Archiv Mai, 2012

Zurueck auf Curacao

29.Mai 2012

Gestern Morgen um 7 Uhr haben wir Bonaire verlassen und sind die 39 Seemeilen in nur 6 Stunden  bis Spanish Water gesegelt.Ueber zuwenig Wind brauchen wir uns die letzten Wochen nicht zu beklagen; seit dem letzten Mondwechsel pfeift es bestaendig um die 20 bis 25 Knoten und so ueberwindet man die Strecken natuerlich entsprechend schnell.Um 13 Uhr gestern sind wir in die Einfahrt von Spanish Water reingefahren, vorbei am Hyatt Hotel und zielstrebig wieder ins Ankerfeld B. Noch sind wenige Schiffe hier, die Rosanna aber mit Peter konnten wir sofort herzlich begruessen und auch die Freya mit Ute und Alan sind hier.Weiter hinten in A liegt die Gibsy mit Lisa und Ronald und da sagen wir heute Abend bei der ersten Happy Hour bei Norman Guten Tag.Morgen folgen die Ballerina mit Gesa und Onno und dann gibt es Frauenshopping sobald als moeglich! Der erste Versuch heute nach dem Einklarieren in die Geschaefte zu sehen ging schief…denn…in Maennerbegleitung, sprich mein Knuffi, geht das gar nicht! Was suchst du denn? Was brauchst du denn? Warum denn…usw. MAENNER!! Nach so langer Shoppingenthaltsamkeit braucht Frau das halt mal!

 

 

 

 

 

 

Sundowner bei Gesa und Onno und da sollten wir uns doch echt kuessen…:-)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Spanish Water und die Waterfront von Punda, damit ihr auch seht, dass wir wirklich wieder hier gelandet sind ;-). Jetzt wird es allerdings schwer fuer mich die naechsten Monate…was soll man nur alles schreiben, hier ist noch nicht viel los und ueber Curacao haben wir ja schon ausfuehrlich im letzten Jahr berichtet.Uebrigens hatten wir auf Bonaire Besuch an Bord von der Coastguard und 2 Tage spaeter vom Zoll.Ob die wohl Langeweile haben? Auf jeden Fall hat der Zoll sich unser Schiff ganz genau angesehen und sogar die Bretter von der Bilge hochgenommen, aber nix gefunden, wie denn auch! Wir haben ja auch nix! Eine neue Anschaffung gibt es bei uns an Bord seit Bonaire…es schaukelt sich herrlich darin und schlafen kann man darin auch…gaehn..und tschuess bis bald :-)

