Archiv Oktober, 2012

Turtle Bay Marina

30.Oktober 2012 9874 sm Wir sind schon 2 Tage hier in der Turtle Bay,seit langer Zeit mal wieder in einer Marina.Immerhin gibt es hier Netz,wenn auch langsam und unzuverlaessig,keine Sanitaeranlagen,aber das ist egal,wir haben ja alles dabei.Aber..und das ist aetzend!!Kein Wind und jede Menge Minimuecken machen uns das Leben schwer.Die Biester sieht man nicht,aber man spuert sie und es juckt,dass jegliche Vernunft erstirbt und man kratzt.Dementsprechend sehen wir alle hier aus,aber komischerweise gehen die nur selten an die Maenner,das ist doch wohl total ungerecht!!Die letzte unserer San Blas Insel,Banedup auf den Lemmon Cays,war wunderschoen und sauber.Wir hatten den richtigen Tag erwischt,um die 37 Meilen hierher zu segeln und hatten insgesamt hoechstens eine Stunde mal den Motor an,ein perfekter Segeltag!Unterwegs hatten wir mal versucht die Lunablu per Funk zu erreichen und es hat geklappt und so bekamen wir die Info mit dieser Marina,in der sie auch liegen und die Rose seit ein paar Stunden auch.Die Einfahrt ist ein bisschen kriminell,man sieht die Felsen sehr nahe an der Fahrrinne und die 3 Tonnen,die einem den Weg weisen sollen,verunsichern eher.Ueber Funk haben wir uns rueckversichert,ob das alles so ok ist und das war es,also schoen aufpassen und hinein in die Marina.Hier haben wir nun unsere Dieselvorraete komplett aufgefuellt und zu unserer Freude gehoert,dass vorne am Ufer ein kleines Restaurant ist,wo es schmecken soll und es gibt dort entweder Fisch,Haehnchen oder Fleisch,wow!Keine Frage wo wir am ersten Abend gegessen haben und was,oder??Am letzten Abend in den Lemmon Cays kam uebrigens ein Boot laengsseits und hatte Obst und Gemuese dabei! Ananas,Limonen,Zwiebeln,Kartoffeln,Moehren,Paprika,Kohl,Salat und Tomaten und…dazu diese perfekte Umgebung und endlich mal wieder ein Sonnenuntergang nach unserem Geschmack!Das war der perfekte Tag ;-) !!Fuer Bilder in den Text reicht das Netz nicht,aber heute ganz ganz frueh habe ich die Bildergalerie fuettern koennen :-).Morgen frueh faehrt Jogi,der hiesige deutsche Hafenbetreiber nach Panama und versucht uns auf diesem Wege Dollars mitzubringen,denn noch morgen gilt ja unsere Kreditkarte und dann wird es problematisch.Den Einzigen Geldautomaten in Porto Bello hat man wohl geknackt und so gibt es dort auch kein Geld mehr.Weiter geht es danach zur Isla Linton,einer Insel, die nur von wilden Affen bewohnt wird.Angeblich lassen die sich fuettern und wirken zutraulich,nur wenn man die Insel wieder verlassen moechte werden sie sauer und bissig.Naja schaun wir mal,oft sind das ja auch Geruechte!

Oh wie schoen ist Panama!

