)

Wir schwimmen wieder !

11. August 2014

Am Samstag haben wir uns mit Evi und Frank von der Frieda getroffen und im Verlauf des Abends auch von unseren Sonntagsplänen erzählt. Spontan haben sie uns ihre Hilfe angeboten und so konnten wir schon ein wenig gelassener dem Sonntag entgegen sehen. Ebenso hat Hannes vom Optimist spontan seine Hilfe angeboten, da er sich mit seinem Kat an selber Stelle schon einmal hat trocken fallen lassen. So erschien Hannes schon um halb 7 Uhr ( unchristliche Zeit für Segler :-) ) am Steg, kam an Bord und das Abenteuer konnte beginnen !

Der Dingisteg ist im Weg und so muss man ganz langsam und vorsichtig S-Kurven fahren und sobald Grundberührung war, ließen wir die Motoren noch leicht im Vorwärtsgang laufen, um die Position zu halten . Wir sind 80 Minuten nach Hochwasser ( 10. August 2014 um 5 Uhr 23 ) auf diese Stelle gefahren und das Wasser ging recht schnell weg und wir konnten schon um halb 8 mit der Arbeit anfangen. Ich, auf Grund leicht geringerer Größe als mein Schatzi, noch etwas paddelnd und bibbernd…Aber ich bin ja keine Frierhippe und selbst dieses kühle Wasser kann mir doch die Stimmung an diesen schönen Tätigkeiten nicht verderben :-)

Sobald das Wasser tiefer sank, konnte am Borddurchlass gearbeitet werden.

Die provisorische Reparatur beiseite nehmend und schon konnte der Austausch beginnen. Es war sicher eine weise Entscheidung, hier an Ort und Stelle auf den Ersatz aus Deutschland zu warten und nicht hier rum zu cruisen.

Die Reparatur war erfolgreich , ob auch alles dicht ist, würde sich erst am Abend zeigen.

Nun noch die Opferanoden am Propeller austauschen, denn auch die haben sich bis auf kleine Reste ” geopfert “.

Schon kamen auch Evi und Frank in Arbeitskluft angedüst und ohne langes Lamentieren ging`s ans Werk. Seglern muss man ja nichts erklären in dieser Hinsicht ,denn jeder muss diese Arbeiten irgendwann und irgendwo machen. Wir finden das grandios, wie dieses Netzwerk der Segler funktioniert und sind froh und glücklich, ein Teil dieses Systems zu sein! Fest stand nach Ablauf des Tages, zu zweit wären wir nicht in einer Tide fertig geworden! Gerade sind sie doch erst hier angekommen und schon am heiligen Sonntag, der hier nur unter dem Motto ” Chuch,Church, Church ” steht, müssen sie hier arbeiten. Manchmal ist man eben zur falschen Zeit am falschen Ort :-)…aber wir haben eigentlich alle vier viel Spaß bei der Arbeit gehabt, besonders beim ” etwas anderen , erotischem Wegpunktseminar” am Anschluss des Arbeitstages …doch davon berichte ich ein andermal…( hahaha )

Das sieht doch schon klasse aus und wir haben auch Glück gehabt mit dem Wetter, keinen Regen und leichter Wind nur, der die Farbe trocknen lässt.

Wir sehen alle aus wie Blaufusstölpel :-) ! Es wären zwar Handschuhe da gewesen, aber irgendwie , ehe man dran denkt, die JETZT zu benutzen, sieht man schon so aus ;-), was soll`s !

Große Säuberungsaktion mit Verdünnung, anders geht das Zeug nicht mehr ab.

Jetzt gehen wir ein Bierchen zischen !

Hier in der Waitui Marina fand denn auch das Seminar statt ( nee was haben wir gelacht ! )

Wir bedanken uns hier ( und auch noch anders :-) ) ganz ganz herzlich bei Evi und Frank, dass sie uns spontan geholfen haben und wir so die Aktion in nur einem Tag abschließen konnten!!

Das letzte Mal hat das Im Januar 2013 auf den Las Perlas stattgefunden und da waren Liliane und Paul unsere Helferlein. Wir sind gespannt, wo wir das nächste Mal stehen werden.

Wir sind noch schnell rüber zum heiß duschen ( herrlich ) gefahren und ab 16 Uhr im Cockpit wartend verbracht, auf den Moment ,wo das Schiff anfängt zu schwimmen.

Hochwasser am Abend 18 Uhr , also so gegen 16 Uhr 40 müssten wir den gleichen Wasserstand  wie am Morgen haben. Tatsächlich stimmen unsere Berechnungen, es fängt an zu wackeln und wir starten die Motoren, warten noch etwas und fahren dann vorsichtig im Zickzackkurs zurück an unsere Mooring. Wir sind soooo froh, dass alles geklappt hat und dass wir das Problem hier lösen konnten. Dazu haben wir noch reichlich Geld gespart ( endlich mal :-) ) für ” professionelles Auswassern ” und Marina Gebühren. Jetzt werden noch  ein paar Dinge hier erledigt, die Sonne muss auch noch geputzt werden und dann aber endlich, Fiji, wir wollen dich kennen lernen!

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