Archiv September, 2013

Jetzt sind wir wieder zurueck auf Tahiti

27. September 2013

Meilenstand Tahiti / Papeete nach 3 1/2 Jahren 15794 sm

Wer sich wundern sollte, warum wir mehr Meilen auf dem Buckel haben, als andere, die die gleiche Strecke gesegelt sind, wir rechnen nicht falsch, sondern segeln halt manchmal eine Strecke doppelt. So von St. Maarten nach Kolumbien im letzten Jahr…

Wir sind doch nur eine Nacht auf Moorea geblieben, obwohl es hier sehr schoen ist. Unser Favorit ist ganz klar die Opunoho Bay mit dem tuerkisen Wasser !

Gestern Morgen haben wir noch ein paar dunkle Regenwolken vorbei ziehen lassen und sind dann mit Westwind nach Tahiti gesegelt und liegen seit heute fast an unserem alten Platz vor Anker.

Schon frueh am Morgen wurden die Waeschesaecke gefuellt und auf dem Weg zum Carrefour die Waschmaschinen bestueckt.

Nun sind schon die Betten frisch bezogen und alles andere liegt schon frisch duftend im Schrank,herrlich !

Natuerlich fand auch schon das ein oder andere Leckerchen den Weg in die Felice und so wollen wir heute Abend mal nach langer Zeit wieder den Grill anwerfen. Das letzte Mal war im Juni mit Petra und Hans hier !

Noch ist es fast windstill und die Temperaturen sind hier deutlich hoeher als auf den vorigen Inseln. Das Thermometer klettert wieder brav ueber 30 Grad und so kann die dicke Bettdecke wieder verschwinden. Ja ihr lacht uns da zu Hause wohl aus, es war wirklich kuehl und fast kalt. Es war nur noch knapp ueber 20 Grad , bibber, fuer uns ( naja, wohl eher fuer mich ) ist das ja schon nahe der Frostgrenze :-) . Nun werden wir unsere To-Do Liste rausholen und Stueck fuer Stueck abarbeiten, damit wir im naechsten Jahr wieder mit frischem Elan starten koennen !! Uebrigens sind unsere Freunde, Liliane und Paul von der Lunablu, mittlerweile gut auf Fidji angekommen und haben nun auch ihr Ziel fuer diese Saison erreicht. Grad heute erreichte uns eine Mail von Birgit von der African Affair, sie war auf Raiatea beim Ankermanoever auf den Pickhaken getreten und hatte sich ganz fies den Fuss umgeschlagen. Jetzt, ueber 4 Wochen spaeter, ergab der Besuch beim Arzt in Deutschland, der Fuss war gebrochen…aua ! Doch nun muss er einfach weiter so heilen…manchmal schon bloed, dass man nicht mal eben hier zum Arzt gehen kann ! Aber offensichtlich besitzen die Segler gute Selbstheilungskraefte, denn auch  meinem Knuffi geht es mit seiner Huefte wieder gut. Aber den Sprung vom Schrank wollen wir dennoch nur und einzig allein unserem Freund Ingo lassen ;-) Wir wuenschen nun auch Christine und Ronald von der  Gibsy4 mit ihrem Besuch eine tolle Zeit auf Huahine und Bora Bora und freuen uns auf alle im naechsten Jahr!

Auf Moorea angekommen !

25. September 2013

…morgens um 7 Uhr Start aus der Bay Haamene und mal eben noch die paar Meilen rueber nach Raiatea in den Stadthafen. Ein paar frische Sachen fuer unterwegs einkaufen und um 10 Uhr, noch immer geht kaum ein Lueftchen, starten wir nach Moorea.

Wir konnten uebrigens direkt den richtigen Kurs anlegen udn brauchten bis Moorea keine Kursaenderung vorzunehmen!

Hier geht es raus aus dem Pass und dort geht es rein in die Squalls und der zweite davon hatte blitzschnell 30 Knoten und Winddreher von mal eben 90 Grad. Ist da irgendjemand, der die uns anhext ?? Kann der nicht vor oder hinter uns durchrauschen ??? Also…wer war das ??? ;-)

Nach 22 Stunden sehen wir morgens um 8 Uhr Moorea und segeln nur mit der Genua auf genauem Kurs zur Passeinfahrt.

Die Vorhersage von Wetterwelt war mal wieder klasse  und so waren diese 110 Meilen gegen die normale Wind- und Wellenrichtung gar nicht so schlimm.