Frohe Pfingsten

27.Mai 2012

Die Zeit vergeht hier so schnell, dabei machen wir gar nichts besonderes.Wir hatten uns ja im letzten Jahr schon Bonaire mit dem Auto angesehen und so verschieben wir den naechsten Ausflug bis unser Besuch aus Deutschland kommt.Unsere Happy Hour Runde abends an der Karel`s Bar wird immer duenner.Die Mariposa ist schon seit 3 Tagen weg und nach Curacao gesegelt und gestern morgen hat auch die Gibsy Bonaire verlassen.So sassen wir gestern Abend mit Gesa und Onno zusammen und heute gibt es auch fuer uns die letzte Happy Hour auf Bonaire,denn morgen wollen wir auch weiter nach Curacao und Mitte naechster Woche wird auch die Ballerina die Insel wechseln.Unsere ” Buddelliste ” will endlich abgearbeitet werden und da wir uns dort so gut auskennen,haben wir die Restarbeiten bis Curacao verschoben.Gestern Vormittag sind Gesa und ich los mit dem Dingi, um hier Waesche zu waschen und um in dem neuen Supermarkt den Pfingsteinkauf zu erledigen.Mit einer Sackkarre bewaffnet mussten wir ziemlich weit laufen,erst die Waesche in die Maschinen stopfen,dann weiter zum Einkaufen.Das Angebot erschlug uns fast,im Inneren ist alles wie bei Albert Hein auf Curacao,das Warenangebot ist auch fast identisch,nur der Marktname ist anders.Die lange Zeit entlang des Antillenbogens ohne all diese leckeren Sachen laesst uns schwelgen,Obst und Gemuese,Fleisch und Fisch und Suessigkeiten und….:-) Ein Blick ins Fleischregal :-), das Schweinderl gehoert mir! Ich kann mich gar nicht satt sehen und schlendere durch die Reihen und da faellt mir ein,Gesa wartet bestimmt schon draussen auf mich,denn die beiden waren letzte Woche schon einmal hier und so faellt der Rundgang bei Gesa deutlich kuerzer aus.Zum Abschluss gibt es noch eine Riesenobsttuete und nun machen wir uns schwer bepackt auf den Rueckweg. Zuerst muessen wir die Waesche abholen,noch nass,denn das Trocknen kostet extra und dauert…und nun macht auch die Sackkarre langsam die Graetsche. Wir zerren abwechselnd die Karre hinter uns her und der Weg ist beschwerlich und wir sind froh,als wir das Dingi wieder erreicht haben.Wir denken an zu Hause,wie einfach das doch alles dort geht,die Waesche wird mal eben in die Maschine gestopft,dann mit dem Auto zum Supermarkt und zum Entladen drei Schriite und die Sachen stehen im Kuehlschrank.Wir waren geschlagene 3 Stunden unterwegs und unsere Maenner haben uns bestimmt schon ganz dolle vermisst ;-) ! Nun nur noch die Waesche am Schiff aufhaengen und ganz sorgfaeltig klammern,denn es ist immer noch sehr windig hier. Und schon ist der Tag fast wieder rum, vielleicht koennte man sich noch ein kleines Schlaefchen goennen…das Seglerleben ist wirklich sehr anstrengend ;-).Nun sind wir morgen echt gespannt,ob bekannte Schiffe in Spanish Water liegen,ob sich was veraendert hat,ob man noch so gut in Otrabanda shoppen gehen kann ( diese Saison leider ohne Birgit von der Elsa,schade!!)….Ich hatte doch von den Kalebassen berichtet,mittlerweile sind drei davon fertig und werden auch benutzt ( nein, nicht als das, was die Maennerwelt denkt !)

 

 

 

 

 

 

Euch zu Hause und unterwegs einen schoenen Pfingstsonn-und Montag mit viel Sonne und leckerem Spargelessen! Bis in Kuerze auf Curacao!

Die letzten Tage…

23.Mai 2012…und heute in der Fruehe Abschied von der Tralafiti :-(

 

 

 

 

 

 

…und nun wohl wirklich fuer lange lange Zeit,vielleicht auch erst wieder in Deutschland eines Tages, wenn wir alle alt und runzlig sind und keine Lust mehr auf`s Segeln haben. Unverhofft hatten Christel und Frank dieses Jahr Ende Januar auf St.Maarten einen Termin und so konnten wir seitdem unsere Freundschaft um ein paar schoene Monate verlaengern und viele unvergessliche Erlebnisse zusammen erleben. Ja so ist das Seglerleben, die Ziele sind halt doch unterschiedlich und so muss man immer wieder Abschied nehmen. So haben wir noch auf den Aves zusammen mit der Crew der Mariposa bei uns ein letztes gemeinsames Pottlookessen veranstaltet…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unser Schiff hat nun genuegend Platz, um Maennlein von Weiblein zu trennen,man muss ja auch mal richtige Maennergespraeche fuehren und wir Frauen muessen auch mal richtig ratschen koennen :-) !

 

 

 

 

 

 

Eine grosse, gesellige deutsche Runde bei der Happy Hour in der Karel`s Bar auf Bonaire,v.l.Christel,Frank,Wolfgang ( Knuffi),Onno,Gesa und die Crew der Gibsy…eine(r) muss ja das Foto machen und fehlt auf dem Foto ( grrr)

 

 

 

 

 

 

Unterwegs war das der Blick auf den Plotter,nur noch 8,4 Meilen bis zur Suedspitze von Bonaire und 1000 Meilen sind jetzt geschafft und nun liegen wir hier an der Mooring…

 

 

 

 

 

 

…klar,dass wir hier noch ein paar Tage bleiben und das geniessen,oder? Man kann direkt unter dem Boot schnorcheln und die buntesten Fische sehen,wirklich schade, dass die Unterwasserkamera weg ist :-(

 

 

 

 

 

 

Gestern Abend kam dann der Tipp,in ein benachbartes Hotel zu gehen,denn dort gaebe es Dienstags BBQ fuer 17,50 Dollar incl.Softdrinks…ein guter Tipp! ( nur 10 Minuten zu Fuss entlang der Strasse ) Man konnte soviel essen,bis man platzt und wir haben immer noch Fleisch-und Fischbons uebrig und alles war lecker!