27.Oktober 2012 9837 sm Seit heute liegen wir vor Anker auf den Lemmon Cays vor der Miniinsel Banedup.Dies ist der bisher schoenste Ankerplatz fuer uns,kristallklares Wasser und geringe Wassertiefe,dass man schon vom Schiff aus die Vielfalt der Unterwasserwelt sehen kann.Gestern sind wir von den Hollandes Cays durchgefahren bis Porvenir,dem Tipp der Lunablu folgend,denn auf der Insel Wichubhuata soll man noch ein paar Vorraete bekommen.Suchend sind wir ueber die Korallenkoepfe mit dem Dingi gefahren,um eine Stelle zu finden,wo man an Land gehen kann.Ein groesseres Gebaeude schien uns passend,also Dingi anketten und los ins Dorf.Es war die Dorfkirche,egal,zur Not gehts halt durch die Kirche ins Dorf und um an Vorraete zu kommen ist das ja schliesslich ein Notfall,oder?Ueber Bohlen,die ueber das Wasser gelegt sind und unter uns schwimmen Unmengen an Muell,so gelangen wir denn zum Supermarkt.Wir erstehen Reis,Weizenmehl,die letzten 2 Gurken,Eier,Salz und Bier und ein paar Suessigkeiten.Da liegen doch echt einige kleine Tueten Treets und ein paar Riegel Snickers,da wird nicht lange gefackelt und eingepackt.Im hinteren Raum gaebe es sonst vielleicht Obst und Gemuese,aber es ist nichts mehr da und trotzdem sind wir ueber unsere Beute happy.Ja so kann man sich reduzieren,da freuen wir uns ueber Mehl und Reis,aber die Wichtigkeit lernen wir hier erst so richtig kennen und eben auch ueber die Lagerung.Alles muss in feste Plastikgefaesse umgefuellt werden und zum Teil gesiebt werden,damit man keine Tierchen einschleppt!So sass Knuffi draussen und hat Loeffelchen fuer Loeffelchen den Reis gesiebt und auch von Steinchen getrennt und ich habe das Mehl kontrolliert und in Gefaesse umgefuellt.Das sollte jetzt fuer einige Wochen hoffentlich reichen.Irgendwie hatten wir gedacht,dass man hier ab und an bessere Moeglichkeiten hat,um an Lebensmittel zu kommen,nun gut,dann ueben wir halt schon einmal fuer den Pazifik.Seit wir nun hier in den panamesischen Gewaessern rumsegeln,muss ich immer wieder an die abendliche Vorlesezeit bei meinen Maedchen denken.Die Buecher von Janosch waren damals sehr beliebt bei beiden und an ein Buch erinnere ich mich ganz besonders!Das war die Geschichte von dem kleinen Tiger der in Panama war und immer so ein Holztierchen hinter sich herzog.Nie hatte ich mir damals Gedanken gemacht,wo eigentlich Panama liegt oder war das auch erfunden?Erdkunde war nicht wirklich mein damaliges Lieblingsfach in der Schule,also sei mir das verziehen!Und jetzt segeln wir schon ueber 3 Wochen hier rum und ja,wir sind echt in Panama,wie damals der kleine Tiger!Zu dem Tiger von Janosch faellt mir ebenso immer wieder folgende Geschichte ein..wenn Kinder klein sind und krank werden oder gar ins Krankenhaus muessen,dann ist das fuer alle sehr schwierig und so hat auch damals immer wieder der kleine Tiger geholfen.In dem Buch mussste der kleine Tiger zum Arzt,weil er arge Schmerzen hatte und natuerlich furchtbare Angst.So musste er vorsichtshalber durchleuchtet werden und sollte sich vor einen Lampenschirm stellen.Das Licht ging an und siehe da,klare Diagnose,da war ja nur ein Streifen verrutscht und das kriegt man hier im Krankenhaus ja wieder hin.Diese Geschichte wollten Julia und Eva immer wieder hoeren und das Beste daran,es hat geholfen und die Aengste genommen.Und allen Enstes,es hilft auch hier!Immer mal wieder hat einer von uns beiden irgendein Wehwehchen oder hat sich die Hirse gestossen oder Knuffi traeumt,er haette Zahnschmerzen und wacht doch echt mit denselbigen auf!Da hilft der Spruch,ach ist doch nicht so schlimm,ist bestimmt nur ein Streifen verrutscht…ups,mir faellt gerade auf,das war nicht gerade ein Reisebericht,aber es ist auch verdammt heiss heute,da arbeiten die kleine grauen Zellen anders!Meiner Rippenprellung geht es uebrigens langsam besser,Glueck gehabt!Morgen verlassen wir die San Blas Inseln und wollen zur Green Turtle Marina,wo wir hoffentlich die Lunablu wieder treffen,die dort die Chance nutzen,um ihre Gaeste mit dem dortigen Hafenmeister Jogi per PKW nach Panama bringen zu lassen.Die Gemeos und die Rose machen gerade ihr eigenes Ding,keine Ahnung wo die stecken,so sind eben die Ansichten verschieden.Hier denken wir wieder einmal mit Wehmut zurueck an die Tralafiti,Monate konnten wir zusammen segeln,uns abends auf einen Sundowner treffen und uns gemeinsam einfach wohlfuehlen und geniessen!

