Archiv September, 2009

Segeltoern nach Texel

17.-20.September 2009

Kurz entschlossen ,auf Grund der sehr guten Wettervorhersage,haben wir ein “Buddelwochenende” gegen einen wunderschoenen Segeltoern nach Texel eingetauscht.So sind wir also noch Donnerstag abend ,kurz bevor die Schleuse Stavoren geschlossen wurde, noch raus aufs Ijsselmeer und bei Dunkelheit und traumhaften Sternenhimmel zur Schleuse Den Oever gesegelt.Gegen 23 Uhr und 13,8sm weiter haben wir vor der Schleuse festgemacht, um am naechsten Morgen zeitig mit den Gezeiten nach Texel zu segeln.Wie geplant morgens los und bei schoenstem Wetter/Wind NO 3-4, durch die Wattensee gesegelt und schon gegen 10 Uhr und 11 sm weiter war Texel erreicht.Noch ruhig auf der Insel,aber das aenderte sich schnell.Samstag stand dann eine Radtour auf dem Programm,zur Seehundaufzuchtstation Ecomare.Dort werden gestrandete,kranke oder verletzte Seehunde wieder aufgepaeppelt, bis sie wieder ins Watt entlassen werden koennen.Manch ein Seehund wird wohl aber fuer immer dort bleiben muessen.Einer ist uns besonders aufgefallen,blind,so kann er dort im Ecomare nur seine bekannten Bahnen ziehen und wird mit Futter versorgt.Am 3.September 09 wurde am Strand von Texel ein Seehundbaby gefunden,am Bauch verletzt,zu mager und mit Wuermern verseucht.Man hat ihn “Goldi” getauft,(der kleine ist aber auch wirklich goldig)er ist ca. 3 Monate alt,wiegt 13,1kg…20 kg zu leicht fuer sein Alter.Aber das Kerlchen macht einen guten,zufriedenen Eindruck und raekelt sich genuesslich unter der Waermelampe und ist sicher im Moment der Liebling der Besucher.Nun wird er 4 mal taeglich gefuettert,entwurmt und umsorgt.Alle Seehunde die bei Ecomare stranden ,werden mit einem Chip unter der Haut gekennzeichnet.Wir konnten uns kaum von diesem putzigen Anblick loesen…drum hier ein paar Fotos von Goldi.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

…aber auch der Blinde Seehunde soll hier zu Ehren kommen…

Nachdem wir alles ausgiebig bestaunt haben,sind wir noch weiter zum Strand ,um dann die Strecke,diesmal natuerlich gegen den Wind, zurueck zu radeln.Immerhin ca. 20 km alles zusammen, mit den kleinen Raedern zumindest fuer mich etwas anstrengend.So diente der Rest des Nachmittags der Erholung auf unserer Felice.Waehrend diesem verlaengertem Wochenende brauchten wir keinen Landstrom,so sind wir mittlerweile wirklich schon autark mit unseren Paneelen und dem Windgenerator.Wieder mal ein guter Test fuer spaeter.Sonntag dann leider haben wir uns wieder auf den Rueckweg gemacht und sind nach 5 perfekten Segelstunden ,wieder bei tollstem Wetter, in Stavoren angekommen.Leider waren wir da so gar nicht alleine……………..aber wer die Schleuse kennt, weiß ,dass man an solchen Tagen einfach Geduld haben muss.So,das wars fuer heute,naechstes Wochenende gehts weiter :-)

Conny und Wofgang

…Arbeitswochenende in Warns/NL…

11.September 09

Nun sind wir wieder  ein ganzes Stück weiter.Die letzten Wochenenden haben wir einiges an unserem Schiff verändert ;eingebaut und angebaut.Hier erst mal ein aktuelles Foto von unserer Felice mit Solarpaneelen und Windgernerator,der sehr fleissig und effektiv arbeitet.

Das Wochenende vorher haben wir kurz entschlossen noch einen neuen Teppich in den Salon gelegt.Wie schon in dem Bericht von England erwähnt,hatten wir ja im Juni eine Dieselpanscherei.Wie von Geisterhaenden wurde der Teppich immer welliger ,groeßer und immer noch mit Dieselgeruechen versetzt.Zusaetzlich wurden die Bordbatterien ausgetauscht und nun kamen auch noch Saurespritzer dazu,die blitzartig zu Loecher  wurden.Bis wir naechstes Jahr den Sueden erreicht haben , wollen wir es ja noch schoen und gemuetlich haben.Wir warten jetzt noch auf die Lieferung der Platte, die backbord ueber den Paneelen montiert werden soll und als Aufnahme fuer die Antennen dient,dann ist diese Geschichte mit der Stromversorgung erstmal erledigt.Dieses Wochenende konnte ich nun endlich Wolfgang in den Mast hochziehen, damit er das Achterstag demontieren kann.Die letzte Zeit ist es so windig in Holland, bis Windstaerke 8 z.T., sodass solche Arbeiten in luftiger Hoehe dann nicht so einfach sind.Es mussten die Isolatoren fuer den Funkempfang in das Achterstag integriert werden.Das heisst mit einer Flex das Stag durchflexen :-(  Nach ca. 3 stuendiger Arbeit an Land und ohne Fruehstueck (frueh morgens ist es nicht so windig) konnte ich meinen Knuff wieder in den Mast hochzerren,natuerlich auch noch mit dem Fotoapparat bestueckt;wann kriegt man schon mal so ein nettes Foto von oben.So,alles wieder anschrauben und dann los zum Probetoern uebers Ijsselmeer nach Medemblick ob auch alles haelt!

bis zum naechsten Mal…Conny u.Wolfgang