Bonaire

21.Mai 2012

Gestern frueh um sechs ging der Anker auf von den Aves de Barlovento und wir wollten direkt durch nach Bonaire segeln.Etwa 60 meilen lagen vor uns,die wir gemeinsam mit der Tralfiti und der Mariposa in Angriff genommen haben. Die Wettervorhersage von unserer Wetterwelt aus Kiel hat Wind aus Osten,um die 25 Knoten Wind und in Boeen bis 30 Knoten vorhergesagt.Da unser Kurs gen Westen lag,koennen wir ja prima einen achterlichen Kurs segeln,der nicht so anstrengend ist.So war es auch,die Vorhersage war richtig und unser Kat laeuft ruhig seinen Kurs.Wir hatten nur die Genua gesetzt und mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 6,5 Knoten sind wir gut zufrieden gewesen.Nach knapp 10 Stunden haben wir BONAIRE erreicht und haengen nun stressfrei an einer Mooring,ohne Ankerwache des Nachts oder sonst welchen Aengsten.Zwei Schiffe weiter liegt die Ballerina mit Gesa und Onno,welche Freude!Schnell kamen die 2 an Bord,erste Besichtigung und dann direkt Verabredung zur Happy Hour an der Karels Bar.Endlich mal wieder eine grosse Seglerrunde und so wurde es auch ein wenig spaeter und das erste Steak seit vielen Wochen landete in unseren Maegen,koestlich!Auf der anderen Seite unserer Felice haengt die Wanderer an der Mooring,die wir auch schon vom letzten Jahr in Curacao kennen.Letztes Jahr hatten wir uns schon mit der Ballerina auf Curacao verabredet und doch knapp verpasst,schoen dass es jetzt endlich mal wieder geklappt hat.Wir haben nun einklariert und werden ein paar Tage hier bleiben und das schoene Wasser um uns geniessen,aber auch wieder ein wenig die Vorteile einer Stadtanbindung nutzen.Hier gibt es einen guten Friseur,das weis ich noch vom letzten Jahr und da muss ich dringend morgen hin,entzauseln :-).Die Berichte der letzten Tage gingen ja alle ueber Funk und das kann ich nun erst einsehen,da wir hier wieder Internet haben und leider ist ein Bericht im Nirwana haengen geblieben,schade!Dafuer gibt es jetzt Bilder in der Bildergalerie der letzten 10 Tage,wir glauben,Ansehen lohnt sich!Hier noch ein Foto der ” Vermummten”,deretwegen wir am Nachmittag die Bucht gewechselt hatten.Waren wir nun uebervorsichtig oder waren es vielleicht doch nur Fischer? Egal!Wir hatten ein ungutes Gefuehl im Bauch und ” Frau” und auch ” Mann ” sollte auf seinen Bauch hoeren ;-) ( vor allem wenn er knurrt ;-) )

Delfine!!

18.Mai 2012 Unterwegs zu den Aves de Barlovento mit achterlichem Wind und die Delfine finden das voll spannend,zwischen den Kufen zu spielen und zu springen!Wir sitzen auf dem Trampolin und betrachten lange das Spektakel,immer wieder soooo schoen!!!