Die Sterne funkeln.JPG

Schwalbenbesuch

26.Oktober 2012 Gleich geht es weiter Richtung Porvenir,etwa 16 Seemeilen.Das Wetter hat sich wieder beruhigt und die Bucht leert sich.Wir haben den Tipp von der Lunablu,die ja ihre Gaeste wieder irgendwo abgeben muss,uns also voraus ist,dass man dort wieder ein paar frische Sachen bekommt.Jeden Abend hatten wir Schwalbenbesuch,zu niedlich!Es daemmert,sie umkreisen unser Schiff und landen im Schiff und finden den Weg nicht wieder hinaus.So fangen wir die Tierchen und entlassen sie wieder in die Freiheit.Zur Nacht hatte sich eine auf einer Winsch zum Schlafen gelegt und heute Morgen lag sie tot im Cockpit,vermutlich das naechste Opfer unseres Windgenerators.Mehr zu erzaehlen gibt es am Abend,denn jetzt geht der Anker auf,noch schnell den Kaffee trinken und dann los!

Schwalbenbesuch.JPG

Die San Blas machen ihrem Namen alle Ehre

24.Oktober 2012 Hollandes Cays Wohl durch den tropischen Sturm,der gerade durch die Karibik marschiert,bekommen wir hier die Auslaeufer mit und das schoene Wetter ist gestoert.Die Sonne laesst sich kaum blicken,dafuer tuermen sich schwere,schwarze Wolkenberge auf und bringen viel Regen und viel Wind mit.Kurzum,hier blaest es auf den San Blas.So haben wir uns verlegt und liegen nun im Schutz einer Insel und warten auf besseres Wetter.Die zweite Nacht hier haben wir mit dem Heck zum Riff gelegen und der Wind hatte stetig zugelegt,da war an Schlaf nicht mehr zu denken.Schnorcheln koennen wir auch verschieben,schade,denn gestern haben wir in unserer Naehe unzaehlige grosse Seesterne gesehen,die wie ein Gemaelde auf dem Sandboden rumliegen und auf ein Fotoshooting warten.Aber wir haben ja Zeit und zum Wochenende soll es wieder ruhiger und bestaendiger werden,sofern man der Wettervorhersage glauben kann!Gerade kommt wieder ein fetter Regenschauer ueber uns,so schmutzig war unser Schiff ja nun auch wieder nicht!!Ansonsten gibt es nichts Interessantes oder Neues zu berichten,normaler Bordalltag,die Waesche ist heute schon gewaschen und blitzgetrocknet und ein Brot baeckt gerade und verstroemt koestliche Gerueche im Schiff.Hier das versprochene Foto einer Mola,mehrere Schichten Stoff sind uebereinander gearbeitet und mittlerweile scheint es hier und da auch schon Naehmaschinen zu geben,so korrekt wie die Naehte aussehen.Wir wollen das in einen Rahmen einarbeiten und als Bild verwenden.