Obwohl…nach den vielen Tagen an Ankerplaetzen kommt  bei der ersten Nachtwache nicht so die rechte Freude auf…lieber moechte man sich  in eine warme Decke einkuscheln und friedlich schlummern…es war naemlich recht frisch die Nacht ! Morgen segeln wir wahrscheinlich rueber nach Papeete, das pralle Stadtleben ruft immer lauter und vor allem ruft die Waschmaschine :-)

Der Wetterbericht haelt Wort :-)

24. September 2013

Die Sonne scheint wieder und alles wird gut ! Auf nach Papeete :-)

Nun mussten wir uns auch von Christine und Ronald verabschieden, die nun hier bleiben und mit ihrem Besuch sicher eine schoene Zeit hier verbringen . Wir freuen uns auf das naechste Jahr, alle unsere Seglerfreunde wohlbehalten wieder zu sehen !

Dann wollen wir mal los…bis in Papeete oder Moorea !

Ein letzter Besuch bei Leo…

23. September 2013

…mit einem sehr schmackhaften Essen! Es gab gestern doch noch einmal Buffet mit verschiedenen Fischsorten, Lamm und heimischen Gemuesen.

Aber irgendetwas stimmte nicht in der Kueche :-( normalerweise wird dort gegen 19 Uhr gegessen und just zu dieser Zeit roch es verdaechtig angebrannt aus der Kueche ! Wir mussten dann noch weit ueber eine Stunde warten und unsere Maegen fanden das gar nicht lustig ! Endlich wurde aufgebaut und wir durften uns bedienen und es war wieder sehr gut und so hat sich die Warterei doch noch gelohnt !

Die Nacht war sehr schaukelig und windig , dazu Regen und Gewitter…tolles Wetter um nach Tahiti zu segeln !Doch die Vorhersagen sind sich jetzt alle einig, es wird besser. Wir fahren also gleich los rueber nach Utoroa, gehen noch ein wenig einkaufen und wollen morgen frueh dann starten. Vielleicht machen wir noch einen Stopp auf Moorea in unserer Lieblingsbay, schaun wir mal, wohin der Wind uns bringt.

Seit dem 11. Juli sind wir nun hier auf den wunderschoenen Inseln und wir freuen uns jetzt schon wieder auf das naechste Jahr, wenn wir noch einmal herkommen !

Bis dann auf Tahiti :-)

…und immer wieder ruft das Hibiscus :-)

22.September 2013

Leo hat vor seinem Restaurant eine kleine Schildkroetenstation, zu der taeglich einige Besucher aus den Resorts kommen.

Eine von denen hat wohl schon Beruehrung mit einem Hai gemacht, denn ihr fehlt eine Ecke im Panzer :-(

Ansonsten treffen wir uns taeglich im Hibiscus und haben schon fast das Gefuehl , ein wenig zur Familie zu gehoeren ! Leo und seine Frau und auch das Personal sind wirklich alle aussergewoehnlich nett, hier ein grosses Lob an das Hibiscus, die auch noch lecker und in ausreichenden Portionen kochen.

Gestern Abend gab es Buffet dort und kurz vorher kam ein Angestellter und praesentierte stolz seinen Fang des Tages, einen Mahi Mahi, der nun Bestandteil des Buffets sein sollte.

Da bei uns im Ofen eine Lammkeule schmurgelte, haben wir nicht teilgenommen…haetten wir das vorher gewusst !

Nun denn,dafuer wollen wir heute noch einmal gemeinsam mit der Gibsy4 dort essen gehen und uns dann auch bald verabschieden. Fuer uns sieht es immer noch so aus, dass wir am Dienstag nach Papeete zurueck koennen. Fuer die Gibsy4 leider zu spaet, um ihre Nichte termingerecht vom Flughafen Papeete abzuholen. Gut dass es fuer solche Faelle die Inselhopser gibt !

Leo muessen wir hier doch auch einmal kurz vorstellen, denn viele viele Segler, die auch wir kennen, haben hier Stopp gemacht und sich in die unzaehligen Gaestbuecher eingetragen.

Hier treffen wir hier auch Jutta und Jochen mit ihrer Chessy, die wir schon im April 2011 in Mayreau getroffen haben und die dort ihre erste Weltumsegelung mit der World ARC in nur 16 Monaten beendet hatten.