Delfine.jpg

Cay to Cayo de Agua

17.Mai 2012 Schon wieder sind wir gestern Nachmittag kurz entschlossen 12 sm weiter gen Sueden gesegelt,die Bucht war zwar traumhaft schoen,aber was wollen diese vermummten Gestalten hier in ihren Booten?Wir liegen hier schliesslich ganz alleine,haben unsere deutschen Fahnen auf Tipp von dem Berliner schon runter genommen und fahren jetzt die venezuelanische Gastlandflagge als Hauptflagge.Der hatte schon im Morgengrauen die Bucht verlassen,sonst haetten wir ja mal fragen koennen,ob die sich wegen der Sonne so vermummen oder was das soll.Auf jeden Fall machte sich bei uns allen Unbehagen breit und aus Vorsichtsmassnahmen sind wir weiter gesegelt.Man sollte in solchen Gebieten eh nie laenger als eine Nacht bleiben,um denen keine Gelgenheit zu geben,sich zu organisieren.Hier ankern wir nun inmittten einer sehr grossen Lagune und der Vatertagsausflug ( oder besser der Herrentag)am Strand entlang,teils schwimmend,war von unglaublicher Schoenheit!Wie so viele sagen,da kann man alles bisher gesehene,in der von uns bereisten Karibik, vergessen!Venezuela muss traumhaft schoen sein,wir stoebern durch Buecher und Fuehrer und es ist ein grosser Aerger,dass Venezuela fuer uns so unsicher und gefaehrlich geworden ist,echt schade!Ein kleines Erlebnis von Olliver hier in der Karibik:er geht zu einem Rastaman und bestellt einen Rumpunsch,der fragt,wo kommste denn her?Aus Germany!Der Rastaman faengt an zu lachen und zu lachen…ach ihr kauft ja gerade Griechenland!Was soll man da noch drauf antworten?..Morgen frueh um halb 6 geht es weiter zu den Aves Inseln,etwa 38 sm weiter,auch dort soll es so schoen sein wie hier.Von dort ist es dann nicht mehr weit bis Bonaire und Curacao.Anbei ein Inselfoto,nur anschauen,wenn man gerade nicht gefrustet ist :-)

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Inselabenteur

16.Mai 2012 Wenn man schon inmitten tollster Inselchen ankert,moechte man die auch besichtgen,oder?Also nach dem Fruehstueck mit dem Dingi los und uebr die Riffe zockeln,die in den schoensten und unterschiedlichsten Farben schillern.Wir fahren auf den Strand zu,keine Menschenseele,kein Laerm,nur wir beide,cool!Das Dingi ziehen wir an Land und machen uns auf zu einem Srandspaziergang durch allerfeinsten,weissen Sand.Von weitem sehen wir eine Baracke und Waesche haengen…wohnt hier etwa jemand?Kaum ausgesprochen kommen 2 grosse schwarze Hunde im Eiltempo und ohne zu bellen ( das ist ja schon verdaechtig!) auf uns zugerast.Luft anhalten,Kursaenderung und ab ins Wasser bis zur Halskrause.Die Hunde sehen uns hinterher,scheinen zu ueberlegen und der eine entschliesst sich auf unser Dingi aufzupassen und laesst sich prompt davor nieder.Der andere patroulliert auf und ab,ohne uns aus den Augen zu lassen.Was nun,fragen sich die Helden?Nach geraumer Zeit ( schnatter) entschliessen wir uns zu trennen,mal sehen was sie jetzt tun.Ich gehe im Wasser ein paar hundert Meter weiter hoch,immer schoen den Fotoapparat aus dem Wasser haltend,aber Hundi bewacht weiterhin lieber meinen Knuffi.Ob die wohl riechen,dass von mir keine wirkliche Gefahr ausgeht?Na gut,die Taktik bringt es nicht,also wieder zureuck.Mittlerweile gibt der Aufpasser des Dingis auf und laeuft durstig nach Hause ( Weichei!).Nun steht es 2 zu 1,wollen wir doch mal sehen!Ich ziehe mir Knuffs T-Shirt an und begebe mich immer weiter weg vom Dingi und versuche Hundi durch Pfiffe auf mich aufmerksam zu machen ( boah,bin ich mutig),damit Knuff unbemerkt von ihm das Dingi ins Wasser bringen kann.Nach weiteren 15 Minuten ist diese Taktik aufgegangen,das Dingi schwimmt und ich werde acuh baldigst aus meiner bloeden Situation gerettet! Derweil guckt Hundi reichlich bloede,macht ein paar Schritte ins Wasser und muss erstaunt feststellen,dass er in eine Falle getappt ist ;-).Aetsch!Also diese Insel ist fuer uns erledigt,suchen wir uns die Naechste.Wir ziehen wieder das Dingi an Land und sehen die schoensten Conchmuscheln dort liegen.Doch ploetzlich werden wir von einem Mueckenschwarm angefallen,ZURUECK!Wir laufen,schnappen uns die Dingileine und springen kopfueber ins Wasser,aber viele Muecken haben ihr Ziel schon gefunden und voller juckender Quaddeln haben wir nun endgueltig die Nase voll von Inselabenteuern.Eigentlich wollten wir dann den Rest des Tages relaxen,aber es kommt ja meistens anders als man denkt…siehe Position!Fortsetzung folgt ;-)