Mola.JPG

Eastern Hollandes Cays oder Pumahoehle und andere Wehwehchen

22.Oktober 2012 9816 sm Wir bewegen uns nun immer weiter weg von Land ( Insektenfreier)und sind seit gestern auf den Hollandes Cays,einer der schoensten Ankerplaetze auf den San Blas Inseln.Fuer eine Nacht haben wir im sog Swimmingpool geankert,auf 3 Metern Wassertiefe und eben so tuerkisblau wie in einem Pool.Heute Morgen wollten wir die BBQ Insel betreten,dort wo frueher sich die Segler zum BBQ getroffen haben.Doch die Kunas haben mittlerweile erkannt,wie man Dollars sammelt und wollen 2 Dollar pro Nase von uns,nur damit wir einen Fuss auf die Insel setzen.Nein danke,es gibt schliesslich genuegend Inseln hier ohne Eintritt,so ein Bloedsinn!Mittlerweile zaehlen wir an die 15 Schiffe,die hier ankern,ab hier rollt also die Karawane weiter nach Panama.Aber warum steht in der Ueberschrift Pumahoehle und andere Wehwehchen?Um noch weiter auszuholen,ob uns denn nicht langweilig wird,immer nur Schiffchen fahren und nicht arbeiten gehen?Nicht wirklich,denn irgendetwas ist vertrackterweise immer…da mueffelt es doch seit ein paar Tagen so merkwuerdig,genauer geschnueffelt aus meiner Toilette.Lieblingsthema aller Segler,ja das macht Spass!Wir versuchen abwechselnd zu pumpen,was das Zeugs haelt,um eine eventuelle Verstopfung aus den Schlaeuchen zu katapultieren.Damit halten wir uns ein paar Stuendchen auf und sind schweissgebadet.Dazu kommt mein Wehwehchen,ich bin nach dem Schnorcheln mit Flossenschwung raus aus dem Wasser und ab ins Dingi und bin mit den Rippen auf die Ruderaufnahme geknallt.Uih tut das gut,aber wir sind ja hier bei den Indianern und die kennen auch keinen Schmerz oder wie war das ?Also nichts anmerken lassen,tief durchatmen ( da ging es noch )und zurueck zum Schiff.Doch schon kurze Zeit spaeter fangen die Schmerzen an und das hab ich nun immer noch.Entweder eine Rippenprellung oder,was ich nicht hoffe,irgendwas ist angeknackst.Doch zurueck zur Pumahoehle,dadurch fiel mir das Pumpen ganz schoen schwer.Nun denn,die Zooaehnlichen Duefte wurden nicht besser und offensichtlich ist da was uebel verstopft und nun?Ich schicke mal vorsichtshalber Knuffi ins Wasser,bewaffnet mit einem Schlauch,mit dem er von dem Unterwasserventil in das System stochern kann.Schon nach wenigen Versuchen detoniert unter Wasser ein kleiner Vulkan und spuckt alles aus,was der Tank so hergibt.Ich sehe nur noch einen Kondensstreifen mit roten Flossen,der sich irre schnell entgegen der Stroemung bewegt ( grins,kicher,glucks )Das Problem waere geloest ( gut dass wir alleine auf dem Platz standen)!Naechstes Problem,wir kontrollieren regelmaessig unsere mittlerweile nur noch kargen Vorraete und muessen uns spontan von mehreren Pfund Weizenmehl und den guten Spaghetti von Barilla trennen.So ein Aerger,da haben sich Minitierchen eingenistet und um zu verhindern,dass die sich vermehren,hilft nur noch die komplette Entsorgung.Nun haben wir noch etwa 400 gr Mehl und ein paar Pfund Roggenmehl,nicht sehr ueppig,wo wir doch jeden zweiten Tag Brot backen muessen.Dazu gilt es immer wieder in relativ kurzen Abstaenden Decken und Waende mit Essigwasser abzuwaschen und auch die Schraenke zu kontrollieren.Der Schimmelbefall durch die Salzluft und die hohe Luftfeuchtigkeit schreitet sonst blitzartig voran.Ansonsten geht es uns fleischlos gut ( sabber )und wir haben hier ein bisschen Suedseefeeling mit regelmaessigen heftigen Duschen von oben.Aber bei Temperaturen um 33 Grad ist das eher erfrischend!Uebrigens sind wir nun seit gestern auch stolze Besitzer einer Mola,das Bild davon kommt mit dem Naechsten Bericht!