Nach den Feierlichkeiten auf St. Lucia haben sie einfach den Anker wieder aufgeholt und sind jetzt erneut zu einer Umsegelung unterwegs…nicht schlecht, oder ? Doch ob das was fuer uns waere ? Wir glauben nein !!

Netterweise wird auch hier unsere Waesche gewaschen und wir werden endlich den aufgestauten Muell los, der nach Wochen in der Backskiste nicht mehr nur nach Veilchen duftet;-)

Heute scheint wieder die Sonne und der Wind laesst deutlich nach, ach ist das wieder schoen !!

Leider humpelt seit heute ploetzlich mein Knuff, die Huefte streikt und schmerzt und nur liegend und lesend auf weichem Untergrund wird der Tag wohl ohne grosse Unternehmungen zu Ende gehen . Ob wir jetzt echt langsam alt werden…oder schon sind  ?? Das waer aber bloed ;-)

Das Wetter spinnt…

20. September 2013

…und so sind wir immer noch an der Mooring vor dem Hibiscus und treffen uns nun abends zur Happy Hour bei Leo, um wenigstens einmal am Tag das Schiff zu verlassen !

Wir beobachten den Wetterbericht und der aendert sich wirklich alle paar Stunden. Das wir hier am Wochenende wegkommen koennen wir vergessen. Jetzt sieht es vielleicht nach Dienstag aus…warten wir es einfach ab ! Momentan schuettet es aus Kuebeln und wer jetzt gerade hier Urlaub macht, der kommt nicht so recht in Suedseelaune . Gestern Abend kamen 6 Oesterreicher ebenfalls zum Leo, die mit ihrem Charterkat direkt hinter uns liegen. Wir haben ihnen waermstens Bora Bora ans Herz gelegt und noch ein paar Tipps mit auf den Weg gegeben. Heute Morgen sind sie auch schon wieder los…die haben ja Urlaubsstress ;-)

Der Haushund, der hier durchs Lokal schleicht, hat frappierende Aehnlichkeit mit Leo :-)…oben rechts sein Buero :-)

Gestern kam mal die Sonne raus und dann sind wir beide  ins 4 km entfernte Dorf am Ende der Bucht mit dem Dingi gefahren. In 12 Minuten hin und in 19 Minuten gegen Wind und Welle zurueck…Das Doerfchen ist sehr uebersichtlich, ein Supermarkt, der von Bauartikeln ueber Schulbedarf und Kleidung fast alles hat, wenn auch nicht in der Art, wie wir uns das vorstellen , um shoppen zu gehen !

Die Entscheidung faellt wahrlich schwer…soll ich das reizende Kleid da links nehmen oder solch eine entzueckende Jacke, wie sie dort im Schrank haengt ?

Letztendlich entscheiden wir uns fuer 2 frische Baguettes und duesen wieder zurueck zum Schiff. Das war also unser wahnsinnig aufregender Ausflug ins Dorf !

Gute deutsche Wertarbeit steht hier einfach so im Garten rum und wird nicht mehr gebraucht…

Anschliessend wurden wir erneut zu Kirschkuchen mit Sahne auf der Gibsy4 eingeladen…das ist das Gute an dem Wetter, da bekommt Frau, in diesem Fall Christine,  Langeweile und baeckt einfach mal eben so einen Kuchen und laedt hungrige Segler ein :-) Ansonsten haben wir wohl wirklich alle schon fast eckige Augen, denn bei diesem Wetter wird Computerarbeit erledigt, Fotos sortieren, CD`s erstellen und eben all die Dinge, die man ansonsten nach hinten schiebt ! Immerhin habe ich heute Teil 1 unserer Reise in Form einer Film CD ,von Warns in die Karibik ,fertig gestellt . Wenn ich die Stunden ungefaehr zusammenzaehle, komme ich doch glatt auf 2 Abeitstage fuer so eine CD,egal, wir hoffen ja,euch die irgendwann einmal vorfuehren zu koennen !!

Champion Pearl Farm Tahaa

17. September 2013

Gestern Morgen haben wir , wie von den Boys gewuenscht, die Perlenfarm besichtigt !

Der junge Mann erklaert uns auch hier wieder die Entstehungsgeschichte einer Suedseeperle und laesst us zusehen, wie eine fertige Perle aus der Auster rausoperiert wird und anschliessend ein gleich grosses Nuklei eingesetzt wird. Diese Auster muss nun innerhallb einer Stunde wieder ins Wasser und braucht wiederum 18 Monate,bis sie erneut  geoeffnet wird.