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Isla Carenero/Venezuela

16.Mai 2012 Gestern kurz vor Einbruch der Dunkelheit sind wir nach 51 Stunden Segeln gut hier auf den Los Roques Inseln angekommen und haben unseren Anker neben der Tralafiti und der Mariposa fallen gelassen.Eine traumhafte Inselwelt mit weissen Sandstraenden und den vielfaeltigsten Wasserfarben.Die Einfahrt in diese Bucht Francisquis geht nur mit der sogenannten Augapfelnavigation,da die Seekarte hier nicht uebereinstimmt und wir vorher schon darueber informiert worden sind.Den Sundowner gab es auf der Tralafiti,die ja schon zwei Tage vor uns hier war und uns nun mit den neuesten Infos versorgen konnte.Zum Beispiel dass hier die Coastguard gerne vorbei kommt und eine Parkgebuehr von schlappen 220 US Dollar verlangt.Um dies zu vermeiden hatte ihnen ein Berliner,der aber hier in Venezuela lebt,den Tipp fuer eine andere Bucht gegeben,die zudem noch viel schoener sei.Keine Frage,wir gehen also alle heute morgen wieder Anker auf und segeln die 12 Meilen in den Sueden der Los Roques zu der Isla Carenero und in der Tat,hier ist es paradiesisch!Uebrigens hatten wir natuerlich alle unsere Erlebnisse der Ueberfahrt ausgetauscht und siehe da,die Mariposa hatte auch diese naechtliche Begegnung mit diesem unheimlichen Schiff und hat exakt genauso gehandelt wie wir,alles wertvolle weggeraeumt,Lichter aus und sich davonschleichen.Zu unserem ersten groesseren Toern mit 2 Nachtfahrten muss man sagen,es reist sich wesentlich angenehmer auf einem Katamaran,man kann eigentlich alles weiterhin tun,was man auch auf dem Ankerplatz macht.Wir haben trotz der dicken Atlantikwellen draussen in Ruhe …am Tisch gegessen.An das Knallen der Wellen unter das Brueckendeck haben wir uns gewoehnt und zum Schlafen waehrend der Fahrt haben wir uns die Bugkabinen ausgesucht,dort ist es ruhiger.Allerdings haben wir die erste Nacht beide draussen verbracht und auch dort geschlafen,so war man nicht so alleine.Jetzt sind wir wieder ausgeschlafen und heute Abend waren wir schon wieder eingeladen,diesmal auf dem Trawler des Berliner Ehepaares,die mit uns drei Deutschen hier in der Ankerbucht liegen.Sonst ist hier niemand und kein Licht weit und breit,dementsprechend ist hier ein unglaublich schoener Sternenhimmel.Von diesem interessanten und schoenem Abend berichten wir das naechste Mal und Bilder wird es wohl erst viel spaeter geben,hier gibt es natuerlich nichts und auch kein Netz,aber wird wie immer irgendwann nachgeliefert!

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Die zweite Nacht ist vorbei….