Schnorcheln vor Coco Banderos cays.JPG

Corazon/Nargana

19.Oktober 2012 9803 sm

Es war gestern doch echt mal ein bisschen Wind und so sind wir frueh am Morgen Anker auf in Snug Harbor und sind 23 Meilen weiter hier nach Corazon gesegelt.5 Minuten bevor der Anker fallen sollte,kam ein Wolkenbruch mit daemlichen Winddrehern,ein paar Minuten spaeter haette auch gereicht,um die Suesswasserdusche anzustellen ;-).Egal,wir hatten eh noch nicht geduscht…Hier sehen wir nun erstmals auf den San Blas auch andere Langzeitsegler,immerhin ankern 5 Schiffe um uns herum.Wir hatten uns ja als erstes Ziel die Isla Pinos ausgesucht,da diese Doerfer in der Gegend noch am urspruenglichsten sind.Und in der Tat,hier gibt es schon ein paar Steinhaeuser und einige Dorfsupermaerkte und wir haben hier schon wieder auf unserem Ankerplatz Internet.Damit haben wir auf den San Blas ueberhaupt nicht gerechnet,na umso besser,dann gibt es ein paar Bilder und 2 Videos von hier.Ausserdem sind wir extra hergekommen,weil es hier eine Bank und eine Tankstelle gibt…naja,Tankstelle ist vielleicht ein bisschen uebertrieben :-).Es stehen in einer Kunahuette blaue Tonnen,in denen der Diesel ist.Dieser wird mittels einer Schuettelpumpe in einen Eimer gepumpt und dann durch einen ollen Diesellumpen gefiltert und in unsere Kanister gefuellt.Aber voellig ok,unsere Tanks sind nun fast wieder aufgefuellt und das sollte bis Panama reichen.Nur…und hier liegt das Oberproblem,die Bank kann mit unseren Kreditkarten nichts anfangen und hat wohl auch nur ein paar Dollars vorraetig.Das alles waere ja nicht SO schlimm,aber unsere Karten laufen in 10 Tagen ab und dann wars das!Dann gibt es eben keine Mola als Andenken oder keine Tierchen von den Fischern mehr :-(. Eben haben wir vor dem naechsten Wolkenbruch einen Dorfrundgang gemacht,ein paar Kartoffeln,Gurken,Weiskohl,Kochbananen und Brot gekauft und nun ist unsere teilweise missglueckte Mission hier zu Ende und wir begeben uns ab morgen weg von der Landnaehe und wollen zu den Coco Bandero Cays.Dort ist schon die Lunablu mit ihren Freunden und erzaehlt von schoenstem Wasser und Robinson Gefuehlen,denn hier vor einem Kunadorf kann man unmoeglich schwimmen gehen…was da so einem vorbei treibt…

Die Fotos sind abfotografiert aus unserem Panama Cruising Guide,das Wichtigste Buch hier fuer die San Blas!

Knuff versucht eine Kokosnuss aus der Huelle zu befreien…die Machete hat Schaden genommen und auch das Schiff…die Fasern hinterlassen braune Flecken auf dem Gelcoat,die nur mit Bleichmittel wieder weggehen.So sah unser Essen mit den kleinen Lobstern aus,dazu Kochbananen und Basmatireis.Kochbananen sind eine Koestlichkeit,man schaelt die Banane,schneidet duenne Streifen aus dem Fruchtfleisch und braet diese in Oel aus und gibt nur ein wenig Salz auf.

Dieser Krabbenflieger fliegt taeglich die Inselchen ab und sammelt von den Fischern die Tagesfaenge ein und bringt die nach Panama.An diesem Tage landete auch  Air Panama und brachte 2 Touristen,die vielleicht ihren Hoonymoon auf der Lodge verbringen wollen.

Die kleine Fledermaus lag heute Morgen tot in unserem Waschzuber,der unter dem Windgenerator stand,da hat der Kleine irgendeinen dummen Fehler gemacht,schade! Nun noch 1 Video von unserem Dorfrundgang