Wir gucken eine Weile zu und nun muessen und sollen wir in den Verkaufsraum .

Die Hausherrin breitet Ketten, Anhaenger, Ohrringe und die verschiedensten Perlen vor uns aus.

Doch irgendwie haben die den Bezug zur Realitaet verloren, es gibt kein Schmuckstueck unter 1000 Euro und eine reine Perlenkette kostet ab 2000 Euro. Rechts im Bild eine schon sehr grosse Perle,die sicherlich etwa 8 Jahre gebraucht hat ,um diese Groesse zu erreichen. Im Inneren erkennt man sehr schoen das Nuklei, um das sich das Perlmutt bildet. So wie sie erklaert, ensteht diese Staerke in 18 Monaten, aber dennoch sind die Staerken unterschiedlich.Doch wie soll der Laie das erkennen ,ohne die Perle zu halbieren ? Wir finden sicher das ein oder andere Schmuckstueck sehr schoen, aber die Preise sind abschreckend ! Wir erklaeren ihr entschuldigend, dass Segler nicht so viel Geld haben und eher etwas fuer den schmaleren Geldbeutel nehmen wuerden. Sie winkt ab, wer sich hier in der Suedsee Urlaub leisten kann, MUSS Kohle haben ! Achso…machen wir denn Urlaub hier ??

Nachdem klar wird, dass wir nichts kaufen werden, macht sie uns klar, dass wir bitte bis zum Mittag die Mooring verlassen sollen, sie wuerden gebraucht fuer richtige Kunden :-) . Klar machen wir doch, fahren zurueck zu den Schiffen, schmeissen unsere Leinen los und wechseln in die Haamene Bay, die etwa 6 Meilen weiter liegt und schnappen uns dort eine Mooring vor dem Hibiscus Restaurant.

Vielleicht koennen wir hier ja heute Abend mal wieder essen gehen.

Wir reservieren einen Tisch fuer 4 Personen und treffen uns zum Sundowner dort, netterweise zu Happy Hour Preisen ! Offensichtlich werden wir die einzigen Gaeste heute sein und so gibt es, was die Kueche fuer uns hat und nicht, was wir auf einer Speisekarte aussuchen koennten. So berichtet uns Leo, der auch deutsch spricht und der hiesige TO-Stuetzpunktleiter ist, dass es als Vorspeise Salat mit Kaese gaebe, dann Mahi Mahi im Alubett mit Gratin, Bohnen und Kokosgebaeck und anderen Kleinigkeiten, deren Namen wir schon wieder vergessen haben. Der Nachtisch wird eine grosse Pampelmuse zum Ausloeffeln sein . Wir lassen uns ueberraschen und alles schmeckt wirklich klasse und wird dazu noch serviert von einem Einheimischen, der ausser einen Sarong um seine edelsten Teile, nichts anhat :-) .

Auf einem Tisch liegen unzaehlige Gaestebuecher und auch wir alle  sollen uns doch bitte darin verewigen. Klar doch, machen wir gerne und wir koennen auch voll des Lobes sein ! Beim Durchblaettern sehen wir einen Eintrag von einer befreundeten Yacht, die jetzt schon bald in Jakarta ist, die Sy- Wigwam .

Netterweise hat uns Leo noch das Passwort fuer sein Internet gegeben und so kann dieser Blogeintrag doch online gehen.

Nun konnten wir ganz vage ein Wetterfenster sehen, vielleicht fuer Sonntag! Das waer schoen, denn jetzt freuen wir uns wirklich auf Tahiti, auf Papeete und ein wenig Stadtleben, nach der langen Einsamkeit in den traumhaften Buchten ! Wir kommen ja naechstes Jahr wieder her und dann koennen  wir direkt die schoensten Plaetze ansteuern  :-)

Wind , hoer doch mal endlich auf !!