14.Mai 2012…und unser etmal ist heute nur 140 sm.Wir muessen leider vor dem Wind kreuzen,da wir mit dem kat mit dieser Besegelung keinen achterlichen Kurz fahren koennen.Auf dem Seekartenplotter sieht der gefahrene Kurz wie eine Zick-Zack-Linie aus und dadurch haben wir jetzt 50 extra Seemeilen geschenkt bekommen ( Mist!),die wir nun nur noch mit der Genua segeln,um heute ueberhaupt noch anzukommen.Gestern Abend,wie immer in der Karibik,legte der Wind wieder zu und auch die Frachter wollten unbedingt unseren Weg teilen und kreuzen.7 Stueck waren es in der Nacht,aber die eine Begegnung,war eher unheimlich…und das war so! Gerade wollten der erste von uns schlafen gehen,da sehen wir in der Ferne einen hellen Lichtschein.Je naeher wir rankommen,erkennen wir nur Scheinwerfer,die irgendwie immer auf uns zeigen.Wir schalten AIS ( automatisches Erkennungssystem fuer Schiffe ) ein und was sehen wir? Nichts! Da wir ja immer noch vor Venezuela rumsegeln,gehen wir auf Nummer sicher und schalten jegliches Licht im und am Schiff aus und schleichen uns in voelliger Dunkelheit leise vorbei.Unser Adrenalinspiegel ist stark erhoeht und die Erinnerungen aus Kolumbien gewinnen die Oberhand.Wir raeumen Laptops,Fotoapparat und Checkkarten weit weg und starren gebannt auf dieses unheimliche Schiff.Egal wie wir den Winkel dazu haben,die Scheinwerfer zeigen Richtung Felice,aber die Entfernung scheint sich nicht zu verkleinern,das ist ja schonmal ein gutes Zeichen!Wir haben alle Instrumente abgedeckt,die Solarlaempchen mit Putzlappen verhaengt,eigentlich wie ein Geisterschiff,das herrenlos auf dem Ozean treibt!Sogar die Signalpistole liegt geladen vor uns und dann aber ganz langsam machen wir uns Mut,die wuerden doch nicht mit solch hellem Licht auf Yachtiesfang gehen und wenn,muessten die doch schon laengst bei uns sein und ueberhaupt,die arbeiten bestimmt auf dem Schiff und haben Rundumbeleuchtung an…so ganz langsam entspannen wir uns wieder,fahren noch eben eine gewollte Halse,um der Linie einen neuen Zacken zu verpassen,machen die Nachtbeleuchtung wieder an und ich darf schlafen gehen.Nee was war das fuer eine Aufregung,aber vielleicht auch eine hausgemachte,wir glauben,das liegt an dem Erlebten und das muessen wir wohl jetzt erst aufarbeiten.Waehrend meiner naechsten Wache waren wieder einige Lichter zu sehen, die sich aber dann eindeutig im AIS gezeigt haben.Nun, Fazit dieser ersten beiden Naechte,wir gehen sehr konzentriert Wache und wecken lieber einmal mehr den anderen als einmal zu wenig uns so sind wir ein wenig muede,aber das macht nichts!Die naechste Nacht liegen wir ja wieder vor Anker und koennen ausschlafen.

Die erste Nacht ist geschafft

13.Mai 2012… mit unserer neuen Felice.Dass wir den Start verschoben haben,war eine gute Entscheidung!Wir hoerten von Boeen bis 37 Knoten und bei uns in der Nacht gingen sie ” nur ” bis 25 Knoten rauf.Ansonsten durchgaengig um die 20 Knoten und eine sehr schaukelige See,eigentlich Bedingungen wie auf unserer Atlantikueberquerung.Aber wir koennen uns viel freier bewegen und das BOP-Training scheint kaum mehr noetig zu sein!Dann muessen wir uns wohl eine neue Sportart ausdenken…hm…vielleicht ein Laufparkur ums Schiff rum und zwischendurch ein paar Trainingseinheiten auf dem Trampolin, wir werden berichten! Bis Mitternacht hatte wir noch Begleitung von der Mariposa,doch sie wurde immer schneller und jetzt ist sie schon lange ausser Sichtweite.Wir werden ein Etmal von etwa 160 Meilen haben,so hoch gab es das bei uns noch nie,wie mag das ausfallen,wenn wir ausreffen?Wir hatten naemlich das Grosssegel stark gerefft in der Nacht und auch die Genua wurde verkleinert und trotzdem laufen wir gute 7,5 Knoten,aber angenehmer und vor allem sicher.Gerade ist die Sonne aufgegangen und auch der Mond ist noch da,der ab Mitternacht auf uns runter geschienen hat,netterweise!!Nun noch eine Nacht und dann sind wir gespannt, was uns dort erwartet.

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