nargana-dorfrundgang

Regen,Gewitter und Plagegeister

17.Oktober 2012 Dass es regnet wie aus Kuebeln ab und an,das ist ja gar nicht so schlimm,wenn nur nicht diese Plagegeister waeren.Ich stehe unter Dauerbeschuss und hunderte Einstiche verleiden mir das hier ein wenig.Egal womit ich mich schuetzen will,es scheint den Biestern zu schmecken.Also lief 2 Tage hier die Naehmaschine und hat ein Mueckennetz fuer den Eingang erstellt,das Dingikleidchen geflickt und noch so einiges mehr angefertigt.Heute ist Ruhetag und wir bleiben noch hier auf Snug Harbor und werden morgen weiter etwa 17 Meilen zur Isla Tigra wechseln.Die Lunablu ist schon dort und die Rose und Gemeos haben sich am Morgen zum Schnorcheln verlegt und morgen treffen wir wahrscheinlich wieder aufeinander.Unsere 19 Lobster haben wir uebrigens vorgestern verspeist und es war ein hervorragendes Festessen.Gestern hatten wir einen Zwiebelkuchen,auch sehr lecker.So werden wir durchhalten koennen bis wir irgendwo mal wieder auf einen Supermarkt treffen sollten.

Da kann man doch auf die Palme gehen.JPG

Wir troedeln und sind immer noch in Snug Harbor

15.Oktober 2012 Warum auch nicht?Wir haben doch so viel Zeit und hier gefaellt es uns richtig gut.Fast alle von uns sind mittlerweile auch auf die Palme gegangen,das gehoert doch dazu,oder?Gestern sind wir zum Aussenriff schnorcheln gewesen,die Unterwasserlandschaft ist zwar schoen,aber ich finde,ein paar Fische koennte es doch geben!Wo sind die nur alle hin?Lobster aber scheint es hier genuegend zu geben,die werden uns jeden Tag angeboten und gestern haben wir den gesamten Fang eines Kunas,ausser einem glitschigen Tintenfisch,fuer nur 7 Dollar erworben.Die grosse Waschschuessel musste her,damit die frisch bleiben.Gleichzeitig kamen Adelheid und Alex an und machten den Vorschlag,ob wir nicht am Abend alle zusammen auf einer nahegelegenen Insel zusammen essen gehen wollen.Dort ist eine urspruengliche Lodge,ein paar Haeuschen zum Uebernachten und das wars auch schon.Die Insel scheint fuer Verliebte oder frisch Vermaehlte wie geschaffen zu sein.Annette,der Besuch der Lunablu,spricht perfekt spanisch ( beneidenswert)und so haben sie ein Essen fuer 8 Personen bestellt,Haehnchen wer mag und Fisch,mit Kokosreis und Salat und zum Nachtisch Vanillepudding,das Ganze fuer 10 Dollar.Da sind wir dabei und was machen wir nun mit den zappelnden 19! Kerlchen?Die Nacht wuerden sie nicht im Zuber ueberleben,also kochen wir die heute schon und haben dann fuer morgen ein Festessen,sabber!Am Nachmittag zogen wieder bedrohlich schwarze Wolken auf,wie fast jeden Tag und dann gab es wieder ein ordentliches Gewitter mit perfekter Waschanlage fuers Schiffchen.Wir sammeln das Regenwasser,das in kuerzester Zeit mal eben 100 l sind und koennen wieder einen Waschtag machen.So manchesmal,wenn ich so etwas schreibe,denke ich,wir leben wieder wie damals,wo unsere Muetter und Omas im Waschzuber wuschen und die Waesche draussen an der Luft trockneten.Da wurde eingekocht,Brot gebacken und halt von dem,was es gerade gab,ein Essen gezaubert.So weit von dem Ursprung sind wir gar nicht weg,wir reduzieren uns hier schon enorm.Auch wir backen jeden zweiten Tag Brot und ueberlegen,was wir aus den angebotenen Dingen kochen koennen.Am ersten Tag hier kam doch ein Kuna vorbei und nahm einen Einkaufszettel von der Rose und uns mit und Dollars in Vorkasse.Die Zweifel waren berechtigt,uns hat er zwar immerhin 11 heile und 1 Ruehrei und Bananen geliefert,aber den Rest bleibt er hier und auf der Rose schuldig.Nun,wir sind ja lernfaehig,demnaechst nur Ware gegen Kohle!Das Essen gestern Abend auf der Lodge konnte uebrigens stattfinden,rechtzeitig hat sich das Gewitter verzogen und wir hatten einen schoenen und zugleich urigen Abend.Gleich fahren wir noch einmal rueber zum Dorf und gucken,ob wir irgendetwas Frisches ergattern koennen.Es sind mittlerweile viele schoene Fotos zusammen gekommen,nur schade dass wir die euch zur Zeit vorenthalten muessen.Am Flugplatz ist zwar Internet,aber gaaaaanz schlecht,nun wir versuchen es spaeter trotzdem mal!