16. September 2013

Doch er hoert nicht auf unsere Gebete und pfeift froehlich weiter und so haengen wir weiter in dieser Bay ab. Kein Supermarkt, keine Happy Hour Bar, aber dafuer das freie Internet und das nutzen wir, bis die Laptops gluehen :-). Was eigentlich die Arbeit fuer die Monate auf Tahiti sein soll, wird jetzt hier einfach schon begonnen. Fotos sortieren und in eine vernuenftige Reihenfoge bringen, um sie spaeter mal Interessierten zeigen zu koennen oder aber um Fotobuecher zu erstellen. Was sich in 3  1/2 Jahren an Material gesammelt hat, kann man sich vielleicht gut vorstellen, die Menge ist unglaublich. Zum Teil haben wir die Fotos aus den ersten Jahren kaum mehr in Erinnerung und so wird das Sortieren langwierig und auch die Entscheidung faellt schwer, behalten oder loeschen ? Zwischendurch meldet sich Hunger und die Vorratskisten werden durchforstet… da sind doch noch Mandeln und ein weitergeleitetes Rezept von Gisela von der SY-Venus, also mache ich meine ersten Cantuccinis, die wir bisher immer nur von Julia geschenkt bekamen und die goettlich waren.

Dazu werfen wir noch schnell den Brotbackautomaten an und leckerste Gerueche wabern durchs Schiff. Uebrigens ist ein Brotbackautomat fuer uns mittlerweile ein MUSS an Bord.

Wir haben uns damals von Ulli von der Anni-Nad ueberzeugen lassen, dass wir doch immer  Strom  haben und auch noch selbst produzieren, dagegen kann die Gasflasche zu Ende gehen und dann wars das mit frischem Brot.

Der gesamte Vorgang kann zwar gute 3 Stunden betragen, doch die meiste Zeit geht der Teig, wird nur mal kurz geruehrt und am Ende stehen dann 50 Minuten Backzeit auf dem Programm. Er braucht 600 W und wir schliessen ihn an einen Inverter mit 1000 W an. Man kann das ja so timen, dass der Backvorgang in der Mittagszeit stattfindet, wo wir normalerweise durch die hochstehende Sonne am meisten Strom mit unseren Paneelen produzieren. Zum Sundowner laden wir Christine und Ronald zu uns ein , die ja genauso hier abhaengen und fuer eine kleine Abwechslung des ach so harten Alltags dankbare Abnehmer sind:-)

Hier inmitten der Bay liegt eine kleine Insel, die wollen wir uns gerne mal naeher ansehen. Doch wie auf so vielen Inseln hier in der Suedsee steht auch hier in fetten Lettern geschrieben,TABU und Privat. Schade !!

Das war dann auch schon der grosse Sonntagnachmittagdingiausflug, mehr ist nicht hier !

Am Abend kommen junge Leute mit einem Motorboot laengsseits und meinen, sie braeuchten unsere und die anderen Moorings fuer Gaeste , die ihre Perlfarm besuchen wollen. Davon haben wir noch nichts gehoert, dass die Moorings denen gehoeren. Dann machen wir eben heute spontan einen Besuch dort, werden uns alles ansehen, aber die Geldboersen geschlossen lassen ! Wir haben unsere Einkaeufe ja bereits auf Fakarava getaetigt und ausserdem muessen wir  sparen…da gibt es so ein ganz gemeines Finanzamt in Wuppertal, dass uns schon seit Wochen aergert :-( !

Ist das windig hier ;-)

13. September 2013

Die Fahrt hierher in die Haapu Bay ging etwa 6 Meilen innerhalb der Lagune unter Motor. Der Wind blies uns zum Teil mit 30 Knoten auf die Nase und so kamen wir grad mal mit 3 Knoten Fahrt voran. Voraus sahen wir einige Schiffe an den Moorings liegen und ein paar waren auch noch fuer uns und die Gibsy4 frei. Hier haben wir uns nun fest vertaeut und warten ab…Nachdem wir den PC gestartet hatten, stellten wir freundlicherweise fest, dass wir hier freies Internet zur Verfuegung haben. Dann wird uns die Zeit ja nicht allzu lang :-) Beim naeheren Betrachten der anderen Boote stellen wir fest, dass die meisten verlassen sind und ohne Dingis sind. Ein deutsches Schiff, die Andiamo liegt noch hier und wir fahren gleich mal rueber ,um uns Infos zu holen. Er bestaetigt unseren Verdacht, diese Bucht hat schon bessere Zeiten erlebt und auch das hiesige Restaurant ist schon seit ueber einem Jahr pleite. Dabei wollten wir doch gerne mal wieder essen gehen, so ein saftiges Steak mit Fritten stuende da ganz oben auf der Wunschliste ! Nagut, versuchen wir an Land zu kommen und dort die Situation zu erkunden. Ueberall prangen Schilder privat, doch ein kleines Stueckchen Strand ermoeglicht uns den Landgang. Kaum sind wir um die erste Ecke, springen uns 2 Hunde entgegen,schnuppern und  springen hoch und hinter dem Zaun warten noch mindestens 5 andere Hunde,die nun laut klaeffend auf sich aufmerksam machen. Ich streike und zerre Knuff hinter mir her zurueck zum Dingi, auch wenn er mir vermitteln will, die wollen doch nur spielen…Ich warte lieber im Wasser in gebuehrendem Abstand und mein Held :-) geht doch echt nun alleine  auf Erkundung. Ich hoere das Gebell und Gejaule auf der Strasse, nix fuer mich !! Fazit, hier gibt es nichts, also werden wir wohl in der naechsten Zeit Fleisch- und Fischlos gluecklich leben !