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Snug Harbor

13.Oktober 2012 9780 sm und Ossis Geburtstag und ;-)Wir gratulieren aus der Ferne ganz herzlich und wuenschen dir einen tollen Tag mit deinen Freunden!Unseren Ankerplatz vor Ogopguillidup haben wir gestern frueh verlassen und sind 16 Meilen weiter nach Snug Harbor gefahren.Ja ihr lest richtig,gefahren,denn an Segeln ist hier nicht zu denken,einerseits fehlt der Wind und andererseits muss man einem Zickzackkurs durch die Riffe folgen und unter Besegelung waere das viel zu gefaehrlich.Dadurch verringerte sich unser Diesel bedrohlich und kurz vor dem hiesigen Ankerplatz hat die Tankanzeige kein bisschen mehr gewackelt,das war knapp.Hier hat uns die Lunablu nun mit jeweils 20 l pro Motor versorgt und das sollte bis zur naechsten Tanke reichen.Wir liegen nun mit 3 Schiffen in einer von allen Seiten geschuetzten Bucht und haben bestens geschlafen.Den vorletzten Abend hatten wir Adelheid und Alex zu einem Spielabend bei uns und mit dem letzten Spiel kam der Wind und das Gewitter,schnell alles reinholen,die beiden ab zu ihrem Schiff und schon ging es los.Diesmal mit viel Wind und Winddrehern,dass der Ankeralarm nur rumpiepsen musste.Recht nahe befinden sich dort Riffe mit Hartkorallen und Korallenkoepfen,die dicht unter der Wasseroberflaeche stehen,also nicht so wirklich beruhigend,um in die Koje zu gehen.Zudem wurde der Schwell immer mehr und so war das keine erholsame Nacht.Als wenn nun hier ein Schalter umgedreht worden waere,die Sonne scheint endlich mal wieder und keine schwarzen Wolken sind zu sehen,das wird ein schoener Tag!!Wir funken morgens und abends mit den anderen Yachten und die Sy-Gemeos hat auch einen Tiefkuehler an Bord und hat 12 kg Rindfleisch gebunkert und wir lechzen langsam mal nach einem Stueck Fleisch.Dieses Schiff MUSS gekapert werden,oder seht ihr das vielleicht anders?Unsere lieben Freunde P und E aus W machten uns schon letztens den Mund waessrig mit Saetzen wie,hm,heute Abend gibt es bei uns Schweinefilet mit und an,boh,wie ruecksichtsvoll!Wie schmerzlich vermissen wir unsere Dosen von Gerd Kaufmann,die jetzt endlich haetten gegessen werden duerfen (schluchz).In einem Monat ist St.Martin,dass mir keiner auf die Idee kommt,ein Gaensebratenrezept zu schicken :-)!Wir leben nun jetzt wirklich hier fernab jeglicher Zivilisation und so nehmen wir jeden Strohhalm an,so wie gestern.Ein Kuna kommt angepaddelt und laechelt uns mit einem Zahn an,ob wir etwas brauchen?Im Angebot waeren Tomaten,Papaya,Kokosnuesse,Eier und Brot.Wir haben ihm einen Einkaufszettel mitgegeben und im Voraus bezahlt,nun schaun wir mal,ob er im Laufe des Vormittages mit Waren erscheint.Wir werden nun auch angebettelt um Brillen,die Frauen naehen hier ja die Molas und fuer eine schlechtsehende Kunafrau geht dann das Geschaeft natuerlich schlecht.Sie fragen nach Bonbons fuer die Kinder,nach Cola und Zuendhoelzern.Alles Dinge,die wir damals gebunkert hatten,nun denn,aber mit einer Brille konnte ich ihn erfreuen,denn ich bin ja nun sehend!Ein Umstand,an dem ich mich jeden Tag erneut riesig erfreue!Wir konnten in den letzten Tagen so viel Wasser sammeln,dass unsere Waschmaschine ( grins ) alles gewaschen hat,diesmal mit einer speziellen Seife der Kunawaschfrauen gewaschen und echt,porentief rein und es duftet lecker.Nun wird gefruehstueckt und dann wird die Insel erkundet,bis denne :-)