Nun regnet es auch noch kraeftig und wir verziehen uns ins Schiff. Gestern Mittag rief Christine an, offenbar oder vielleicht aus Langeweile hat sie einen Kirschkuchen gebacken und wenn wir wollten, koennten wir zum Kaffee kommen. Das machen wir doch gerne und steuern noch einen Topf frisch geschlagener Sahne dazu bei. Suesses hebt ja bekanntlich die Stimmung und es kommt sogar noch ein wenig die Sonne raus . Mit runden Baeuchen fahren wir zurueck zur Felice und fangen auch schon gleich mit den Vorbereitungen zum Abendessen an. Was haben wir denn noch ? Kartoffeln, Zwiebeln, Eier, Creme fraiche, Kaese und etwas Schinken…also machen wir einen Zwiebelstrudel. Erst den Strudelteig herstellen, eine Stunde gekuehlt ruhen lassen und in der Zwischenzeit die Fuellung herstellen. Das Ergebnis sieht lecker aus und schmeckt auch so und wir verbingen einen gemuetlichen Abend bei Kerzen und einem guten Rotwein im Inneren. Draussen pfeift und heult der Wind weiter und wird auch die naechsten Tagen laut Vorhersage nicht locker lassen !

Aber so schlecht geht es uns ja gar nicht hier :-). Deutlich aber wird schon, dass die Saison zu Ende geht. Es sind kaum mehr Langfahrtsegler hier unterwegs, nur noch ein paar Charteryachten, die sich das sicher auch anders vorgestellt hatten mit dem Suedseefeeling !

Heute morgen ist mein Knuffi mit dem Radel los und ist jetzt nach fast 4 Stunden zurueck…gegen den Wind gestrampelt, um irgendwo einen Supermarkt zu finden…und ??? Mit gefuelltem Rucksack, frischen Baguettes und Steaks fuer heute Abend darf er wieder an Bord :-) . Ja das Seglerleben ist hart…

Bay Tapuamo

11. September 2013

In dieser Bucht ist nichts los, keine Kneipe, kein Staedtchen,irgendwie ein wenig trostlos. Aber wir ankern hier geschuetzt und haben traumhafte Sonnenuntergaenge !

Gestern Abend habe ich das erste Mal waehrend unserer Reise den green flash sehen koennen. Die Sonne sinkt ins Meer und fast im gleichen Moment erscheint ein gruener Blitz…wow !

Wir ankern hier gemeinsam mit der Gibsy4 und verbringen unsere Tage aber alleine lesend oder ein wenig buddelnd an Bord. Ein Spaziergang durchs Dorf lohnt kaum, ein paar Huetten, ein paar freundlich winkende Einheimische und ansonsten Stille.

Vorgestern hatte Christine einen leckeren Gemueseeintopf gekocht und uns spontan nach dem Sundowner dazu eingeladen.

Heute wechseln wir in den Sueden von Tahaa, in die Bay Hapuu. Dort soll es Moorings geben und ein Restaurant. Mal wieder lecker essen gehen waer ja auch was feines ! Ansonsten gibt es nicht viel Interessantes zu berichten, im Moment eher ein langweiliges Rentnerleben :-). Wir freuen uns langsam auf Tahiti wieder, mit Stadtleben und  Carrefour . Aber einige Tage werden wir sicher noch auf bessere Windbedingungen warten muessen, denn noch pfeift es und dementsprechend gibt es draussen auch eine hoehere Welle. Warten wir halt noch ein Weilchen…wir haben ja Zeit !!

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