Vor Anker Ogopguilidup

10.Oktober 2012 9764 sm Wir ankern vor einer unbewohnten Insel mit klarem Wasser und rings um die Insel verlaeuft ein Riff,also vorsichtig ankern mit genuegend Abstand.Die Ankerplaetze vor den Kunadoerfern sind zwar sehr schoen und ein Dorfbesuch ist auch spannend,aber was da so alles im Wasser an uns vorbeischwimmt.Offensichtlich werden die Babys mit ganz normalen Pampers gewickelt,denn auch die sehen wir prallgefuellt an uns vorbei ziehen.Da fragt man uns doch glatt,ob sie unseren Muell entsorgen sollen? Also zur Not koennten wir den auch selbst ins Meer werfen,denn was anders machen die damit auch nicht.Nun sammeln wir halt den Muell und hoffen irgendwann auf eine Entsorgungsmoeglichkeit.Unser Leben hat sich wieder einmal veraendert!Kein Supermarkt mehr und nun muessen wir von dem versuchen leckere Sachen zu kochen,was unsere Vorratskiste hergibt.Gar nicht so einfach manchmal,die frischen Sachen sind bis auf 7 Kartoffeln,1 Weiskohl und eine Tomate aus und auch mit dem Angeln will es nicht klappen.Gestern hatten wir wieder einen Thuna am Haken und im Geiste wird schon der Soeiseplan erstellt und zack!!Er verschwindet samt Koeder in den Tiefen des Meeres und laesst uns nur bloede gucken,so ein Aerger!Wenn er uns doch wenigstens den Koeder gelassen haette!Dafuer haben wir uns gestern mit 2 Lobstern entschaedigt,die wir von Kunas angeboten bekamen und nachdem wir die auf 7 Dollar fuer 2 dicke Burschen runtergehandelt hatten,war der Handel perfekt.Gerade zieht wieder ein Gewitter auf,da haben wir jetzt taeglich mit zu tun und so gut wie kein Wind und jede Menge stechende Plagegeister,da kommt man maechtig ins Schwitzen.Draussen in der Sonne geht ein Hefeteig und wird dick und dicker,mal sehen ob eine Baguetteproduktion klappt.Morgen tuckern wir langsam weiter nach Mono Iland,dort ist wieder ein Doerfchen und angeblich mit strengen Regeln.Das Ankern sei dort ohne Erlaubnis nicht gestattet und das Betreten der Insel darf nur mit einem Kunaguide erfolgen,bei Nichtbeachtung drohen Sanktionen in Form von Einziehung des Hab und Gutes,hoert sich nicht so freundlich an,oder?Die Sy-Lunablu wird uns langsam wieder entgegen kommen mit ihren Gaesten und 2 Kanistern voll mit Diesel fuer uns,puh,ein gutes Gefuehl!Und die Sy-Gemeos hat nun nach 50 ! Stunden auch die San Blas Inseln erreicht und fuehrt auch Diesel fuer uns mit!An Segeln ist hier naemlich nicht zu denken,wir bewegen uns zwischen den Riffen und mit Augapfelnavigation,unter Segel viel zu gefaehrlich,aber ausserdem reicht der Wind auch nicht aus,um uns vorwaerts zu schieben.Welch ein Unterschied zu den windigen Zeiten auf Curacao!Aber es gefaellt uns hier,solch eine Ruhe und ein atemberaubender Sternenhimmel des Nachts.Noch sehen wir keine anderen Schiffe,das wird sich wohl erst ab Porvenir aendern.Nun versuchen wir mal,den Bericht zu senden,seit 2 Tagen bekommen wir keine freie Sendestation mehr und koennen keine Mails und keinen Wetterbericht empfangen,bloed so ohne Netz :-)

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